Es ist allgemein bekannt, dass beim Einbau moderner Wärmeerzeuger eine Optimierung des kompletten Heizungssystems notwendig ist. Nur so werden die Möglichkeiten moderner Geräte auch wirklich genutzt. Aber auch ohne Kesseltausch spart eine Optimierung dem Kunden bares Geld ein. Diese Optimierung ist für die deutschen Klimaschutzziele so wichtig, dass es trotz knapper Kassen hierfür immer noch Förderung gibt. Bis jetzt gab es für diese Arbeiten aber keinen einheitlichen Standard. Die planerische Leistung war relativ aufwändig. Der Kunde war nur schwer davon zu überzeugen, dass er die angebotene Leistung auch nutzen sollte. Das hat sich geändert.
Der ZVSHK hat die
Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“ veröffentlicht. Diese beschreibt detailliert, welche Arbeitsschritte in welcher Reihenfolge notwendig sind, um ein Heizungssystem zu optimieren. Die Fachregel ist in zwei Fassungen erhältlich:
- Als Kurzfassung (kostenloser Download)
- als Langfassung mit ergänzendem Tabellenmaterial, Erläuterungen und Vordrucken
(als
Printfassung im Onlineshop des ZVSHK ).
Ergänzt wird die Fachregel durch Schulungen, die von den Fachverbänden angeboten werden. Dabei wird unterschieden in „Monteursschulung“ und „Meisterschulung“. Die Monteursschulung behandelt – kurz gesagt – für den klassischen Kesseltausch die damit verbundenen Optimierungsschritte mit einem „Datenschieber“-Verfahren. Die Meisterschulung schult die so genannte Premiumleistung – die genaue Berechnung anhand einer geeigneten Software für alle Einsatzfälle. Teilnehmer der Meisterschulung werden, wenn es sich um organisierte Innungsbetriebe handelt, in der Handwerkerdatenbank des ZVSHK genannt und erhalten eine Abschlussbescheinigung. Beide Schulungen werden ab sofort bundeseinheitlich angeboten. Details hierzu erfahren Sie von den durchführenden Fachverbänden.
Dass die Berechnung einer Optimierung keine Hexerei ist, beweist das zweite neue Produkt:
ZVPlan. ZVPlan ist aus einer Kooperation zwischen dem ZVSHK, Consoft, Wilo und Oventrop entwicktelt worden. Diese Software arbeitet als erstes Programm nach der ZVSHK Fachregel und beschleunigt den Rechengang enorm. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist innerhalb einer Stunde berechnet (zzgl. Datenaufnahme vor Ort). Dazu gehören nicht nur die Standardberechnungen von Heizlast und Rohrnetz. Ein besonderes Highlight ist die Berechnung der optimalen Vorlauftemperatur aus den vorhandenen Heizkörpern – nicht nur bei Wärmepumpen ein Muss. Die Eingabe verkürzt sich durch einen 3D-Assistenten gegenüber der herkömmlichen Grundriss-Eingabe deutlich und ist auch für Nutzer ohne PC-Erfahrung leicht verständlich. Die u-Werte der Außenwände können normenkonform (DIN EN 12831 Beiblatt 2, Entwurf erscheint demnächst) per Knopfdruck übernommen werden, wenn der Wandaufbau nicht bekannt ist. Selbstverständlich berechnet die Software auch Neubauten.
ZVPlan ist im Online-Shop des ZVSHK erhältlich. Weitere Informationen gibt es
unter
www.zvplan.de .







