Sechs bis acht Monate im Jahr müssen Gebäude in Deutschland beheizt werden, besonders, wenn sie nicht stark gedämmt sind. Die Warmwasserbereitung ist sogar das ganze Jahr im Einsatz. Deshalb sollte der Heizkessel effizient arbeiten und keine Wärme bereitstellen, die im Haus nicht genutzt wird. Wie gut arbeitet die eigene Heizungsanlage? Verschwendet sie Energie? Was ließe sich dagegen unternehmen?
Zustand der Heizungsanlage
Diese Fragen kann der Heizungsfachmann jetzt genau beantworten. Er nimmt sich etwa eine Stunde Zeit und stellt bei einem Heizungs-Check fest, in welchem Zustand Wärmeerzeugung (Heizkessel), Wärmeverteilung (Rohrleitungen) und Wärmeabgabe (Heizkörper) sind. Danach kennt er die Anlage und ihre Schwachstellen. Hier liegen Einsparpotenziale, die sich nutzen lassen.
Beruhigend grün, alarmierend rot?
Das Vorgehen und alle Bewertungskriterien beim Check sind genormt. Das hat einen großen Vorteil für den Kunden: Die Ergebnisse sind objektiv. Für alle Mängel notiert der SHK-Fachmann Minuspunkte, bis zu 100 sind es insgesamt. Der Eigentümer erhält die Ergebnisse in einem Inspektionsbericht. Die Gesamtpunkte hat der SHK-Fachmann in einer Skala mit Farbbalken eingetragen (siehe unten). Der Farbton, von beruhigend dunkelgrün bis alarmierend rot, signalisiert die Effizienz der Anlage. Der Eigentümer kann das Ergebnis sofort einschätzen.
Schwachstellen abstellen
Zum Check gehört ein Beratungsgespräch. Der SHK-Fachmann erklärt die jeweilige Punktezahl. Allgemein lässt sich sagen: Bei 0 bis 15 Minuspunkten arbeitet eine Anlage effizient. Zwischen 15 und 50 Minuspunkten sollte sie optimiert werden. Es empfehlen sich geringinvestive Maßnahmen wie vor-ein-stellbare Heizkörperventile, der Einbau einer Hocheffizienzpumpe oder ein nachträglicher hydraulischer Abgleich.
Wann rechnet sich ein Austausch?
Bei über 50 Minuspunkten gilt es abzuwägen: Optimierung oder besser Austausch? Eine solche Heizung arbeitet nur halb so effizient, wie es dem Stand der Technik entspricht, oft rechnet sich eine neue Anlage.
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Eine Stunde Zeit für die Heizung
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[Quelle: ZVSHK]
Vorgehen nach Norm: Heizungs-Check ermittelt Einsparpotential
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