wasserwaermeluft.de - Verbraucher News https://www.wasserwaermeluft.de/ Ein Informationsdienst des Zentralverbandes SHK de wasserwaermeluft.de - Verbraucher News https://www.wasserwaermeluft.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.wasserwaermeluft.de/ 18 16 Ein Informationsdienst des Zentralverbandes SHK TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 07 Nov 2019 09:38:14 +0100 Klimaschutzprogramm der Bundesregierung https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/oel-und-gas/details/artikel/3116-klimaschutzprogramm-der-bundesregierung/ Fragen und Antworten vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima Stand: 29.10.2019

Aufgrund der aktuellen Beschlüsse des Bundeskabinetts - insbesondere zur Umgestaltung der Förderkulisse - jagt eine öffentliche Schlagzeile die nächste. Dies führte im Heizungsbauerhandwerk bereits zu einer spürbaren Verunsicherung der Kunden. Nach einer Blitzumfrage des ZVSHK bei seinen Mitgliedsunternehmen vermelden bereits 37 % der Befragten Auftragsstornierungen bei der Heizungsanlagenmodernisierung. Die von den Eigenheimbesitzern zurückgenommenen Aufträge summieren sich bereits jetzt auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Es besteht also dringend politischer Handlungsdruck.

Nachfolgend hat der ZVSHK – auf Basis der vorliegenden Fakten – einige FAQ`s zusammengestellt, um die Kunden (Heizungsanlagenbetreiber) sachdienlich zu informieren und die Vorteile und Zukunftsfähigkeit moderner Öl-/Gas- Brennwerttechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien (Hybridheizungen) wieder in den Vordergrund zu rücken.

 

Klimapaket - Wenn der Kunde fragt...

PDF-Datei zum Download: Klimapaket - Wenn der Kunde fragt...

 

Fragen und Antworten:

Wie verbindlich sind die Eckpunkte der Bundesregierung?

Die am 9. Oktober 2019 vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkte des Klimaschutzprogramms sind noch keine gesetzlichen Regelungen. Viele der Maßnahmenvorschläge müssen noch in ein konkretes Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden. Hierzu ist die Zustimmung des Bundestags und zum Teil des Bundesrats notwendig. Es ist denkbar, dass im Laufe der Gesetzgebungsverfahren noch Änderungen an einzelnen Inhalten vorgenommen werden.

Dürfen Ölheizungen weiterhin betrieben werden?

Die am 9. Oktober 2019 vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkte des Klimaschutzprogramms sind noch keine gesetzlichen Regelungen. Viele der Maßnahmenvorschläge müssen noch in ein konkretes Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden. Hierzu ist die Zustimmung des Bundestags und zum Teil des Bundesrats notwendig. Es ist denkbar, dass im Laufe der Gesetzgebungsverfahren noch Änderungen an einzelnen Inhalten vorgenommen werden.

Dürfen Ölheizungen weiterhin modernisiert werden?

Ja, bis Ende 2025 können Hauseigentümer wie bisher bei der Heizungsmodernisierung ein Öl-Brennwertgerät einbauen. Eine solche Modernisierung lohnt sich auch weiterhin, da ein effizientes Öl-Brennwertgerät den Heizölbedarf deutlich reduzieren kann.
Ab 2026 will die Regierung den Einbau neuer Ölheizungen nur noch dann zulassen, wenn auch erneuerbare Energien wie z.B. Solarthermie oder PV anteilig zur Wärmeversorgung genutzt werden. Die Neuinstallation von Gasheizungen soll dagegen ohne weitere Auflagen erlaubt sein. Durch diese geplanten Anforderungen würden Hauseigentümer mit Ölheizung in vielen ländlichen
Regionen bei der Heizungsmodernisierung künftig mehr bezahlen müssen als Hausbesitzer mit Gasanschluss. Falls das Gebäude nicht auf andere Weise wirtschaftlich beheizt werden kann, z.B. weil kein Gasversorgungsnetz der allgemeinen Gasversorgung oder kein Verteilungsnetz eines Fernwärmeversorgungsunternehmens am Grundstück anliegt, darf die Ölheizung ebenfalls betrieben werden.

Gibt es noch Fördermittel für eine neue Öl-Brennwertheizung?

Der Einbau eines Öl-Brennwertgeräts soll noch bis zum Ende des Jahres 2019 staatlich gefördert werden. Über die KfW-Bank sind Investitionskostenzuschüsse von bis zu 15 Prozent möglich. Ab 2020 fällt diese staatliche Unterstützung für den Einbau reiner Brennwertheizungen  voraussichtlich weg. Nichtstaatliche Förderaktionen, zum Beispiel von Heizgeräteherstellern, sind davon nicht betroffen.

Was bringt die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)?

Mit der neu konzipierten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden die bestehenden investiven Förderprogramme im Gebäudebereich zu einem einzigen, umfassenden und modernisierten Förderangebot gebündelt und inhaltlich optimiert. Damit werden die Adressatenfreundlichkeit und Attraktivität der Förderung deutlich gesteigert, diese noch stärker auf ambitioniertere Maßnahmen gelenkt und die Antragsverfahren deutlich vereinfacht. Zudem werden die Fördersätze erhöht. Dabei gilt: je höher der erreichte energetische Standard, desto höher die Förderung. Damit sind künftig Förderungen bis zu einer Höhe von 40 Prozent möglich.

Wird es eine steuerliche Förderung geben?

Ja, die Bundesregierung hat ein Gesetz zur steuerlichen Förderung von Investitionen in die energetische Verbesserung von Gebäuden, auch Heizungsanlagen auf den Weg gebracht. Die steuerliche Förderung soll ab 2020 in Ergänzung zur existierenden Förderkulisse als weitere Säule der Förderung eingeführt werden. Der Austausch von alten Heizungsanlagen soll mit 20 % über 3 Jahre verteilt steuermindernd gefördert werden. Im ersten und zweiten Jahr mit 7 %, im dritten mit 6 %. Maximal sollen über die erwähnten drei Jahre insgesamt bis zu 40.000 Euro von der Steuerschuld abgezogen werden können.

Gibt es eine Abwrackprämie für alte Heizungen?

