Gute Luft in allen Räumen

Behagliches Klima mit einer Abluftanlage

Gute Luft

Durch hocheffiziente Filter ist die Zuluft aus Lüftungsanlagen häufig sauberer als die Außenluft

Wo Menschen wohnen, entsteht Feuchtigkeit. Sie wird als Wasserdampf unsichtbar und unmerklich freigesetzt. Umgerechnet zehn bis zwölf Liter Wasser, einen ganzen Putzeimer voll, gibt zum Beispiel eine vierköpfige Familie pro Tag ab: beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und bei anderen Tätigkeiten, die täglich im Haus anfallen.

Durchzug mehrmals am Tag

Die Feuchtigkeit muss fortgelüftet werden, andernfalls kann Schimmelpilz entstehen. Die Lösung, so kennt man es, ist Fensterlüften, auch im Winter. Mehrmals am Tag sollen die Bewohner bei abgedrehten Heizkörperthermostaten für mehrere Minuten alle Fenster im Haus öffnen. Halten sie dabei auch die Zimmertüren offen, entsteht Durchzug. Ein Teil der mit Feuchtigkeit, Stoffwechselrückständen sowie Geruchs- und Schadstoffen belasteten Raumluft entweicht in die Außenatmosphäre und wird durch „frische“ Außenluft ersetzt. Die Bewohner können die Fenster wieder schließen und die Heizkörper anstellen.

Lüften als Aufgabe

Im Alltag ist das recht umständlich. Fensterlüften fordert den Bewohnern viel Aufmerksamkeit und Disziplin ab.  Wird das Lüften zu häufig oder über einen zu langen Zeitraum vergessen kann dies sehr schnell zu einer Ansammlung von Feuchtigkeit an kühleren oder wenig belüfteten Oberflächen (z. B. hinter den Schränken) führen. Häufig feuchte Oberflächen führen zu einem langsamen durchfeuchten von Bauteilen und begünstigen das Wachstum von Schimmelpilzen. Bereits eine mehrtägige Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf über 65% relative Luftfeuchte kann zu Schimmelwuchs führen. Häufig findet dieser verdeckt statt, wodurch die Bewohner erst eine Zeit mit dem Schimmel leben und oft sogar erst durch die sich dramatisch verschlechternde Luftqualität oder muffigen Geruch auf die Schadstellen aufmerksam werden.

Alternative: die Abluftanlage

Eine echte Alternative zur aufwendigen Fensterlüftung bietet eine Abluftanlage. Diese Anlage der kontrollierten Wohnraumlüftung benötigt nur einen Ventilator, einige Rohrleitungen und Luftdurchlässe in den Fensterrahmen oder Wänden. Nützlich: Viele Anlagen lassen sich auf Sommer- und Winterbetrieb umstellen. Im Winter wird rund um die Uhr gleichmäßig gelüftet. Im Sommerbetrieb arbeitet die Anlage vor allem nachts und lüftet die Räume angenehm kühl. So gibt es immer frische Luft, ohne dass durch geöffnete Fenster der Straßenlärm dringt. Für den Wohnkomfort gibt es so eine ganze Reihe von Vorteilen!

Vorteil 1: unentwegt frische Luft

Die Luft in einem Haus mit Abluftanlage wird stetig ausgetauscht. Für die Effektivität dieses Austausches gibt es ein Maß: die Luftwechselrate. Dieser Begriff bezeichnet den kompletten Luftaustausch in einem Raum in einer Stunde. Als hygienisch und gesund gilt die Luftwechselrate 0,5, also ein kompletter Luftaustausch im Laufe von zwei Stunden. Um ihn zu erreichen, müssten im Haus ohne Anlage alle zwei Stunden wie beschrieben Fenster und Zimmertüren geöffnet werden. An der Abluftanlage lässt sich der gewünschte Luftwechsel einfach einstellen.

Vorteil 2: keine ausgekühlten Räume

Die Lüftung per Anlage ist die sanfte und effiziente Alternative zum ständig gekippten Fenster. Mit der verbrauchten Luft zieht die Feuchtigkeit ab. Es wird stets ausreichend und niemals zu viel gelüftet. Folglich entweicht möglichst wenig teure Wärmeenergie. In einem solchen Haus kühlen die Wandoberflächen nicht aus. Der Temperaturunterschied zwischen Wand und der Raumluft ist gering, was die Bewohner als sehr behaglich erleben. Die Außenluft, die hinzuströmt, wird durch die Platzierung der Außenwandöffnungen in der Nähe der Heizflächen schnell auf Zimmertemperatur erwärmt.

Vorteil 3: die sparsame Alternative

Im unsanierten Altbau geht bis zu ein Drittel der Heizwärme beim Fensterlüften verloren. Dabei verpufft viel Energie, was allerdings bei den ohnehin hohen Kosten kaum auffällt. Wird ein Gebäude gedämmt und modernisiert, mindern die durch die Fensterlüftung entstehenden Wärmeverluste die Einspareffekte. Eine kontrollierte Lüftung ist hier also die logische Konsequenz.

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