wasserwaermeluft.de - Verbraucher News https://www.wasserwaermeluft.de/ Ein Informationsdienst des Zentralverbandes SHK de wasserwaermeluft.de - Verbraucher News https://www.wasserwaermeluft.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.wasserwaermeluft.de/ 18 16 Ein Informationsdienst des Zentralverbandes SHK TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 28 May 2020 11:50:13 +0200 Das Badezimmer jetzt renovieren https://www.wasserwaermeluft.de/sanitaer/bad-renovieren/details/artikel/3135-das-badezimmer-jetzt-renovieren/ Handwerkerarbeiten an der Sanitärtechnik sind kontaktlos und hygienisch möglich Viele Bäder sind renovierungsbedürftig, doch gerade während der Corona-Pandemie werden die Arbeiten hinausgeschoben. Das muss nicht sein. "Handwerkertätigkeiten an der Sanitärtechnik sind kontaktlos und hygienischproblemlos umsetzbar", betont Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Für Einsätze beim Kunden gebe es im Handwerk strenge Vorschriften. "Die Betriebe klären vor dem Termin, ob sich jemand in angeordneter häuslicher Isolierung befindet, grundlegende Hygieneregeln wie der 1,5-Meter-Abstand werden von den Handwerkern ohnehin eingehalten", so Helmut Bramann. "Ganz allgemein bemühen sich die Betriebe, direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren." Einen Fachbetrieb vor Ort findet man in der Handwerkersuche.

Design, Optik, Barrierefreiheit

Das Badezimmer der Zukunft ist "smart", denn die Ansprüche an diesen Raum werden sich weiter gravierendverändern. "Zum einen wird das Bad noch mehr als heute Gesundheitsstandort für Wellness und Pflege sein.Barrierefreiheit, Features wie Dusch-WCs, höhenverstellbare Systeme am Waschtisch und WC sowie eine intelligente Lichtsteuerung für die Pflege oder mit automatischer Notrufauslösung stehen für diesen Trend", erklärt Helmut Bramann. Fachhandwerker kennen alle Details, die ein altersgerechtes Bad erfüllen muss, und können über mögliche Förderungen informieren. Denn der Staat unterstützt altersgerechte Umbauten finanziell, die entsprechenden Anträge sind direkt bei der KfW-Bank zu stellen. Wie in anderen Wohnbereichen erhält auch das Internet seinen Platz im Wellnessbereich. "Wer sich die Zukunft ins Bad holen möchte, braucht vor allem gut geplante und fachmännisch installierte Stromanschlüsse", erläutert Helmut Bramann. Der Fachmann wisse, welche Sanitär- und Stromleitungen in Zukunft benötigt werden, damit das Badezimmer moderne Ansprüche erfüllt.

Fachbetrieb vor Ort statt Internet

Auch wenn manches Onlineangebot auf den ersten Blick attraktiv erscheinen mag - wie steht es um die individuelle Beratung, die Lieferung, den fachgerechten Einbau und die Gewährleistung auf die Montage? Bei einem Paketangebot vom Handwerker vor Ort gehen Badmodernisierer auf Nummer sicher, bis hin zur Gewährleistung für den professionellen Einbau. "Vom Fachbetrieb erhalten sie einen Festpreis, der Sanitärprodukte, Montagematerialienund die Arbeitsleistung umfasst. Anschließende, unangenehme Überraschungen sind damit ausgeschlossen", so Helmut Bramann.

Vor Ort steht der Fachbetrieb mit Rat und Tat bereit.

 

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Modernisierung Thu, 28 May 2020 11:50:13 +0200
Trinkwasser im Fokus https://www.wasserwaermeluft.de/sanitaer/wasser-sparen/details/artikel/3133-trinkwasser-im-fokus/ Nach dem Shutdown Stehendes Trinkwasser kann zu einem Problem werden. Wird es längere Zeit nicht aus den Leitungen entnommen, vermehren sich Keime. Besonders gefürchtet sind Legionellen – gefährliche Bakterien, die eine schwere Lungenentzündung auslösen können. Die sogenannte Legionärskrankheit ist deswegen meldepflichtig. Im Normalbetrieb ist die Legionellengefahr im Warmwassersystem von Wohngebäuden relativ gering – vor allem auch, weil die vorhandenen technischen Regelwerke für das SHK-Handwerk entsprechende Sicherheitsmaßnahmen vorsehen:

  • Wasserleitungen sollten regelmäßig genutzt werden. Totstränge, also Leitungen, die nicht an einer Entnahmestelle enden, sind zu vermeiden.
  • In einem zentralen Warmwasserspeicher soll die Temperatur nicht unter 60 °C und in den Warmwasserleitungen nicht unter 55 °C sinken.