Neben 5,1 Mio. veralteten Öl-Kesseln verfügen auch 8,7 Mio. Gas-Heizkessel nicht über Brennwerttechnik und sind somit veraltet sind. Eine Abwrackprämie allein für alte Ölheizungen greift insofern zu kurz. Um die Austauschrate von Ölheizungen zu erhöhen, soll nach derzeitigem Stand eine Austauschprämie mit einem Förderanteil von bis zu 40 Prozent für ein neues, effizienteres Heizsystem eingeführt. Ziel des neuen Förderkonzepts ist es, für alle derzeit mit Heizöl und andere ausschließlich auf fossiler Basis betriebenen Heizungen einen attraktiven Anreiz zur Umstellung auf erneuerbare Wärme zu geben. Wo dies nicht möglich ist, sollen Anreize für den Wechsel auf effiziente hybride Gasheizungen, die anteilig erneuerbare Energien einbinden, geschaffen werden.
Es lohnt sich damit, in den kommenden Jahren bspw. von alten Öl- und Gasheizungen auf klimafreundlichere Anlagen oder direkt auf erneuerbare Wärme umzusteigen.

Was kann man Ölheizern jetzt raten?

Planen Kunden derzeit eine Heizungsmodernisierung mit Öl-Brennwerttechnik, können sie diese weiterhin umsetzen. Wichtig: Die derzeitigen Fördergelder (KfW, BAFA) müssen beantragt werden, bevor die Heizungsmodernisierung startet.

Worauf sollten Kunden zukünftig achten?

Die Einbindung erneuerbarer Energien hilft grundsätzlich, die CO2-Emissionen eines Hauses  noch weiter zu verringern und ist daher eine sinnvolle Maßnahme. Ihre Kunden können diese Einbindung aber auch unabhängig von der Heizungsmodernisierung, in einem zweiten Schritt, vornehmen. Ab 2026 ist die Einbindung erneuerbarer Energien allerdings Pflicht, wenn eine neue Ölheizung eingebaut wird.

Wie wirkt sich der geplante CO2-Preis auf den Heizölpreis aus?

Ab 2021 soll es einen CO2-Preis für fossile Energieträger geben. Dieser soll für fossiles Heizöl 2021 ungefähr 3 ct/l betragen und bis 2025 auf ca. 10 ct/l steigen.

Wird der Strompreis sinken?

Ja, die EEG-Umlage, also die bisherige Strompreiszulage, die Endverbraucher zum Ausbau der erneuerbaren Energien zahlen, soll sinken ab:
- 2021 um 0,25 Cent pro kWh.
- 2022 um 0,50 Cent pro kWh.
- 2023 um 0,625 Cent pro kWh.
Eine Durchschnittsfamilie spart dadurch 2021 rund einen Euro im Monat.

Bei weiteren Fragen berät Sie vor Ort Ihr SHK-Fachbetrieb.

 

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Öl und Gas Thu, 07 Nov 2019 09:38:14 +0100
Heizen mit Holzpellets https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/kamin-und-kachelofen/details/artikel/3115-heizen-mit-holzpellets/ Kleine Pellets, großer Sparfaktor Weil fossile Brennstoffe im Preis stark schwanken und tendenziell steigen, werden Holzpellets als nachwachsende Alternative immer gefragter. Die kleinen Sägemehlpresslinge punkten gleich mehrfach: Sie bewegen sich seit Jahren auf einem stabilen Preisniveau, verbrennen annähernd CO2-neutral, werden staatlich gefördert und erlauben in einer fachgerecht installierten Anlage sehr sparsames Heizen. Pelletheizungen gibt es in verschiedenen Ausführungen – von der großen Zentralheizung für Verwaltungsgebäude bis hin zum einzelnen Kaminofen auf Pelletbasis. Welche Anlage am besten zum eigenen Gebäude passt, wissen speziell geschulte Pelletfachbetriebe aus dem SHK-Handwerk am besten. Durch regelmäßige Weiterbildungen rund um das klimafreundliche Heizen mit Holz sind sie immer auf dem neuesten Stand der Technik und wissen über die aktuellen Förderprogramme Bescheid. Damit können Hausbesitzer sicher sein, dass ihr Pelletfachbetrieb sein Handwerk versteht und die Holzpelletheizung am Ende maximalen Wohnkomfort bei minimalem Heizenergieverbrauch bietet. Dank der Postleitzahlensuche unter www.pelletfachbetrieb.de ist der richtige Ansprechpartner vor Ort schnell gefunden.

Pelletlager müssen gut geplant werden

Niedrige Betriebskosten, günstige Wärmeerzeugung, umweltschonender Betrieb – eine Holzpelletheizung hat viele Vorteile. Allerdings sollten Kessel und Pelletlager optimal auf den Heizwärmebedarf des Gebäudes abgestimmt sein. Deswegen empfiehlt es sich, von Anfang an einen Fachbetrieb aus dem SHK-Handwerk in die Planungen einzubeziehen. Viele Eigenheimbesitzer unterschätzen den Platzbedarf. Als Faustregel gilt: „Ein Pelletlager sollte mindestens Platz für den Jahresvorrat bieten“, weiß Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Wer etwa von Öl auf Pellets umrüstet, kann den Raum, in dem der Öltank war, für das neue Pelletlager nutzen. Für Planung und Bau empfehlen sich spezialisierte Pelletfachbetriebe. Ihr Wissen garantiert, dass der Betrieb der Pelletheizung störungsfrei und emissionsarm erfolgt. Weitere Infos: www.pelletfachbetrieb.de

Förderung für Pelletheizung nutzen

Ob Neubau oder Umrüstung – wer darüber nachdenkt, eine umweltschonende und sparsame Holzpelletheizung einzubauen, sollte sich vorab gut beraten lassen. „Viele Hausbesitzer wissen nicht, dass sie für eine klimafreundliche Holzfeuerung viel Fördergeld erhalten können“, sagt Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Mit einem gut aufgestellten Konzept durch den Pelletfachbetrieb vor Ort sparen Hausbesitzer viel Geld und reduzieren damit die Mehrkosten gegenüber traditionellen Heizsystemen deutlich. Die Experten aus dem SHK-Handwerk berücksichtigen neben der Basisförderung viele weitere Zuschussmöglichkeiten. Wer etwa die Pelletheizung mit einer Solarthermieanlage koppelt, spart gleich doppelt. Hausbesitzer nutzen dann nicht nur die günstigste Wärmequelle flexibel, sondern summieren Fördergelder für einzelne Techniken und profitieren von Kombinationsprämien. Ansprechpartner finden sich online unter www.pelletfachbetrieb.de

