Austauschpflicht für alte Heizkessel & Co.

Seit Jahresbeginn 2015 gelten neue Regelungen und Verordnungen für Heizkessel, Kamin- und Kachelöfen und die Energieberatung.

2015 müssen viele alte Heizkessel ausgetauscht werden. Bildquelle: WDR

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Die wichtigsten Informationen im Überblick:

Heizkessel: Worauf Hauskäufer achten müssen

Der Countdown begann schon früh im Jahr 2014: Viele Öl- oder Gasheizungen, die älter als 30 Jahre alt waren, mussten laut Energieeinsparverordnung (EnEV) bis Anfang 2015 ausgetauscht werden. Wichtig für Hauskäufer: Die Austauschpflicht wird nachgeführt. Das heißt: Auch in den kommenden Jahren müssen alle Heizkessel, die älter als 30 Jahren sind, gegen energiesparende neue Heizkessel ersetzt werden. Wer sich für eine Gebrauchtimmobilie interessiert, sollte daher wissen, wann die Heizung installiert wurde, denn der verpflichtende Austausch der Heizkessel ist oft vorprogrammiert. Betroffen sind Konstanttemperaturheizungen, die entweder mit Öl oder mit Gas betrieben werden.

Doch es gibt auch Ausnahmen: Brennwert- und Niedrigtemperaturkessel zum Beispiel und Heizkessel mit weniger als vier bzw. über 400 Kilowatt Leistung dürfen weiter betrieben werden.

Die neuen Besitzer eines älteren Ein- oder Zweifamilienhauses sollten sich daher im eigenen Interesse mit einem SHK-Fachmann vor Ort in Verbindung setzen. Er kann genaue Angaben darüber machen, wie alt der Heizkessel ist und ob die
Anlage erneuert werden muss.

Auch zu effizienten Heiztechniken, modernen Brennwertgeräten und staatlichen Förderungen berät der Profi.

Ausnahmen bei der Austauschpflicht

Seit Jahresanfang dürfen Heizkessel, die vor 1985 in Ein- oder Zweifamilienhäuser aber auch in Miethäusern eingebaut wurden, nicht mehr betrieben werden. So sieht es die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) vor, und die Maßnahme ist sinnvoll: Denn alte Heizungkessel verbrauchen zu viel Heizenergie und belasten die Umwelt ganz erheblich. Stichtag für den Austausch der Heizkessel war der 1. Januar 2015. Wer nicht nachrüstet, muss mit Geldbußen rechnen. Allerdings gibt es Ausnahmen.

• Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel haben einen hohen Wirkungsgrad und sind daher von der Austauschpflicht nicht betroffen – auch wenn sie älter als 30 Jahre sind. Sogenannte Konstanttemperaturkessel, die vor 1985 eingebaut
wurden, müssen jedoch ausgetauscht werden.
• Ebenfalls von der Regelung ausgenommen sind Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, oder Küchenherde und Geräte, die den Raum, in dem sie sich befinden, beheizen.
• Auch Heizkessel, die unter vier und über 400 KW Leistung bringen, sind ausgenommen.
• Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Austauschpflicht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 das Eigenheim oder eine Wohnung in einem Zweifamilienhaus selbst genutzt haben. Allerdings: Kommt es zu einem
Eigentümerwechsel, endet die Befreiung von der Austauschpflicht. Der neue Besitzer muss den alten Heizkessel dann innerhalb von zwei Jahren durch ein neues Heizsystem ersetzen.

Wer einen alten Heizkessel betreibt und sich über das Baujahr unsicher ist, sollte den SHK-Fachmann vor Ort aufsuchen. Der Profi informiert über das Alter und den Typ des Heizkessels und weiß, ob diese austauschpflichtig ist. Zudem berät er zu modernen, energieeffizienten Systemen und übernimmt sowohl Einbau als auch Wartung.

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