Stillstand in Wasserleitungen trat bisher nur vereinzelt auf: während eines langen Urlaubs oder in unvermieteten Ferienwohnungen.

Durch den Shutdown in der Corona-Krise sieht das anders aus: Mit der langsamen Rückkehr in den Alltag öffnen viele Betriebe, die wochenlang stillgestanden hatten, wieder ihre Pforten. Besitzer, Betreiber und Mitarbeiter sollten den Legionellen bei der Rückkehr deswegen mehr Aufmerksamkeit widmen.

In kleineren Gebäuden reicht es in der Regel, die Leitungen möglichst heiß (über 60 °C) und ausgiebig zu spülen. Bei größeren Objekten empfiehlt sich, neben der gesetzlich vorgeschriebenen Entnahme von Proben die zusätzliche Kontrolle durch eine Fachkraft für Trinkwasserhygiene aus einem Innungsbetrieb des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima.

Wasserleitungen und Klimaanlagen zeitnah prüfen
Corona-Krise: Schrittweise in die Normalität?

Dass der Lebensalltag vieler Deutscher trotz der Corona-Krise noch einigermaßen erträglich ist, hängt in hohem Maße von funktionierender Haustechnik ab. Denn ob im Homeoffice, im Supermarkt oder im Krankenhaus – ohne eine verlässliche Versorgung mit Energie, Wärme und Trinkwasser wäre unser Alltag ein anderer. Wie filigran dieses Zusammenspiel ist, zeigt sich jetzt, nachdem Beschränkungen reduziert und Zehntausende von Immobilien, die wochenlang stillgelegt waren, wieder in Betrieb genommen werden.

Frank Ebisch, Pressesprecher des Zentralverband Sanitär Heizung Klima rät, die Trinkwasserleitungen vom Fachmann prüfen zu lassen. Der Grund: Wenn das Wasser mehrere Wochen stand, dürfte die Keimkonzentration gestiegen sein, im schlimmsten Fall haben sich Legionellen dramatisch vermehrt. Die gefährlichen Bakterien können eine schwere Lungenentzündung auslösen. Gefahr droht aber auch durch Klimaanlagen. Wenn diese mit integrierter Wasserkühlung arbeiten, können sich auch hier Legionellen in hoher Konzentration anreichern – die dann beim Einschalten der Klimaanlage im Gebäude verteilt werden. Eine Überprüfung durch den SHK-Fachbetrieb ist deswegen dringend zu empfehlen. Kontaktadressen finden sich in der Handwerkersuche.

Trinkwasserprüfung ernst nehmen

Das Trinkwasser in Deutschland ist von hoher Qualität. Wenn es zu Problemen kommt, liegt dies in der Regel daran, dass ein Trinkwassersystem nicht nach den Regeln der Technik betrieben wird. Steht das Wasser beispielsweise zu lange in den Leitungen, können sich Legionellen stark vermehren. Die Bakterien sind für gefährliche Lungenentzündungen verantwortlich. Der Gesetzgeber hat deswegen nicht nur die Eigentümer größerer Wohngebäude, sondern auch die Betreiber von Pflegeeinrichtungen und Kindergärten verpflichtet, durch die Entnahme vom Proben regelmäßig eine Überprüfung auf Legionellen vorzunehmen. Hausbesitzer sollten den Test nicht als lästige Pflicht sehen, sondern als wichtige Maßnahme, um die Bewohner vor schweren gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Darüber hinaus empfiehlt es sich, das Trinkwassersystem regelmäßig vom Fachmann prüfen zu lassen und sich eine sogenannte „Betriebs­anleitung Trinkwasserinstallation“ erstellen zu lassen. Damit kann der Eigentümer nachweisen, sich um die Wasserqualität gekümmert zu haben. Für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es hinsichtlich Legionellen keine gesetzlichen Vorschriften. Eigenheimbesitzer müssen eigenverantwortlich handeln. Empfehlenswert ist der Trinkwasser-Check durch den SHK-Fachbetrieb vor Ort. Die Experten prüfen die Trinkwasserinstallationen, geben wertvolle Tipps zur Vorbeugung von Legionellen und können notwendige Maßnahmen zeitnah umsetzen.

Beim Trinkwasser-Check der SHK-Innungsfachbetriebe werden nicht nur die Leitungen geprüft. Kommt es zu Wasserverfärbungen, Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen sowie zu Geräuschen in der Leitung, wird den Ursachen auf den Grund gegangen. Und auch in puncto Legionellen-Prävention beraten die Experten aus dem Sanitär-Handwerk.