Holzpellets reduzieren Treibhausgase

Bis zum Jahr 2050 muss Deutschland seine CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um mindestens 80 Prozent senken. Umweltexperten sind sich einig: Holzpelletheizungen helfen dabei, denn sie verbrennen annähernd CO2-neutral. „Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann die Emissionen um bis zu 9,3 Tonnen Kohlendioxid jährlich reduzieren, wenn statt Öl mit Pellets geheizt wird“, betont Anna Katharina Sievers vom Deutschen Pelletinstitut. Holzpellets werden aus naturbelassenen Holzspänen hergestellt, die im holzverarbeitenden Gewerbe anfallen. Die Qualität der Pellets wird heute unter anderem durch das ENplus-Zertifikat sichergestellt, das die gesamte Bereitstellungskette überwacht. Aus ökologischer Sicht ist die Pelletheizung im Eigenheim auf jeden Fall ein Gewinn – und auch finanziell rechnet sich die Investition. Denn Bund, Länder und viele Kommunen fördern die klimafreundliche Feuerung mit attraktiven Zuschüssen. Planung und Einbau der Anlage übernimmt am besten der speziell qualifizierte Pelletfachbetrieb vor Ort. Die Fachhandwerker sind auf dem neuesten Stand der Technik geschult und kennen sich mit aktuellen Förderprogrammen aus. Ansprechpartner sind unter www.pelletfachbetrieb.de über eine Postleitzahlensuche zu finden.

Bei weiteren Fragen stehen auch gern die Fachleute in den SHK-Betrieben in Ihrer Nähe zur Verfügung.

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Kamin- und Kachelofen Thu, 10 Oct 2019 10:56:17 +0200
Anschlusszwang bei Wärmenetzen https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/oel-und-gas/details/artikel/3114-anschlusszwang-bei-waermenetzen/ Wärmenetz oder individuelles Heizsystem? Wärmenetze hinterfragen

Nah- und Fernwärmenetze gelten als wirksames Mittel zur Senkung der CO2-Emissionen. Denn wenn etwa Abwärme aus der Müllverbrennung die Eigenheime im Nahbereich heizt, ist das ökologisch vernünftig. Allerdings sollte es dafür keine Anschlusszwänge geben, die Hausbesitzern vorschreiben, welches Heizsystem sie zu nutzen haben. Frank Ebisch, Pressesprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Nur wenn Wärmenetze sich dem Wettbewerb im Markt stellen, setzen sie sich langfristig durch. Eine Monopolstellung kann für Hausbesitzer und Mieter zu deutlichen Nachteilen führen.“ Wer sich über die bundesweiten Anschlusszwänge und Verbrennungsverbote informieren möchte, findet viele wichtige Informationen online unter www.freie-waerme.de

Wärmenetz oder individuelles Heizsystem?

Vor der Entscheidung beraten lassen

Auch wenn sie noch so gut gedämmt sind – Wohnhäuser in Deutschland brauchen ein Heizsystem. In vielen Regionen existieren mittlerweile gut ausgebaute Nah- und Fernwärmenetze. Für Baufamilien klingt es verlockend, sich anschließen zu lassen und einfach nur den Heizkörper aufzudrehen, wenn es draußen kalt wird. Bei genauerem Hinsehen gibt es aber durchaus auch Nachteile.

Verzicht auf Flexibilität : Der Heizungsmarkt bietet eine Vielzahl effizienter Wärmeerzeuger, die mit Öl, Gas, Strom, Holz oder Sonnenkraft arbeiten und sich gut kombinieren lassen. So können Hausbesitzer jederzeit auf Veränderungen im Energiemarkt reagieren – und sind nicht von einem Anbieter abhängig.

Verzicht auf Wertsteigerung: Die Haustechnik ist das Herzstück moderner Eigenheime. Wer in einen Kachelofen oder in Solarthermie investiert, heizt nicht nur besonders ökologisch, sondern steigert auch den Wert der Immobilie. Diese Möglichkeit entfällt meist beim Anschluss an ein Wärmenetz.

Risiko zu hoher Preise: Weil sich Wärmenetze rechnen müssen, sind die Kosten je Kilowattstunde Heizleistung oft vergleichsweise hoch. Zudem wird die Höhe der Zahlungen meist für lange Zeit vertraglich festgelegt. Das führt zu kuriosen Effekten: Wer sein Haus dämmt, um Energie zu sparen, wird finanziell nicht entlastet.

Bauexperten empfehlen deshalb, sich vor der Entscheidung für Nah- und Fernwärme durch Spezialisten aus dem SHK-Fachhandwerk beraten zu lassen.

Wärmenetze mit Anschlusszwang

Wer ein Eigenheim plant oder ein älteres Haus kauft, denkt auch über das optimale Heizsystem nach. Wie entwickeln sich die Energiepreise? Welche Technologien sind zukunftsfähig? Die meisten Bauwilligen sind überrascht, wenn sie erfahren, dass sie über ihr Heizsystem nicht frei entscheiden können. Der Grund: Bundesweit gibt es mittlerweile mehr als 1.200 Fälle mit Verbrennungsverboten bzw. Anschlusszwängen für Nah- und Fernwärmenetze in Kommunen. Hier kann dann weder die Heiztechnik noch der Energieträger frei gewählt werden. Stattdessen gibt es meist langfristige Verträge mit einem Energieversorger. Das Problem: Wenn die Energielieferungen des Versorgers zu teuer werden, können Wärmekunden meist nicht wechseln. Was bei Gas und Strom schon jahrelang möglich ist, scheint bei Wärmenetzen noch eine weit entfernte Utopie zu sein. Die Leidtragenden sind  Eigenheimbesitzer, die vielerorts für Energie mehr bezahlen, als dies bei freier Wärmewahl der Fall wäre. Bauherren oder künftige Eigenheimbesitzer. die frei über ihr Heizsystem entscheiden möchten, sollten sich über Einschränkungen zur Wärmenutzung im Baugebiet erkundigen. Denn die Enttäuschung kommt oft erst später. Beispielsweise, wenn kein Kaminofen eingebaut werden darf. Oder wenn das Eigenheim energetisch saniert wurde und trotz deutlich sinkender Heizlast die monatlichen Fernwärmekosten gleich bleiben. Wer derartige Überraschungen vermeiden möchte, sollte sich schon in der Planungsphase für das Eigenheim beraten lassen. Basisinfos gibt es unter www.freie-waerme.de Über die Situation vor Ort weiß am besten der lokale SHK-Fachmann Bescheid.

