Der nachwachsende Brennstoff Holz wird immer beliebter. Er ist in unseren Wäldern ausreichend vorhanden, und seine Nutzung dient dem Klimaschutz. Bei der Holzverbrennung wird nämlich nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum zuvor im Wachstum gebunden hat.
Zudem: In Gestalt von Pellets lässt sich Holz mit moderner Verbrennungs- und Beschickungstechnik sehr Energie sparend und komfortabel verfeuern.
Genormte Qualität
Pellets bestehen zu 100 Prozent aus naturbelassenem Restholz: aus Sägemehl, Hobelspänen oder Waldrestholz. Ohne chemische Bindemittel wird es unter hohem Druck zu kleinen Stiften von circa 4 bis 10 Millimetern Durchmesser und etwa 20 bis 50 Mil limetern Länge verpresst. Für die Herstellung ist nur wenig Energie erforderlich, etwa 2 bis 3 Prozent des Energiegehaltes der Pellets. Die Presslinge haben einen Heizwert von etwa 5 Kilowattstunden pro Kilogramm (kWh/kg). Das kommt dem Heizwert von einem halben Liter Heizöl gleich. Das Zertifikat „DIN plus“ ist ein Qualitätssiegel. Es verbindet die Kriterien aus Deutschland und Österreich und stellt besondere Anforderungen an Abriebfestigkeit und Prüfverfahren. Für die Beschaffenheit von Pellets gelten strenge Normen.
Viel Komfort
Die rieselfähigen Pellets werden mit dem Tankwagen angeliefert, in den Keller oder eine andere Lagerstätte (Behälteranlagen oder Erdtanks) gepumpt und von dort mit einem vollautomatischen Fördersystem zum Brenner transportiert. Damit bieten die Presslinge ebenso viel Bedienungskomfort wie Gas- oder Ölheizungen. Moderne Pelletheizungen mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent machen den Brennstoff attraktiver denn je. Manche Varianten können als Hybrid- oder Kombianlagen auch mit Stückholz beschickt werden. Ihr Wirkungsgrad ist jedoch geringer. Diese Anlagen werden auch nicht öffentlich gefördert. Besonders Energie sparend ist die Kombination von Pelletheizung und Solarthermie. Übers Jahr trägt die Sonne 60 Prozent der Energie zur Warmwasserbereitung bei. Im Sommer kann die Solaranlage warmes Wasser bereiten, ohne dass sich der Brenner zuschaltet.
Der Staat gibt Geld dazu
Der Einbau von Pelletheizungen wird unter anderen durch das Marktanreizprogramm der Bundesregierung (BAFA) unterstützt. Zuschüsse erhalten nur Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mindestens 8 und maximal 100 kW sowie einem Kesselwirkungsgrad von mindestens 88 Prozent. Gewährt werden 60 Euro je Kilowattstunde (kW) installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 1.700 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von 90 Prozent und mehr. Fördermittel können beantragt werden beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Telefon (0 61 96) 9 08-6 25; E-Mail: solar@bafa.de; www.bafa.de; oder über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Telefon (0 18 01) 33 55 77, E-Mail: iz@kfw.de; www.kfw.de