Wie lässt sich die Gefahr durch Legionellen minimieren?

Es gibt enorm viele Bakterienarten, nur wenige schaden der Gesundheit. Zu den gefährlichen Exemplaren gehören Legionellen, die sich in stehendem Wasser bei einer Temperatur zwischen 30° und 45°C stark vermehren und in wenig genutzten Warmwasserleitungen ideale Lebensbedingungen vorfinden. Deswegen schreibt der Staat vor, dass beispielsweise in größeren Wohngebäuden regelmäßig Wasserproben genommen werden müssen.

Eigenheimbesitzer sind selbst für präventive Maßnahmen zur Legionellenabwehr verantwortlich. Worauf muss dabei geachtet werden? Die Legionellengefahr in Eigenheimen ist in Deutschland eher gering. Der Grund: Das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk verfügt schon seit langem über technische Regelwerke, die es Legionellen schwer machen. Am wichtigsten ist eine Temperatur von 60 °C in eventuell vorhandenen Warmwasserspeichern und die kontinuierliche Bewegung des Wassers in den Leitungen.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, einen Innungsfachbetrieb des Zentralverband Sanitär Heizung Klima ZVSHK mit einem „Trinkwasser-Check“ zu beauftragen. Die Installateure prüfen dabei nicht nur die Einhaltung der Vorgaben zur Legionellen-Vorbeugung, sondern entdecken auch mögliche Schwachstellen. Das kann beispielsweise eine Kaltwasserleitung sein, die dicht neben der Warmwasserleitung läuft, von dieser erwärmt wird und dann mit einer dauerhaften Temperatur über 25 °C plötzlich zum Tummelplatz für Keime wird. 

Legionellen können beispielsweise beim Duschen eingeatmet werden und dann schwere Lungenentzündungen auslösen. Auch deshalb empfiehlt es sich, das Trinkwassersystem im Haus regelmäßig durch einen Fachbetrieb prüfen zu lassen.

Vor Ort beraten Sie mit Rat und Tat die Experten aus den Fachbetrieben des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks.

 

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Wasser sparen Thu, 07 May 2020 11:11:59 +0200
Das Handwerk in der Corona-Krise https://www.wasserwaermeluft.de/sanitaer/neues-bad/details/artikel/3129-das-handwerk-in-der-corona-krise/ Das SHK-Handwerk ist darauf vorbereitet, die Arbeiten unter Einhaltung aller empfohlenen... Badausbau nicht verschieben

Noch weiß niemand, wie lange es wegen des Corona-Virus weitere Einschränkungen geben wird. Bundesweit planen tausende Eigenheimbesitzer den Umbau ihres Badezimmers zu einer modernen und meist barrierefreien Wellness-Oase. Viele sind nun unsicher, ob die Arbeiten während der Einschränkungen durch das Corona-Virus sinnvoll und möglich sind.

Das Handwerk hat darauf eine klare Antwort. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Die Mitarbeiter der SHK-Fachbetriebe folgen strikt den Empfehlungen zur Infektionsvermeidung und halten sich schon im eigenen Interesse an die Einhaltung der Hygieneregeln.“ Insbesondere achten die Fachhandwerker darauf, zu den Hausbewohnern ausreichenden Abstand zu halten. Bei umsichtigem Verhalten aller Beteiligten ist das nicht schwer, denn während der Arbeiten gibt es nur selten einen Grund, direkt mit den Bewohnern in Kontakt zu treten. Viele Eigenheime verfügen zudem über einen separaten Eingang, den die Fachhandwerkern nutzen können. So lässt sich die Ansteckungsgefahr nochmals deutlich reduzieren. Wer Adressen lokaler Sanitärfachbetriebe sucht, findet diese in der Handwerkersuche.