Mehr Platz, weniger Flexibilität

Wer sich an ein Nah- oder Fernwärmenetz anschließen lässt, spart in der Regel den Heizungsraum im Eigenheim. Das klingt gut, kann sich aber auch nachteilig auswirken. Denn die Fernwärmekosten sind in den letzten Jahren gestiegen. Das lässt sich sogar nachvollziehen: Ein Wärmenetz aufzubauen, ist sehr kostenaufwendig. Ein Großteil der Finanzierung erfolgt über die angeschlossenen Haushalte – die wegen des steigenden Umweltbewusstseins immer weniger Heizenergie benötigen. Die Folge: Die Kosten je Kilowattstunde Heizenergie müssen dauerhaft hoch sein, damit sich die Investition in das Wärmenetz für die Betreiber rechnet. Bauherren sollten sich deswegen schon gleich zu Beginn der Planungen mit dem SHK-Fachmann vor Ort zusammensetzen, um die Möglichkeiten zu besprechen.

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Öl und Gas Thu, 10 Oct 2019 10:48:42 +0200
Solarenergie mit Öl-Brennwertheizung https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/oel-und-gas/details/artikel/3112-solarenergie-mit-oel-brennwertheizung/ Sonnenenergie lässt sich sehr gut mit modernen Ölheizungen kombinieren, um den Energieverbrauch zu... Heizsysteme, die verschiedene Wärmequellen nutzen und erneuerbare Energien einkoppeln, sind ein zukunftsweisendes Konzept. Gerade für Ein- und Zweifamilienhäuser bieten sich solche Hybridsysteme an. Möglich sind verschiedene Kombinationen, die zumeist schrittweise installiert werden können.

Durch Heizungsmodernisierungen und die Einbindung erneuerbarer Energien lässt sich der Verbrauch fossiler Ressourcen deutlich verringern. Das ist gut für das Klima und verringert die laufenden Energiekosten. Bereits weit verbreitet ist die Verbindung von Ölheizungen mit Solarthermie-Anlagen, die für warmes Wasser sorgen und – bei entsprechender Größe – auch die Heizung unterstützen. Solche Kombinationen gibt es deutschlandweit mehr als 900.000-mal. Zunehmend im Kommen sind Kombinationen mit einer PV-Anlage, die auf dem eigenen Dach Sonnenstrom herstellt. Für gewöhnlich wird dieser Strom im Haushalt genutzt. Der Solarstrom, der daheim nicht benötigt wird, wird jedoch ins Stromnetz eingespeist. Hybridsysteme können dagegen diesen Strom intelligent in die Wärmeversorgung einbinden.

CO2-Einsparungen von rund 50 Prozent

Um ein PV-Hybridsystem zu installieren, stehen Hauseigentümern verschiedene Optionen offen. Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) hat solche Varianten überprüft und Messdaten ausgewertet. Dazu wurden bundesweit zehn Gebäude mit der entsprechenden Technik ausgestattet. Welche Kombination für ein Gebäude in Frage kommt, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern hängt von den Voraussetzungen vor Ort ab. Ist der bisherige Warmwasserspeicher bereits in die Jahre gekommen oder muss ohnehin in eine neue Trinkwassererwärmung investiert werden, bietet sich die Installation eines hybriden Wärmespeichers an. Dieser kann zum Beispiel sowohl von einem Öl-Brennwertkessel als auch von einer ab Werk auf den Wärmespeicher montierten Warmwasser-Wärmepumpe beheizt werden. Ganzheitlich betrachtet kann ein solches Öl-PV-Hybridsystem die CO2-Emissionen und die laufenden Kosten für die Strom- und Wärmeversorgung um bis zu 50 Prozent gegenüber einer Lösung mit altem Heizkessel und konventioneller Stromversorgung reduzieren.

Ist eine PV-Anlage vorhanden, kann sie ins System integriert werden

Wer bereits eine PV-Anlage auf dem Dach hat, kann sie einfach in sein Heizsystem integrieren: zum Beispiel mit einem intelligent ansteuerbarem elektrischen Heizelement im Wärmespeicher. Im Rahmen des IWO-Modellvorhabens konnte der Eigenverbrauchsanteil an Solarstrom so von durchschnittlich 27 auf 48 Prozent gesteigert werden. Im Gegensatz zur vorgenannten Lösung mit einer solarstromüberschuss-betriebenen Warmwasser-Wärmepumpe ist diese zweite Variante mit Heizstab finanziell besonders dann interessant, wenn die Einspeisevergütung der eigenen PV-Anlage nach 20 Jahren endet.

Durch den hybriden Aufbau haben beide Lösungen einen wichtigen Vorteil gegenüber reinstrombasierten Heizsystemen wie zum Beispiel einer monovalenten Strom-Wärmepumpe: Der selbsterzeugte Solarstrom wird zunächst ökonomisch vorteilhaft vorrangig zur Verringerung des Strombezugs eingesetzt. Die ansonsten ins Netz eingespeisten Solarstrommengen werden für die Wärmeversorgung herangezogen. Dort ersetzen sie fossile Brennstoffe. Gleichzeitig können die Brennwertgeräte in den kalten und dunklen Wintermonaten die Wärmeversorgung jederzeit sicherstellen, ohne dass dafür Strom aus dem Netz verbraucht werden muss.

Weitere Informationen unter www.zukunftsheizen.de/hybrid

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Öl und Gas Wed, 25 Sep 2019 17:30:26 +0200
Kostenvergleich Heizungsmodernisierung https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/oel-und-gas/details/artikel/3111-kostenvergleich-heizungsmodernisierung/ Die Heizung bietet viele Möglichkeiten zum Energiesparen. Wer sich für die Modernisierung seines Eigenheims entscheidet, möchte hinterher natürlich etwas davon haben –  zum Beispiel Einsparungen bei den laufenden Energiekosten oder ein gutes Gewissen in Sachen Klimaschutz. Eine Möglichkeit, die eigene Strom- und Wärmeversorgung schnell und vergleichsweise kosteneffizient zu verbessern, ist der Einbau eines Hybridheizsystems aus einer modernen Öl-Brennwert- und einer Photovoltaikanlage (PV). Wer vor langer Zeit auf Heizöl gesetzt hat, kann diesem Energieträger auch weiterhin vertrauen, denn: Im Vergleich mit gängigen anderen Systemen schneidet ein Öl-PV-Hybridsystem sowohl bei den laufenden Kosten als auch in Sachen Klimaschutz sehr gut ab. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsrechnung des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO).

