Lebenswichtig: Sauberes Trinkwasser

Mehr Aufmerksamkeit für die wertvollste Ressource

Damit die Trinkwasserqualität bis zum Wasserhahn dauerhaft erhalten bleibt, sollte die Hausinstallation regelmäßig vom SHK-Fachmann geprüft und gewartet werden.

In Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, Trinkwasser aus dem heimischen Wasserhahn bedenkenlos zu konsumieren. Dies ist allerdings nur in einem kleinen Teil der Welt möglich. Deswegen wurde von der UNO 1993 der erste Weltwassertag ins Leben gerufen. Der internationale Tag findet jedes Jahr am 22. März statt und weist seitdem auf die Bedeutung von sauberem Trinkwasser hin. Wer in Deutschland  wohnt, muss sich mit dem Thema im Rahmen der Trinkwasser-Verordnung auseinandersetzen. Der Einfluss der Wasserwerke endet am Hausanschluss. Was danach auf den letzten Metern bis zum Wasserhahn geschieht, ist Sache des Eigentümers bzw. Nutzers. Darauf macht der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) aufmerksam. Ob das kalte Trinkwasser auch wirklich kalt und die Temperatur von Warmwasser und Zirkulationsrücklauf richtig eingestellt ist, lässt sich durch den SHK-Fachbetrieb feststellen. Die Trinkwasserspezialisten planen und realisieren nicht nur hygienisch einwandfreie Anlagen, sie können auch im Rahmen einer regelmäßigen Prüfung und Wartung der bestehenden Hausinstallation Korrosion, Ablagerungen sowie weitere Auffälligkeiten oder Veränderungen beheben. Den Fachmann vor Ort finden Hausbesitzer in der Handwerkersuche.

Weltwassertag am 22. März

Am 22. März ist Weltwassertag. Ein guter Anlass, um über den Zustand der Trinkwasserleitungen in den eigenen vier Wänden nachzudenken. Was viele nicht wissen: Trinkwasser hat wie andere Lebensmittel auch ein Haltbarkeitsdatum. Bleibt das Wasser längere Zeit in den Leitungen stehen, können sich Keime vermehren und Metallionen im Trinkwasser ansammeln und damit zu einer Minderung der Wasserqualität beitragen. Besonders gefördert wird das Wachstum von Mikroorganismen bei Wassertemperaturen nahe der natürlichen Körpertemperatur. Daher gilt es, Temperaturen zwischen 25 und 50 °C im Trinkwasser stets zu vermeiden. Trinkwasser, das länger als eine Stunde in der Leitung gestanden hat, sollte nicht mehr zur Herstellung von Babynahrung verwendet werden. Danach empfiehlt es sich, das kalte Wasser bis zur Temperaturkonstanz ablaufen zu lassen. Dies stellt sicher, dass das stagnierende Leitungswasser aus dem Gebäude abgelaufen ist und durch frisches Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz ausgetauscht wurde. Wichtig zu wissen: Der Einfluss der Wasserwerke endet am Hausanschluss. Was danach geschieht, liegt in der Verantwortung des Eigentümers. In welcher Qualität das Wasser dann tatsächlich aus dem Hahn kommt, hängt von vielen Faktoren ab: Die Dimensionierung der Leitungssysteme spielt dabei ebenso eine Rolle wie etwa die in der Hausinstallation verwendeten Materialien. Vor Ort berät Sie der SHK-Fachbetrieb.

Viele trinken gern Leitungswasser

Es ist lecker, sicher, praktisch und preiswert: Die Deutschen löschen ihren Durst gern mit Leitungswasser. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK. Demnach greifen mehr als drei Viertel der Bundesbürger mehr oder weniger oft zu einem Glas aus dem Hahn, Tendenz steigend. Damit die Qualität bis zum Zapfhahn erhalten bleibt, sollten Eigentümer und Vermieter ihre Trinkwasser-Installation regelmäßig von einem Experten überprüfen lassen, da sie ab der Übergabestelle im Haus für die Qualität des verteilten Trinkwassers verantwortlich sind. Die SHK-Fachbetriebe bieten dafür einen Trinkwassercheck an. Geeignete Betriebe finden Hausbesitzer in der Handwerkersuche.

Wasserleitungen in Altbauten regelmäßig überprüfen

Altbauten haben ihren ganz eigenen Charme, entsprechen meist aber nicht den modernen Anforderungen. Dies betrifft auch die Wasserleitungen. Denn vielfach haben sich die Anforderungen an die Gebäudenutzung seit ihrer Erbauung in der Zwischenzeit mehrfach geändert. Die Folge: Das Leitungssystem ist über- oder unterdimensioniert, meist schlecht isoliert, eventuell sind einzelne Leitungsteile nicht mehr in Betrieb und nur unzureichend zurückgebaut. Werden Wohnräume und damit auch Wasserleitungen nur selten oder gar nicht genutzt, so kann das für die Trinkwasserhygiene gravierende Folgen haben. Schon die Römer wussten: Wasser muss fließen. Sogenanntes Stagnationswasser und zu kaltes Warm- bzw. zu warmes Kaltwasser bieten ideale Wachstumsbedingungen für Bakterien. Die Gefährdung steigt bei mangelnder Wartung oder falsch eingestellten Temperaturen von Warmwasser und Zirkulation. Fachbetriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks checken die Installation, schlagen Tipps zur Vermeidung von Gefährdungspotenzialen vor und erhöhen die  Sicherheit.

Weitere Informationen:

Der Trinkwasser-Check