Defekte Haustechnik in der Quarantäne

Die Zahl derjenigen, die sich wegen einer Corona-Infektion in ihrem Umfeld in Quarantäne befinden, ist groß. Vor allem Eigenheimbesitzer sollten sich dann auf ihre Haustechnik verlassen können. Was passiert aber, wenn in einem Quarantäne-Haushalt die Heizung ausfällt oder ein Rohr verstopft? Hierzu Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK): „Wer sich in Quarantäne befindet und bei der Haustechnik eine Notfallsituation hat, sollte den SHK-Fachbetrieb vor Ort anrufen, muss aber auf die Quarantänesituation hinweisen.“ Der Fachbetrieb kann den Auftrag annehmen, wenn durch den Defekt die Sicherheit der Bewohner bedroht ist. In der Regel wird der Fachmann dann in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden die notwendigen Maßnahmen besprechen – und dabei auch eine mögliche Verschiebung der Arbeiten prüfen. Wichtig zu wissen: Es besteht keine Verpflichtung des Fachbetriebs, den Auftrag anzunehmen. Denn dieser muss freiwillige Mitarbeiter finden, die sich bereit erklären, den Einsatz zu übernehmen. Die Arbeiten werden dann in kompletter Schutzkleidung (Atemschutz FFP3, Schutzbrille, Einmal-Anzug, Latexhandschuhe) durchgeführt. Zudem müssen die Mitarbeiter im An- und Ablegen von Schutzkleidung geschult sein.

Damit im Quarantänefall Verlass auf die Haustechnik ist, empfiehlt es sich, die turnusmäßigen Wartungen der Heizungs- und Klimatechnik trotz der Corona-Krise durchführen zu lassen. Denn so verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass im Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne wichtige Systeme ausfallen.

Den Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie in der Handwerkersuche.

Heizungsaustausch nicht verschieben

Noch weiß niemand, wie lange es wegen des Corona-Virus weitere Einschränkungen geben wird. Aktuell planen tausende Eigenheimbesitzer den Austausch ihrer alten Heizung gegen ein energiesparendes System, meist auf Basis erneuerbarer Energie. Der Staat übernimmt hierbei bis zu 45 Prozent der Kosten. Viele sind nun unsicher, ob ein Austausch während der Einschränkungen durch das Corona-Virus sinnvoll und möglich ist. Das Handwerk hat darauf eine klare Antwort. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Die Mitarbeiter der SHK-Fachbetriebe folgen strikt den Empfehlungen zur Infektionsvermeidung und halten sich schon im eigenen Interesse an die Einhaltung der Hygieneregeln.“ Insbesondere achten die Fachhandwerker darauf, zu den Hausbewohnern ausreichenden Abstand zu halten.

Bei umsichtigem Verhalten aller Beteiligten ist das nicht schwer, denn während der Arbeiten gibt es nur selten einen Grund, direkt mit den Bewohnern in Kontakt zu treten. Viele Eigenheime verfügen zudem über einen separaten Eingang, beispielsweise in die Kellerräume, den die Fachhandwerkern nutzen können. So lässt sich die Ansteckungsgefahr nochmals deutlich reduzieren. Wer Adressen lokaler Heizungsfachbetriebe sucht, findet diese in der Handwerkersuche.

Können Handwerks-Aufträge storniert werden?

Die Auftragsbücher im Handwerk sind gut gefüllt, viele Eigenheimbesitzer haben den Austausch der Heizungsanlage oder den Badumbau schon vor Monaten in Auftrag gegeben.

Unter dem Eindruck der Corona-Krise denkt nun so mancher Hausbesitzer darüber nach, den Auftrag zu stornieren. Wie ist die Rechtslage? Einen Kündigungsgrund „Angst vor Ansteckung“ gibt es nicht. Und so lange alle Hausbewohner gesund sind, können die Arbeiten in der Regel problemlos durchgeführt werden. Hierzu Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Die Fachbetriebe halten sich schon im eigenen Interesse an die Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Ansteckungen. Das Risiko ist deswegen gering“. Eigenheimbesitzer, die dennoch Angst vor Ansteckung haben, können mit dem Fachbetrieb über eine mögliche Verschiebung der Arbeiten sprechen. Hierbei wird dann auch geklärt, ob dadurch zusätzliche Kosten entstehen, beispielsweise weil der Fachhandwerker bereits in Vorleistung gegangen ist und teure Bauteile bestellt hat. Weitere Informationen und Kontaktadressen bei Ihrem Fachbetrieb.

SHK-Fachbetriebe gehören zur kritischen Infrastruktur

Die Corona-Krise macht die Achilles-Fersen unserer Gesellschaft deutlich: Das Gesundheitssystem steht auf dem Prüfstand, aber auch die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln besteht in diesen Tagen etliche Stresstests. Der Staat fasst alle Wirtschaftszweige, deren Zusammenspiel das Minimum gesellschaftlichen Lebens sicherstellt, unter dem Begriff „kritische Infrastruktur“ zusammen. Dazu gehören aber bei weitem nicht nur Krankenschwestern, Pfleger, Lebensmittelhändler und Lkw-Fahrer. Auch das Handwerk spielt eine entscheidende Rolle, denn Gesundheit, Trinkwasser, Hygiene, Wärme und Energie sind lebenswichtige Faktoren. Ob Krankenhaus, Pflegeheim, Lebensmittelbetrieb oder öffentliche Verwaltung – jede dieser Einrichtungen benötigt zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit die Unterstützung von Fachbetrieben aus der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche.