Moderne Ölheizungen sind besser als ihr Ruf: Im Verbund mit Photovoltaik reduzieren Öl-PV-Hybridsysteme die CO2-Emissionen und die laufenden Kosten für die Strom- und Wärmeversorgung um bis zu 50 Prozent gegenüber einer Lösung mit alten Heizkessel und konventioneller Stromversorgung. Die Aussicht auf zukünftige, treibhausgasreduzierte Energieträger machen Öl-Brennwertgeräte zu einer zukunftssicheren Investition. An der Herstellung dieser neuen Future Fuels wird intensiv geforscht, Ziel ist der problemlose Einsatz in der heute aktuellen Ölheizungstechnik.

Eine lohnende Investition

Beim beispielhaft gewählten 150 Quadratmeter großen Einfamilienhaus mit einer vor 1986 installierten Ölheizung und einer konventionellen Stromversorgung liegt der jährliche Heizölbedarf bei rund 3.500 Litern und der externe Strombezug bei rund 4.300 kWh. Wird nun die alte Wärmeversorgung durch eine neue Öl-Brennwertheizung ersetzt, sind einmalige Investitionen von rund 11.400 Euro nötig. Der Heizölbedarf reduziert aber deutlich auf rund 2.450 Liter im Jahr. Und auch der externe Strombedarf sinkt durch effizientere Heizungsumwälzpumpen leicht auf 4.100 Kilowattstunden (kWh). Die laufenden Kosten liegen dann nur noch bei rund 3.000 Euro. Im Vergleich zur alten Ölheizung werden rund 700 Euro pro Jahr eingespart.

Wird die veraltete Ölheizung von einer Gas-Brennwertheizung ersetzt, liegen die einmaligen Investitionen schon bei 13.000 Euro. Und mit 24.800 Euro muss derjenige rechnen, der sich eine Strom-Wärmepumpe einbaut. Mit der steigen dann auch die laufenden Kosten, da sich der externe Strombedarf bei dieser Lösung auf 13.350 kWh erhöht: rund 3.400 Euro pro Jahr sind dann fällig.

Öl-Brennwertheizung und Erneuerbare – eine gute Kombination

Die geringsten Energiekosten entstehen, wenn die moderne Öl-Brennwertheizung mit erneuerbarer Energie kombiniert wird: Nur 1.900 Euro fallen jährlich für die Strom- und Wärmeversorgung an, wenn im Beispielhaus ein Öl-PV-Hybridsystem zum Einsatz kommt. Im Vergleich zur alten Ölheizung werden rund 1.800 Euro pro Jahr eingespart. Das Öl-PV-Hybridsystem unterschiedet sich in zwei Punkten von der normalen Öl-Brennwertheizung: Statt des normalen Warmwasserspeichers wird hier ein spezieller Warmwasserspeicher installiert, in den eine kleine Wärmepumpe integriert ist. Und auf dem Dach des Gebäudes wird eine Photovoltaikanlage installiert, die Haus und Heizung mit selbsterzeugtem Solarstrom versorgen kann und Überschüsse gegen Vergütung ins Stromnetz einspeist. Dank dieser intelligenten Kombination sinkt der durchschnittliche Heizölbedarf auf rund 2.150 Liter im Jahr und der externe Strombedarf auf rund 2.400 kWh. Die einmalige Investition für ein solches System liegt bei rund 14.100 Euro für die Heiztechnik und rund 9.750 Euro für die Photovoltaikanlage.

Mehr Informationen unter www.zukunftsheizen.de/kostenvergleich.

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Öl und Gas Wed, 25 Sep 2019 17:22:25 +0200
Brennwertgeräte nutzen auch Abgaswärme https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/oel-und-gas/details/artikel/3110-brennwertgeraete-nutzen-auch-abgaswaerme/ Maximale Energieausbeute mit Brennwerttechnik Es geht fast nichts verloren – moderne Brennwertheizungen nutzen die eingesetzte Energie nahezu vollständig aus. Während ältere Heizungen heiße Abgase zum Schornstein hinaus pusten, wird bei der Brennwerttechnik diese Energie ebenfalls genutzt, um damit Räume und Trinkwasser zu erwärmen. Wie das funktioniert und warum es sich lohnt, auf diese moderne Technik zu setzen, erläutert das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO).

Die Wärme entsteht bei der fast rückstandsfreien Verbrennung des Heizöls durch den Ölbrenner. Diese Wärme überträgt sich auf das Heizungswasser, das in einem geschlossenen Kreislauf zu den Heizkörpern im ganzen Haus gepumpt wird. Neben der Wärme entsteht bei der Verbrennung von Heizöl allerdings auch Wasserdampf. Bei konventioneller Heiztechnik verschwindet dieser ungenutzt durch den Schornstein. Die Brennwerttechnik nutzt hingegen die darin enthaltene Energie, denn die heißen Abgase werden so weit abgekühlt, dass der Wasserdampf kondensiert. Die bei der Kondensation freigesetzte Wärme wird dann zusätzlich zum Heizen verwendet. Brennwerttechnik nutzt also nahezu den gesamten Energiegehalt des Heizöls – nämlich bis zu 98 Prozent. Und das ist bei Öl- und Gas-Brennwertheizungen möglich, weil beide nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Angaben von über 99,9 Prozent gehen auf veraltete Bezugsgrößen zurück und sind daher heute nicht mehr relevant.

Investition in die Zukunft

Ein Öl-Brennwertgerät ist eine gute Investition in die Zukunft: Mit dem Einbau werden gegenüber älteren Ölheizungen bis zu 30 Prozent Heizöl eingespart und dadurch gleichzeitig der CO2-Ausstoß verringert. Ein weiterer Pluspunkt ist die Kombination mit regenerativen Energien, wie zum Beispiel Solaranlagen. Die Mineralölbranche forscht zudem daran, dass auch das Heizöl selbst zunehmend erneuerbar wird. Neue Brennstoffe, wie zum Beispiel E-Fuels, wären in den heutigen Brennwertgeräten einsetzbar. So erhalten Ölheizungen langfristig eine klimaneutrale Perspektive.

