Leben im Badezimmer

Mehr Wohnlichkeit im Badezimmer ist angesagt.

Das Bad für alle Fälle.

Mehr Wohnlichkeit im Badezimmer ist angesagt. Erst hielt die Küche Einzug in den Wohnbereich und brachte ein neues Lebensgefühl mit. Und nun das Bad? Es gibt Trends, die sind nicht mehr aufzuhalten. Weil sie einfach zu schön sind, um wieder in der Versenkung zu verschwinden.

Das Badezimmer erlebt derzeit eine Veränderung. Der Trend zeichnet sich schon seit Jahren ab und entwickelt sich stetig weiter. Mehrere Aspekte spielen dabei eine Rolle. Wir wünschen uns das Besondere, die persönliche Note. Wir möchten alle Bedürfnisse bedienen. Der demografische Wandel und damit der Wille nach einem barrierefreien Mehr-Generationenbad ist ebenfalls relevant.

Leben im Bad: Komm, ich muss dir was erzählen …

Das Bad wird außerdem zum Gesundheitszentrum. Wellness, Ruhe, Spa in den eigenen Wänden, sinnliche Erlebnisse durch Regenduschen, Fitness im eigenen Bad, all das gehört dazu. Es entsteht ein Ort zum Zurückziehen und Entspannen, aber auch für gesellige Treffen der Hausbewohner. Sitzmöbel halten Einzug. Ebenso natürliche Materialien und harmonische Beleuchtung sowie persönlich programmierbare Sound- und Musikfeatures. Und manchmal verschwinden Badwände sogar ganz.

Möbel voller Ästhetik

Badmöbel zeigen heutzutage eine enorme Vielfalt. Sie sehen aus wie aus dem Wohnzimmer – mit Hochglanzoberflächen, eleganten Formen und edlen Materialien. Natürlichkeit ist inn. Möbelstücke aus Holz treffen auf hochwertigen Chrom und weiße Keramik. Ein spannender Kontrast. Aber auch Kunststoffe haben den Sprung ins hochwertige Segment der Badmöbel geschafft. Sie ermöglichen dank neuer Verarbeitungsmethoden eine vielfältige Formsprache und eine große Farbvielfalt. Glas ist ebenfalls ein Werkstoff, der schöne Farb- und Lichteffekte hergibt. Großzügig wirkt das Badezimmer, wenn die Möbel einheitlich sind. Ein Set gibt dem Bad eine klare Linie.

Aufgeräumte Sache

Badmöbel schaffen auch Ordnung. Gerade im Bad suchen viele kleine Gegenstände ihren Platz. In einem kleinen Badezimmer bietet sich ein Hängeschrank oder Hängeregal an. Eckregale sind ebenfalls sehr praktisch und platzsparend. Regale sehen allerdings nur dann gut aus, wenn Utensilien dekorativ platziert und Handtücher ordentlich gestapelt sind. Größere Badezimmer bieten Platz für mehrere aufeinander abgestimmte Schrankelemente. Ein Hochschrank bietet viel Stauraum bei wenig Grundfläche und wirkt besonders in Badezimmern mit hoher Decke. Der klassische Spiegelschrank besticht heutzutage mit LED-Beleuchtungstechnologie und beinhaltet all das, was man am Waschtisch benötigt.

Die schönen Extras

Sitzmöbel gehören von nun an in den Waschraum. Neben dem klassischen Rollcontainer, der zusätzlich Stauraum bietet, halten Liegen und Daybed, Sessel und Designer-Stühle Einzug. Funktionalität und Design wachsen auch im Bad immer stärker zusammen und sorgen stilvoll für Stimmung. Elegante Armaturen sind stets ein Blickfang. Sie gehören zu einem einheitlichen Raumkonzept dazu. Zeitlos-elegantes Design mit hochwertiger Verarbeitung bringt jahrelangen Spaß am Nass. Badeaccessoires haben eine erhebliche Wirkung auf den Gesamteindruck eines Zimmers und schaffen Flair. Wesentlich ist dafür natürlich das Licht. Morgens kalt zum Aufwachen, hell zum Schminken und abends warm zum Entspannen. Ein gut durchdachtes Lichtkonzept
kann alles.

Neue Raumkonzepte müssen her

Ein Bad neu auszurichten, erfordert ein verändertes Raumkonzept. Es bekommt mehr Platz. Waschbecken und Badewanne stehen nicht mehr entlang der Wand, sondern rücken in die Mitte. Das Bad teilt sich in verschiedene Bereiche. Diese bekommen zum Beispiel unterschiedliche Farben. Der Übergang zum Wohn- und Schlafraum wird fließend. Das WC aber darf privat bleiben. Sprechen Sie doch mal mit Ihrem SHK-Innungsfachbetrieb oder besuchen Sie seine Badausstellung. Sie werden sehen: viele Lösungen stehen für Sie parat. Ihr SHK-Fachbetrieb kann Ihnen verschiedene Raumkonzepte vorschlagen und ein stimmiges Ambiente kreieren.

Der Klick zum Fachbetrieb.

Wohnen im Alter

Die Zahl der Senorien wird immer größer und die Ansprüche an entsprechende Wohnräume steigen damit ebenfalls. Das Handwerk mit seinen kompetenten, beratungsstarken und komfortorientierten Dienstleistungen ist in diesem Gebiet ein überaus wichtiger Partner für alle Akteure. Wohnungsberatungsstellen, Pflegedienste, Planer und die Wohnungswirtschaft setzen daher auf Konzepte vom SHK-Fachmann.

