Wärme durch Holzpellets

Eine Pelletheizung mit automatischer Beschickung sorgt für viel Komfort.

Mehr als 150 000 Haushalte in Deutschland heizen bereits mit Pellets – den schmalen Kapseln aus gepresstem unbehandelten Sägemehl. Pelletheizungen sind Holzfeuerungsanlagen mit automatischer Brennstoffzufuhr aus Tages- oder Wochenbehältern. Es gibt sie als Zentralheizung oder als Einzelraumofen, der auch an die Warmwasserbereitung angeschlossen werden kann. Gelangen die Brennlinge automatisch aus dem Lager zum Kessel, bietet die Anlage den gleichen Komfort wie eine Öl- oder Gasheizung.

 

Tonnenweise Energie

Ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche verbraucht im Jahr vier bis sechs Tonnen Pellets. Es muss also eine Lagerstätte für die Brennlinge zur Verfügung stehen. Doch zuvor sollten Verbraucher vorsichtshalber beim zuständigen Umweltamt klären, ob in ihrem Ort eine sogenannte „Verwendungsbeschränkung für Brennstoffe“ das Heizen mit Pellets untersagt (dies ist jedoch selten der Fall). Der Schornsteinfeger prüft, ob die vorhandene Abgasanlage geeignet ist. Mittlerweile werden in Deutschland rund 1,5 Millionen Tonnen Pellets verheizt.

Kellerraum als Schütte

Wie viel Kubikmeter Pellets sollten eingelagert werden? Eine Faustregel besagt: das 1,25- bis 1,5-fache eines Jahresbedarfs – sicher ist sicher. Dafür wird ein (Keller-)Raum benötigt, der staubdicht und trocken sein muss. Denn Pellets zerfallen und klumpen bei Feuchtigkeit. Wände, Boden und Bretter müssen das Gewicht der Pellets tragen können – zur Not sollten sie entsprechend verstärkt werden. Ein Kubikmeter Pellets wiegt 650 Kilogramm. Deshalb wird auch die Tür extra mit geeigneten Holzbrettern gesichert. Innen ist der Lagerraum als Schütte eingerichtet: Schräg angebrachte Holzplanken auf einer oder zwei Seiten lassen die Brennlinge nachrutschen.

Rohre und Transportschnecken

Optimal ist ein Lager mit Außenwand, denn der Liefer-Lkw presst die Brennlinge durch ein Metallrohr ins Innere. Durch ein weiteres Metallrohr wird Luft abgesaugt. Wichtig: Den Brenner abschalten, ehe die Pellets fliegen. Heizungsraum und Pelletlager müssen nicht unbedingt nebeneinander liegen. Für die automatische Beschickung installiert der SHK-Monteur Saugrohre oder eine Transportschnecke im Lagerraum. Bei größeren Entfernungen zum Ofen bewährt sich eine Kombination aus beidem. Sind längere Transportstrecken zu bewältigen, dürfen die Rohre nur sanft gebogen sein, sonst brechen die Presslinge darin zu nutzlosem Sägemehl.