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Öl und Gas Wed, 25 Sep 2019 17:17:24 +0200
Förderprogramme für Hauseigentümer https://www.wasserwaermeluft.de/wissenswert/foerdermittel/details/artikel/3109-foerderprogramme-fuer-hauseigentuemer/ Übersichten zu BMWi-Förderprogrammen Hier finden Sie eine Übersicht zu den aktuellen BMWi-Förderprogrammen für Unternehmen zu den Bereichen Beratung, Gebäude, Prozesse & Anlagen sowie Digitalisierung.

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Fördermittel Fri, 30 Aug 2019 12:44:32 +0200
"Das Badezimmer wird sicher, praktisch und bequem!" https://www.wasserwaermeluft.de/sanitaer/barrierefreies-bad/details/artikel/3108-das-badezimmer-wird-sicher-praktisch-und-bequem/ Ratgeber für Verbraucher Plötzlich auf Hilfe angewiesen – was verändert sich?

Dringlich werden Veränderungen, wenn man plötzlich für eine gewisse Zeit oder dauerhaft auf Hilfe angewiesen ist. Mehr Bewegungsraum, Platz für Hilfsmittel und für pflegende Personen werden benötigt. Vermeidung von Stolperstellen und bequem erreichbare Ablagen auch im Sitzen sind gefragt.

Muss schnell gehandelt werden, so sind Anlaufstellen besonders hilfreich, die Ihnen persönlich oder online beratend zur Seite stehen und Wege der finanziellen Förderung aufzeigen. Schon die richtigen kleinen Veränderungen können große Wirkung haben, die sich in jedem Badezimmer, ob groß oder klein, umsetzen lassen.

Vor Ort berät Sie der Fachbetrieb des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Stolperfreiheit, angenehme Wärme, gute Beleuchtung und hilfreiche Farbkontraste – viel lässt sich ohne große Maßnahmen erreichen:

  • Vermeidung von Stolperstellen (wie Teppiche, Türschwellen, Badematten) auf dem Weg zum Bad und im Badezimmer
  • zusätzliche Wärme durch Infrarot-Heizer oder Heizlüfter
  • Handbrause am Waschbecken
  • Angepasste Toilettenhöhe oder Toilettensitzerhöhung, erreichbare Spülungstaste
  • Armaturen mit Temperaturbegrenzer oder Durchlauferhitzer mit Temperatureinstellung
  • helle Beleuchtung ohne Schatten und Blendung
  • Farbe und Kontraste helfen bei der Orientierung (zum Beispiel farbige/farbig markierte Schalter, Toilettendeckel, Sitzhocker)

Rutschfest – auch wenn es nass ist!

Rutschfeste Fliesen und Beläge geben Sicherheit auch bei nassen Füßen.

Sie wollen die Fliesen erneuern: Fragen Sie nach der Rutschhemmungsklasse (mindestens R10B oder höher).

Statt einer Erneuerung der Fliesen kann nachträglich und ohne großen Aufwand eine Antirutsch-Beschichtung auf Fliesen, Dusch- oder Badewannenboden aufgetragen werden. Diese Maßnahme können Sie entweder selbst umsetzen, oder Sie beauftragen eine Fachperson.

Eine weitere Möglichkeit bieten aufklebbare Antirutsch-Streifen.

Haltegriffe schaffen Sicherheit

Handtuchhalter oder Duschstangen können bei stabilen Wänden gleich so geplant werden, dass sie auch als Haltegriffe genutzt werden können.

Haltegriffe in der Dusche, an der Badewanne, neben dem Waschbecken und der Toilette können fest montiert werden.

Alternativ bieten sich Haltegriffe mit Saugnäpfen an. Halte- und Stützgriffe sowie Handläufe sollten rutschfest sein und in der passenden Höhe und im richtigen Winkel angebracht sein.

Kleine Bäder – so schaffen Sie Platz

In Deutschland gibt es viele kleine Badezimmer. Auch auf kleinstem Raum lässt sich mit guter Planung mehr Bewegungsraum erreichen. Bodengleiche Duschen ohne Schwellen und mit wegklappbaren Duschwänden oder mit Vorhängen schaffen besonders in schmalen Bädern Platz. Bei Nichtnutzung nehmen die Duschen einen minimalen Raum ein und bieten so Freiraum.

Eine kleinere Waschmaschine und Schränke mit ausziehbaren Schubladen oder Türen (sogenannte Apothekerschränke) sind weitere Möglichkeiten. Gut erreichbare Ablagen sollten kippsicher sein, damit sie bei verstärkter Nutzung stabil stehen bleiben. Ein Stockhalter kann für kleines Geld dafür sorgen, dass der Stock oder eine Gehhilfe nicht im Weg liegt.

Was Sie als Mieter bei Umbau und Auszug beachten sollten

Ein sicheres und bequemes Badezimmer ist ein Gewinn für Mieter und Vermieter. Vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten, wie z.B. den Einbau einer bodengleichen Dusche, muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden. Nach § 554a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kann der Mieter unter bestimmten Voraussetzungen die Zustimmung verlangen, wenn eine bauliche Veränderung der Wohnung zur behindertengerechten Nutzung beiträgt. Es sollte unbedingt eine schriftliche Vereinbarung geschlossen werden, in der festgelegt ist, welche Veränderungen vorgenommen, ob Kosten aufgeteilt und beim Auszug rückerstattet werden.

Wichtig ist auch, dass der Vermieter schriftlich darauf verzichtet, beim Auszug des Mieters von diesem den ursprünglichen Zustand des Bades wiederherstellen zu lassen.

Nehmen Mieter ohne Zustimmung Eingriffe in die Bausubstanz vor, drohen Abmahnungen und sogar die Kündigung sowie die Kosten für den Rückbau.

Finanzielle Förderung: Wo, was, wie

20 Prozent der Arbeitskosten der Handwerker bis zu einem Höchstwert von 6.000 Euro können Privatkunden jedes Jahr für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten steuerlich geltend machen.

