Sparsame Brennwertgeräte sind technischer Standard

Brennwertgeräte setzen den Energiegehalt des Brennstoffs fast vollständig in Nutzwärme um.

Prinzip Brennwerttechnik

Prinzip Brennwerttechnik

Immer mehr Bauherren und Heizungsmodernisierer entscheiden sich für die effiziente Öl-Brennwerttechnik. Aus gutem Grund: Gegenüber modernen Niedertemperaturkesseln verbrauchen Öl-Brennwertgeräte nochmals rund zehn Prozent weniger Heizöl. Sie nutzen nämlich zusätzlich die latente Wärme der Abgase. Diese wird durch Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes gewonnen und wieder dem Heizkreislauf zugeführt.

Brennwertgeräte setzen den Energiegehalt des Brennstoffs fast vollständig in Nutzwärme um.

Dass bei Öl- und Gas-Brennwertkesseln mitunter rechnerische Nutzungsgrade von mehr als 100 Prozent angegeben werden, wird von Verbraucherschützern zunehmend kritisiert. Nach Meinung von Stiftung Warentest zum Beispiel ist es „längst überfällig, diese Verdummung der Verbraucher zu beenden“. Denn: „Es kann aus keinem Heizkessel am Ende mehr Wärme herauskommen, als am Anfang in Form von Brennstoff hineingesteckt wurde. Dieses eherne Naturgesetz gilt auch für Brennwertkessel“, betonen die Warentester.

„Die technisch unkorrekten und physikalisch unmöglichen Nutzungsgrade von mehr als 100 Prozent haben in der Verwendung der althergebrachten Bezugsgröße ‘Heizwert’ ihren Ursprung“, erklärt das Institut für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO). Der „Heizwert“ lässt jedoch den technischen Fortschritt außer Acht, mittlerweile entspricht die Brennwerttechnik dem technischen Standard. Um den Wirkungsgrad heutiger Heizkessel zu bestimmen, ist daher der „Brennwert“ die geeignete Bezugsgröße, dessen Verwendung auch Stiftung Warentest fordert. Der „Brennwert“ nämlich spiegelt den gesamten Energiegehalt eines Brennstoffs wider, also auch den Anteil, der erst durch die Kondensation des bei der Verbrennung entstehenden Wasserdampfes frei wird.

Auf Basis der Bezugsgröße „Brennwert“ wandeln sowohl Öl- als auch Gas-Brennwertgeräte die eingesetzte Energie in exakt demselben Maß in Nutzwärme um. Bei beiden lässt sich in der Praxis ein Abgasverlust von einem Prozent nicht vermeiden, zudem kann bei beiden Energieträgern ein Teil der latenten Kondensationswärme nicht ausgeschöpft werden. „Der Nutzungsgrad eines Brennwertkessels wird also nicht vom verwendeten Brennstoff bestimmt, sondern einzig von der Effizienz der jeweils eingesetzten Technik“, betont IWO.

(Eine Information des IWO)