Aber auch im privaten Bereich ist die sichere Funktion der Gebäudetechnik wichtig. Homeoffice und häusliche Quarantäne sind nur möglich, wenn alles zuverlässig funktioniert. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat seinen Mitgliedsbetrieben deswegen einen durchdachten Leitfaden für die Corona-Krise an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe die Funktionstüchtigkeit der Haustechnik auch in Krisenzeiten flächendeckend sichergestellt werden kann. Eigenheimbesitzer sollten in der aktuellen Situation weder Wartungsaufträge verschieben noch geplante Sanierungsmaßnahme absagen. Von Seiten der SHK-Fachbetriebe ist die Einhaltung der empfohlenen Hygienevorschriften sichergestellt, so dass der verlässlichen Versorgung mit Wärme, Wasser und Energie nichts im Weg steht. Wer Fragen hat, sollte sich am besten direkt mit dem SHK-Fachbetrieb vor Ort in Verbindung setzen.

Weitere Informationen:

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Neubau Fri, 01 May 2020 02:17:00 +0200
Neue Heizung: Trotz Corona clever investieren https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/energie-sparen/details/artikel/3132-neue-heizung-trotz-corona-clever-investieren/ Heizungsfachmann berät zum Thema Fördermittel Der nächste Winter kommt bestimmt

Neue Heizung: Trotz Corona clever investieren

Corona und seine Folgen zwingt aktuell viele Menschen in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Hausbesitzer haben jetzt viel Zeit, den Keller aufzuräumen oder im Garten zu arbeiten. Ebenso sinnvoll ist es, sich Gedanken über eine neue Heizungsanlage zu machen. Sie spart Energie und ist gut fürs Klima. Denn Heizungen ab einem Alter von 15 Jahren entsprechen oft nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. "Clevere Hauseigentümer, die jetzt den Heizungstausch planen und einen Handwerkertermin vereinbaren, können von den deutlich gestiegenen Fördermitteln profitieren, die Energiekosten künftig senken und damit auch etwas Positives für die Umwelt tun", rät Helmut Bramann,Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).

Heizungsfachmann berät zum Thema Fördermittel

Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurden die Fördermöglichkeiten für das Heizen mit erneuerbaren Energien erhöht. Vor Beantragung solcher Mittel (www.bafa.de) sollte man sich vom SHK-Innungshandwerker alle Details zu den geplanten Maßnahmen und den möglichen Förderungen erklären lassen. Er kennt sich aus, entsprechende Arbeiten können auch in Zeiten von Corona sicher und geschützt ausgeführt werden. "Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen wurde", mahnt Helmut Bramann. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage wird mit jeweils 35 Prozent gefördert. Für eine Solarkollektoranlage zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung gibt es einen Zuschuss von 30 Prozent. Für eine Hybridheizung mit erneuerbaren Energien beträgt die Förderung 35 Prozent, und der Einbau einer Gas-Hybridheizung wird nur im Gebäudebestand mit 30 Prozent unterstützt. Ölheizungen sind weiterhin erlaubt, vorweg genannte, die Effizienz verbessernde Komponenten mit erneuerbaren Energien werden gefördert.

Klimapaket zeigt Wirkung

Die neuen Fördermöglichkeiten zeigen Wirkung: Fast jeder achte Hauseigentümer möchte einer Kantar-Umfrage im Auftrag des ZVSHK zufolge seine Heizungsanlage in den nächsten zwei Jahren erneuern. 63 Prozent der Modernisierungswilligen nannten die Einbindung erneuerbarer Energien und die CO2-Reduzierung als ausschlaggebenden Grund. Dennoch ist in Sachen Modernisierung von Heizungen noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn 58 Prozent der Hauseigentümer erklärten, ihr Heizungssystem sei nicht alt genug, um es modernisieren zu lassen. "Eine völlige Fehleinschätzung", sagt Helmut Bramann. Tatsächlich arbeite derzeit nur jede fünfte Heizung effizient und unter Einbindung erneuerbarer Energien.

Mit Rat und Tat an Ihrer Seite steht der SHK-Fachbetrieb.