Für Barriere-Reduzierung orientiert an der DIN 18040-2 bietet die KfW-Förderung unabhängig vom Alter einen Kredit und Zuschüsse. Genauere Informationen erhalten Sie unter: www.kfw.de

Hilfsmittel (z. B. Haltegriffe im Bad oder auch Dusch-WC) werden – bis auf eine kleine Zuzahlung – von den gesetz-lichen Krankenkassen bezahlt, wenn damit beispielsweise einer drohenden Behinderung vorgebeugt oder eine Behin-derung ausgeglichen werden kann.

Hilfsmittelverzeichnis:
http://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de

Menschen mit einem Pflegegrad können Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen in Höhe von bis zu 4.000 Euro von der Pflegeversicherung beantragen. Leben mehrere Pflegebedürftige in einem Haushalt, so kann die Pflegekasse maximal bis zu 16.000 Euro für notwendige Wohnraumanpassung zahlen.

Weitere Informationen bieten Ihnen:

Beratung vor Ort

Wohnberatungsstellen, spezialisierte Handwerker für Sanitär-Heizung-Klima, Pflegestützpunkte können Ihnen hilfreiche Tipps geben, aber auch Angehörige oder Freunde, die in ähnlichen Situationen Erfahrungen gesammelt haben.

Hier finden Sie nähere Informationen, wer Sie vor Ort beraten kann:

Gut zu wissen:
Broschüren und Internetseiten

Ein barrierefreies Badezimmer ist für alle komfortabel, nicht nur für Menschen mit Einschränkungen. Viele Anregungen für die schöne, bequeme und sichere Gestaltung Ihres Badezimmers bieten Ihnen:

Zum Download: die Broschüre "Das Badezimmer wird sicher, praktisch und bequem!"

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Barrierefrei Modernisierung Thu, 25 Jul 2019 12:44:08 +0200
Regenwasser sinnvoll nutzen https://www.wasserwaermeluft.de/sanitaer/bad-renovieren/details/artikel/3107-regenwasser-sinnvoll-nutzen/ Bewässern mit Köpfchen Sattgrüner Rasen und blühende Pflanzen werten jeden Garten deutlich auf, erfordern aber auch eine regelmäßige Bewässerung. Wer dafür kalkarmes, weiches Regenwasser nimmt, erfreut die Pflanzen und spart bares Geld ein. Am einfachsten lässt sich das Wasser in einer Regentonne auffangen. Das ist mit geringen Kosten verbunden, allerdings ist der Nutzen sehr begrenzt.

Effektiver ist eine Regenwassernutzungsanlage, die jederzeit nachgerüstet werden kann. Mit dem gesammelten Wasser lässt sich nicht nur der Garten wässern, auch WC und Waschmaschine können mit Regenwasser betrieben werden (bei Waschmaschinen ist eine Kennzeichnung erforderlich). Bis zu 60 Kubikmeter Trinkwasser kann ein Vier-Personen-Haushalt so ersetzen. Auf den Kosten bleibt der Eigenheimbesitzer nicht allein sitzen, denn viele Kommunen fördern die intelligente Nutzung und Rückhaltung von Regenwasser finanziell. Mehr lesen: Fördermittel

Durch die Verrieselung auf dem Grundstück lassen sich zudem Abwassergebühren sparen. Entscheidend für den Praxiswert einer Regenwassernutzungsanlage ist die professionelle Installation und Wartung durch einen SHK-Fachbetrieb. Dies gewährleistet, dass Trink- und Regenwasser strikt getrennt sind, der Speicher ausreichend groß bemessen ist und die Hauseigentümer der nächsten Trockenperiode entspannt entgegensehen können.

Alles Gute kommt von oben

Fünf gute Gründe für Regenwassernutzung

Trinkwasser wird immer teurer. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb es sich lohnt, kostenloses Regenwasser zu sammeln.

  • Pflanzen danken es Hauseigentümern, mit Regenwasser bewässert zu werden. Rhododendron, Geranien, aber auch Zimmerpflanzen vertragen das kostenlose Regenwasser meist besser als das kalkhaltige Pendant aus der Leitung.
  • „Wer Regenwasser im Haushalt nutzt, kann seinen Trinkwasserverbrauch um bis zu 50 Prozent senken“, weiß Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Voraussetzung dafür ist eine fachgerecht installierte Regenwassernutzungsanlage. Das Gespräch mit dem SHK-Fachbetrieb vor Ort lohnt sich also gleich mehrfach:
  • Viele Kommunen fördern die intelligente Nutzung und Rückhaltung von Regenwasser finanziell.
  • Außerdem entlastet die nachhaltige Regenwassernutzung das Kanalnetz und die Kläranlagen, seine Rückhaltung dient auch dem Hochwasserschutz.
  • Praktisch: Regenwasser besitzt eine höhere Reinigungskraft als Leitungswasser, weil es keinen Kalk enthält. Das schont die Waschmaschine und spart zudem Reinigungsmittel.

Fazit: Ob im Garten oder zum Wäschewaschen: Regenwasser zu nutzen, schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Niederschlag mit Spareffekt

Durchschnittlich 127 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche täglich. Aber nur knapp die Hälfte davon muss tatsächlich Trinkwasserqualität haben. Regenwasser zu sammeln und es in Zeiten steigender Wassergebühren und sinkender Grundwasserspiegel im Haus oder für die Gartenbewässerung zu nutzen, hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann bares Geld sparen: Bei einer vierköpfigen Familie sind das bis zu 300 Euro im Jahr.

„Die Grundvoraussetzung, um Regenwasser im Haus zu verwenden, ist eine fachgerecht installierte Regenwassernutzungsanlage“, betont Frank Ebisch, Sprecher des ZVSHK. Das Grundprinzip ist einfach: Regenwasser wird aufgefangen, gefiltert und in einem Tank gesammelt. Durch ein separates Rohrsystem wird das kostenlose Wasser dann zur Waschmaschine (Kennzeichnung erforderlich), zum WC oder zur Außenzapfstelle gepumpt.

Mehr lesen: Wasser sparen

Regenwasser sinnvoll nutzen

Heiße, trockene Sommer mit plötzlichem Starkregen: Die mit dem Klimawandel einhergehenden Wetterveränderungen machen Anlagen zur Regenwassernutzung für Eigenheimbesitzer immer interessanter. Denn Regenwasser bietet viele Vorteile: Es ist kostenlos, kalkarm und mit richtiger Planung vielseitig einsetzbar. Als Brauchwasser für Waschmaschine (Kennzeichnung erforderlich) und WC kann das himmlische Nass fast die Hälfte des teuren Trinkwassers im Haushalt ersetzen. Auch für die Gartenbewässerung ist es ideal – in den trockenen Sommermonaten ist schließlich jede Woche mit 20 Litern Wasserbedarf pro Quadratmeter zu rechnen. Gut, wenn hierfür kein Trinkwasser verwendet wird.