Ein Badezimmer, Komfort für alle Generationen, schön ein Leben lang. Zu Hause, bis ins hohe Alter selbstständig bleiben. In barrierefreien Räumen möglich. Da heißt es, Türschwellen entfernen, Bewegungsflächen vergrößern, Duschplätze bodeneben umbauen und vieles mehr.

Für Barrierefreiheit im Bad ist es nie zu früh, aber schnell zu spät. Der demografische Wandel rückt das komplexe Gebiet immer mehr in den Fokus von Bauherren, Haus- und Wohnungseigentümern. Hersteller bieten gut durchdachte Produkte, die eine Brücke zwischen erholsamem Bade- und Wellnesserlebnis einerseits und generationsübergreifendem Gebrauchswert andererseits schaffen. Heißt im Klartext, alles ist vereinbar: Ästhetik, Sicherheit, Komfort und Bequemlichkeit.

Sicher bewegen

Ausreichend Freiraum ist wichtig, damit man sich mit Rollstuhl oder Rollator gut bewegen kann. Alles muss trotzdem zum Greifen nah sein, damit Utensilien unkompliziert und gefahrenfrei abgestellt und zu nutzen sind. Alle Materialien müssen belastbar sein. Bei der Auswahl des Bodens darauf achten, dass er auch bei Nässe in Verbindung mit Seifenschaum noch rutschsicher ist. Bei den Armaturen gilt: am besten berührungslos. Zusätzliche Schlauchbrausen zum Herausziehen, zum Beispiel zum Haarewaschen, sind sehr praktisch.

Duschen ohne Stolperkanten liegen im Trend. Nicht nur bei Rollstuhlfahrern und Nutzern von Rollatoren. Sie erfreuen sich in jedem Alter hoher Beliebtheit. Seitdem die staatliche Förderbank KfW das altersgerechte Umbauen finanziell unterstützt, steigt auch die Anzahl der förderungsfähigen Produkte und Lösungen, welche Markenhersteller anbieten. Und mal ganz ehrlich, mehr Weite, keine Ecken und Kanten, das sieht doch einfach richtig toll aus.

Rund um den Waschtisch

Da der Waschplatz der zentrale Funktionsbereich im Bad ist, sollte er bequem frontal zu erreichen sein. Für Rollstuhlfahrer ist die Unterfahrbarkeit unverzichtbar. Scharfe Kanten vermeiden, denn sie erhöhen die Verletzungsgefahr. Höhenverstellbare Modelle passen zu den Bedürfnissen von Groß und Klein, im Sitzen wie im Stehen. Waschtische mit seitlichen Griffmulden bilden außerdem eine Stütze.

Stolperfreies Duschvergnügen

Bodengleiche Duschen sind die optimale Lösung, um den Komfort zu erhöhen und Stürze zu vermeiden. Mit Einhängesitz oder festmontiertem Duschstuhl sind sie noch sicherer. Zu ebenen Duschen gehören moderne Duschrinnen, in denen das Wasser schnell und sicher abfließt. Vielfältige Designs lassen dabei keine Wünsche offen. Sehr schick: Rinnen können nahezu in der Wand verschwinden und sind somit unsichtbar.

Sorglos eintauchen

Eine Badewanne muss nicht sein. Es sei denn, sie ist aus therapeutischen Zwecken zwingend notwendig. Doch wer das Vollbad liebt, wird auf jeden Fall fündig. Verbreitete Badewannenränder an Längs- und Kopfende erleichtern Ein- und Aussteigen. Auch Badewannen mit einem entnehmbaren Türeinsatz sind zu haben. Oder wie wär´s mit einer gemauerten Stufe vor der Wanne? Sie kann den Einstieg erleichtern. Vorteil zum entnehmbaren Türeinsatz: Das Wasser kann vorher einlaufen.

Sicheres WC

Ein Stück Lebensqualität und Würde bleibt erhalten, wenn die persönliche Hygiene so lang wie möglich ohne fremde Hilfe gewährleistet ist. Platz vor der Toilette zum Heranfahren mit dem Rollstuhl sollte eingeplant werden. Höhenverstellbare Schüssel und Stützgriffe gibt die DIN vor. Eine Rückstütze kann zusätzlich für Komfort und Sicherheit sorgen. Über Toiletten mit eingebauter Dusche und Warmluft, in Japan Standard, sollte man nachdenken.

Licht- und Farbkonzept

Statt der Lampe in der Mitte, positioniert man im barrierefreien Bad die Beleuchtung besser da, wo sie auch benötigt wird. Wenig Schlagschatten erhöht die Sicherheit. Großflächige Lampen mit geringer Leuchtdichte reduzieren die Blendungen und verringern Reflexionen bei glasierten und glänzenden Fliesen. Auf Kontraste optimierte Material- und Farbkonzepte helfen z. B . bei nachlassender Sehkraft im zunehmenden Alter.

Maßnahmen für ein barrierefreies Bad auf einen Blick

  • Tür mit mindestens 90 cm Breite
  • Tür nach außen aufschlagend und im Notfall auch von außen zu öffnen
  • Waschbecken unterfahrbar
  • Dusche schwellenlos
  • Temperaturbegrenzer an den Wasserzapfstellen
  • WC in Höhe einstellbar
  • Haltegriffe an WC, Dusche und Wanne
  • Bodenbelag rutschfest
  • Verstärkte Heizleistung (erhöhter Wärmebedarf)
  • Elektroschalter 85 cm über dem Fußboden
  • Größere Bewegungsflächen

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