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Energie sparen Fri, 01 May 2020 02:09:43 +0200
Corona-Krise: Wartung der Haustechnik nicht verschieben https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/wartung/details/artikel/3131-corona-krise-wartung-der-haustechnik-nicht-verschieben/ In Zeiten von Ausgangssperre und Quarantäne, in denen es vor allem auf Hygiene ankommt, ist eine... Wenn die Heizung ausfällt, aus der Dusche nur noch kaltes Wasser kommt oder die Toilette nicht mehr funktioniert, ist die Wohnqualität schon in normalen Zeiten erheblich eingeschränkt. In Zeiten von Ausgangssperre und Quarantäne, in denen es vor allem auf Hygiene ankommt, ist eine defekte Haustechnik besonders belastend. Tatsächlich gibt es kaum einen ungünstigeren Moment für den Ausfall wichtiger Komponenten als eine Quarantänesituation in der Corona-Krise. Betroffene können dann zwar einen SHK-Fachbetrieb anrufen, sind aber verpflichtet, auf die Quarantäne hinzuweisen. Der Fachbetrieb muss sich mit den Gesundheitsbehörden abstimmen und Freiwillige finden, die in Schutzanzügen das Problem beheben. Ob der Auftrag angenommen wird, bleibt dem Gesundheitsamt und dem Betrieb überlassen. Eigenheimbesitzer sind allein schon auf Grundlage derartiger Überlegungen gut beraten, die turnusmäßige Wartung nicht zu verschieben und bekannte Problemstellen möglichst zeitnah beseitigen zu lassen. Das Risiko, durch die SHK-Handwerker mit dem Corona-Virus in Kontakt zu kommen, ist gering. Alle Mitarbeiter sind über die Hygiene- und Abstandsregeln umfassend informiert und halten diese ein – nicht zuletzt schon zum Selbstschutz. Wer zeitnah seine Haustechnik überprüfen und warten lassen möchte, findet die Adressen qualifizierter Fachbetriebe in der Handwerkersuche.

Die Förderungen laufen weiter

Das Jahr begann mit einem Paukenschlag für die Eigenheimbesitzer: Die Bundesregierung hat zur Förderung regenerativer Heizsysteme ein gewaltiges Finanzierungsprogramm ins Leben gerufen. Bis zu 45 Prozent der Kosten übernimmt der Staat, wenn beispielsweise eine ältere Ölheizung gegen ein modernes System auf Basis erneuerbarer Energien ausgetauscht wird. Die Nachfrage ist enorm: bis Ende März wurden laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi 47.500 Förderanträge gestellt. Dies entspricht einer Steigerung von über 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insbesondere die neu eingeführte Austauschprämie für Ölheizungen wird stark nachgefragt und bei fast der Hälfte der gestellten Anträge beantragt:

Mit dem Beginn der Corona-Krise brach die Nachfrage ein. Viele Eigenheimbesitzer haben aktuell Angst vor Ansteckung. Das ist verständlich, aber in der Regel unbegründet. Beim Austausch sollte nicht gezögert werden, denn spätestens im nächsten Winter könnte es sonst unnötig teuer werden. Zudem laufen die Förderprogramme weiter und wer jetzt die Chance hat, vor der nächsten Kälteperiode mit staatlichen Hilfsmitteln deutlich umweltschonender zu heizen, sollte die Gelegenheit nutzen.

Da Heizsysteme in der Regel nicht in den Wohnräumen installiert werden, lassen sich direkte Kontakte mit den Hausbewohnern bei der Montage weitgehend vermeiden. Zudem halten die Fachhandwerker die Abstands- und Hygieneregeln streng ein und sind selbst sehr daran interessiert, sich nicht anzustecken. Wer prinzipiell seine Heizung austauschen möchte, aber noch keinen konkreten Plan hat, kann die Zeit der coronabedingten Isolation nutzen, um sich zu informieren. Hier finden Sie die Adressen qualifizierter Fachbetriebe, die auch gern und kompetent am Telefon beraten.

Das Handwerk in der Corona-Krise?

Fragen an den SHK-Experten

Die weltweite Pandemie verändert auch die Arbeitswelt. Home-Office oder Kurzarbeit sind für viele zum Alltag geworden. Wie sieht es mit dem Handwerk aus? Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf Fachbetriebe und ihre Kunden? Einige Fragen an Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), dem bundesweit 24.000 Innungsbetriebe mit 215.000 Beschäftigen angeschlossen sind.

Kann ich heute unbesorgt Handwerker ins Haus lassen?

Die Angst, durch Handwerker mit dem Virus in Kontakt zu kommen, ist verständlich – aber in der Regel unbegründet. Unsere Innungsbetriebe achten streng auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Sie sind übrigens selbst sehr daran interessiert, dass sich niemand ansteckt.