Da fast jedes Haus über eine Dachentwässerung verfügt, ist das Sammeln großer Wassermengen im Prinzip ganz einfach: Der Regen wird nicht in die Kanalisation, sondern in einen Regenwassertank geleitet. Dessen Größe hängt von den individuellen Gewohnheiten der Hausbewohner sowie der Niederschlagsmenge in der Region ab. Es empfiehlt sich daher, möglichst früh in der Planungsphase einen Fachmann aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk hinzuzuziehen. Denn es geht nicht nur darum, Regenwasser zu sammeln, es muss auch gefiltert und dann über ein separates Rohrsystem zu den Verbrauchsstellen transportiert werden.

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Modernisierung Wasser sparen Mon, 22 Jul 2019 10:56:06 +0200
Im Notfall den richtigen Handwerker finden https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/energie-sparen/details/artikel/3106-im-notfall-den-richtigen-handwerker-finden/ Wenn die Haustechnik streikt Rohrbruch, Ausfall der Heizung, Gasgeruch – Störungen der Haustechnik im Eigenheim treten meist außerhalb der üblichen Geschäftszeiten auf. Oft hilft dann nur der Anruf beim Notdienst. Um hier nicht an schwarze Schafe zu geraten und überhöhte Rechnungen für unfachmännische Leistungen zu zahlen, sollten bei der Notdienst-Suche einige Regeln beachtet werden.

Unerlässlich ist der Blick auf die Qualifikation: Handelt es sich um einen Meisterbetrieb? Gibt es aussagekräftige Referenzen?

Idealerweise bietet der Handwerksbetrieb, der die Installation der Haustechnik übernommen hat, einen Notdienst. Alternativ empfiehlt sich die Handwerkersuche auf der Internetseite des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): Die Handwerkersuche des SHK-Handwerks

Die Innungs-Notdienste arbeiten auf Rechnung und informieren bereits am Telefon über den Kostenrahmen. Denn der letztlich zu zahlende Preis setzt sich zusammen aus dem Stundenlohn, den Kosten für die Anfahrt, der Höhe des Wochenend- und Feiertagzuschlags und den Kosten für eventuelle Ersatzteile.

Wer das Risiko überraschender Störungen verringern möchte, sollte seine Haustechnik regelmäßig durch einen Fachbetrieb warten lassen. Meist lohnt sich das doppelt, denn die Kontrolle kann auch dazu beitragen, dass die Energie- und Verbrauchskosten sinken.

Notdienst: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Wenn der Handwerker am späten Abend oder am Feiertag kommt, kann es auch bei relativ kleinen Problemen teurer werden. Denn nach der üblichen Geschäftszeit berechnen Handwerksbetriebe einen Notdienstzuschlag – der ist tariflich geregelt und fällt zwischen 25 und 150 Prozent höher aus als die üblichen Stundensätze. Er darf aber nur auf die Arbeitszeit erhoben werden, nicht auf Materialkosten. Ebenfalls berechnet wird die Anfahrt – weswegen es sich empfiehlt, einen Betrieb aus der Nachbarschaft zu beauftragen. Bei der Kontaktaufnahme ist es ratsam, sich gleich über Stundensätze und Anfahrtskosten zu informieren. Handwerker in der Nähe finden

Um Störungen der Haustechnik entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein Wartungsvertrag mit einem SHK-Fachbetrieb. Die regelmäßige Überprüfung der Haustechnik senkt das Ausfallrisiko deutlich.

Notdienstnummern abspeichern

Echte technische Notfälle im Eigenheim sind glücklicherweise recht selten – aber wenn beispielsweise eine Wasserleitung defekt ist, muss es schnell gehen. Deswegen lohnt es sich, auf den Notfall vorbereitet zu sein: Wo befindet sich der Haupthahn für die Wasserversorgung? Wo ist die Hauptsicherung für die Stromversorgung und der Notaus-Schalter für die Gas- oder Ölheizung? Lesen Sie dazu auch: Tipps ums Haus

Wer als Hausbesitzer kompetente Ansprechpartner für den Notfall sucht, kann sich an die jeweiligen Berufsorganisationen wenden. So bietet der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unter www.wasserwaermeluft.de eine Suche nach regionalen Ansprechpartnern. Um die Anfahrtspauschale niedrig zu halten, empfiehlt es sich, mit einem Betrieb aus der Nähe über die Notdienst-Regelung und entstehende Kosten zu sprechen. Die Notrufnummern sollten dann im Smartphone gespeichert werden, um sie im Ernstfall griffbereit zu haben.

Wenn die Haustechnik streikt

Haustechnik versagt meist dann, wenn sie stark beansprucht wird. Deswegen streikt die Klimaanlage im Hochsommer und wenn es draußen richtig kalt geworden ist, fällt die Heizung aus. Die Folgen sind in der Regel auch finanziell unangenehm, denn Notdienste sind teurer als Reparaturen zu den üblichen Geschäftszeiten.

Manchmal ist jedoch schnelles Handeln notwendig. Um in der stressigen Situation bei der Suche nach einem Notdienst nicht auf ein schwarzes Schaf hereinzufallen, sollten Eigenheimbesitzer eine Liste mit Notfallnummern anlegen bevor etwas passiert. Dann ist es im Schadensfall überhaupt kein Problem, in wenigen Minuten den richtigen Fachman ans Telefon zu bekommen.

Für den Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich empfehlen sich Innungsfachbetriebe des ZVSHK. Die Kosten für Notdienst-Einsätze lassen sich hier jederzeit nachvollziehen. Expertentipp: „Über einen Wartungsvertrag übernehmen viele Betriebe auch den Notdienst für die Heizung zu vereinbarten Konditionen“, so Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverband Heizung Sanitär Klima (ZVSHK). Die jährliche Inspektion sorgt zudem für Energieeinparungen im laufenden Betrieb.

Fachbetriebe in Ihrer Nähe finden Sie in der Handwerkersuche der SHK-Organisation: Betrieb finden

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Energie sparen Fri, 12 Jul 2019 12:15:21 +0200