Aber ohne Kundenkontakt geht es doch nicht, oder?

Der persönliche Kontakt lässt sich stark einschränken, ohne das Ergebnis unserer Arbeit zu gefährden. Es wird im Vorfeld viel telefonisch abgeklärt. Bei Modernisierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Heizung oder einer Badsanierung reduzieren die Monteure den Kontakt mit den Hausbewohnern auf ein Minimum. Sie sind über die Hygiene- und Abstandsregeln umfassend informiert, tragen Handschuhe und Mundschutz, halten den Sicherheitsabstand ein und können einen eventuell vorhandenen Nebeneingang nutzen.

Leiden die SHK-Betriebe unter Auftragsrückgängen?

Natürlich kommt es zu Verschiebungen. Wir raten jedem, der sein Bad sanieren oder seine Heizung in diesem Jahr austauschen wollte, an seinem Plan festzuhalten. Davon profitiert nicht nur der Kunde selbst, weil er Fördergeld bekommen kann, sondern er unterstützt auch das Handwerk vor Ort. Aktuell sind die Wartezeiten kürzer als zum Jahresanfang – gute Chancen also, um mit einer neuen Heizung in die nächste Wintersaison zu starten und Heizkosten zu sparen.

Viele glauben, dass das Corona-Virus unser Zusammenleben verändern wird. Wie sehen Sie das?

Es gibt ein neues Bewusstsein für die Helden des Alltags. Krankenschwestern, Verkäufer und Lkw-Fahrer sind nur einige von vielen, die derzeit den Lebensalltag sichern. Dazu gehören auch die Handwerker aus den SHK-Fachbetrieben. Trinkwasser, Hygiene, Wärme und Energie sind lebenswichtig für ein funktionierendes Gemeinwesen. Die Bundesregierung zählt unsere Fachbetriebe zur kritischen Infrastruktur – das ist eine große Verantwortung, der wir jeden Tag gerecht werden. Und das fühlt sich gut an.

Schutz ist wichtig und möglich

Handwerker im Corona-Einsatz

Nicht jeder kann während der Corona-Pandemie ins Home-Office wechseln. Handwerkerinnen und Handwerker beispielsweise müssen bei ihren Kunden weiter dafür sorgen, dass alles funktioniert. Das ist vor allem in der systemrelevanten Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik wichtig. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung gibt klare Empfehlungen, um das Ansteckungsrisiko für Kunden und Handwerker gering zu halten. Dazu Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Wir empfehlen unseren Innungsbetrieben, die Hygienevorschriften akribisch einzuhalten. Wenn alle verantwortlich handeln, müssen anstehende Wartungs- und Sanierungsarbeiten nicht verschoben werden.“

Hier die wichtigsten Punkte, mit denen Handwerksbetriebe die Ansteckungsgefahr für Mitarbeiter und Kunden minimieren:

  • Betriebe klären vor dem Termin, ob sich jemand in angeordneter häuslicher Isolierung befindet. Ein Arbeitseinsatz ist dann nur in Notfällen und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt in Schutzkleidung möglich.
  • Handwerker mit Atemwegsinfektionen oder Fieber bleiben der Arbeit fern.
  • Grundlegende Hygieneregeln werden angeordnet und eingehalten: 1,5 m Abstand, kein Handschlag, Husten/Niesen in die Armbeuge, regelmäßige Händereinigung, Berühren des Gesichts vermeiden, etc.
  • Bei der Anfahrt zum Kunden sind möglichst wenige Personen in einem Fahrzeug. Im Idealfall finden Einzelanfahrten statt – notfalls im Privat-Pkw.
  • Direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer ausreichend Abstand halten.
  • In kleinen Räumen, die regelmäßig gelüftet werden sollten, arbeitet in der Regel nur eine Person.
  • Hände regelmäßig gründlich mit Flüssigseife reinigen. Saubere Papierhandtücher verwenden.
  • Handdesinfektionsmittel nutzen, falls es keine Waschmöglichkeit gibt.

Wer eine geförderte Heizungssanierung plant oder seine Haustechnik warten lassen möchte, sollte sich mit dem Fachbetrieb vor Ort über die Hygienemaßnahmen im Rahmen der Arbeiten austauschen. Ansprechpartner finden sich unter in der Handwerkersuche.

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Wartung Fri, 01 May 2020 01:56:17 +0200
Ratgeber: Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn https://www.wasserwaermeluft.de/sanitaer/wasser-sparen/details/artikel/3134-ratgeber-trink-was-trinkwasser-aus-dem-hahn/ Gesundheitliche Aspekte der Trinkwasser-Installation Das Umweltbundesamt informiert:

Schon seine Definition ist klar: Trinkwasser ist alles Wasser, das im häuslichen Bereich zum Trinken und für andere Lebensmittelzwecke, zur Körperpflege und -reinigung sowie zur Reinigung von Gegenständen, die nicht nur vorübergehend mit Lebensmitteln oder dem menschlichen Körper in Kontakt kommen, bestimmt ist.  

Zum Download und Nachlesen:

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Wasser sparen Thu, 30 Apr 2020 10:14:00 +0200
Feinstaub Emissionen und Holzfeuerstätten https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/kamin-und-kachelofen/details/artikel/3130-feinstaub-emissionen-und-holzfeuerstaetten/ Der Film Richtiges Heizen mit Holz bringt gute Wärme ins Haus und nimmt den Feinstaub aus der Luft.

Der Wald wächst mit CO₂, fängt den Feinstaub ein und liefert sichere Holzenergie in der Region. Moderne Holzheizungen ermöglichen die Energiewende und reduzieren so die Feinstaubemissionen. Nachhaltige Wald-Bewirtschaftung ist ein wesentlicher Baustein im Kampf gegen den Klimawandel.

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Kamin- und Kachelofen Thu, 23 Apr 2020 10:36:00 +0200
Förderung Heizung 2020: Zuschüsse bis 45 % für das Heizen mit erneuerbarer Wärme https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/erneuerbare-energien/details/artikel/3118-foerderung-heizung-2020-zuschuesse-bis-45-fuer-das-heizen-mit-erneuerbarer-waerme/ Fragen und Antworten des ZVSHK Das BAFA hat mit Wirkung zum 01.01.2020 neue Förderrichtlinien veröffentlicht. Diese ermöglichen Zuschüsse bis zu 45%, sind vergleichsweise leicht verständlich und bürokratiearm zu beantragen. Verglichen mit der Förderung bis Ende 2019 kann die neue Richtlinie im Einzelfall eine Verdoppelung der Förderung bedeuten.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (https://www.zvshk.de/) erklärt im Folgenden die Grundlagen mit Schwerpunkt Bestandsanlagen im Einfamilienhausbereich und gibt Hinweise für die weitere Vertiefung.

Förderanträge aus 2019 werden unabhängig von der tatsächlichen Bearbeitung durch das BAFA nach den alten Regularien abgewickelt. Eine Neubeantragung der gleichen Maßnahme ist nicht möglich.

Wichtig: Wer eine Austauschverpflichtung nach Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 hat, wird nicht gefördert. Dies betrifft bei Kesseln ab 30 Jahre im Wesentlichen Gebäude, wenn diese nicht selbst bewohnt werden oder den Eigentümer gewechselt haben.

Vor Ort berät Sie natürlich auch Ihr Fachbetrieb.

Neues Online-Tool: Förderwegweiser Energieeffizienz hilft bei neuer Förderung 2020 Mehr lesen.

Fragen und Antworten

Was wird gefördert (allgemein)?

Gefördert werden „Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“.

Damit sind im Wesentlichen neue Wärmeerzeuger gemeint, aber auch alle Arbeiten, die für den Einbau notwendig sind. So sind im Prinzip alle Folgekosten förderfähig, zum Beispiel Maurerarbeiten für Durchbrüche, Demontage von Altanlagen,… Gefördert wird anteilsmäßig. Je nach Maßnahme wird ein Anteil von 20-45% ausgezahlt.

Warum wird gefördert?

Im Rahmen des Klimapaketes der Bundesregierung wird für Deutschland bis 2050 eine CO2-Neutralität angestrebt. Investitionen in den Gebäudebestand haben eine lange Lebensdauer. Im Sinne des Klimaschutzes unbefriedigende Lösungen blockieren daher für sehr lange Zeiträume dringend benötigte CO2-Einsparungen.

Um diese Ziele zu erreichen, ist unter anderem eine mittelfristige Abkehr von fossilen Brennstoffen notwendig. Daher werden Nutzer, die frühzeitig zu erneuerbaren Energien wechseln, durch die neuen Förderprogramme belohnt.

Kann ich noch mit Gas oder Öl heizen?

Entgegen der bisweilen etwas reißerischen Berichterstattung der letzten Monate wird das noch weiterhin erlaubt und auch möglich sein. Wer heute einen Öl- oder Gaskessel kauft, wird ihn voraussichtlich noch bis zum Ende der Gerätelebensdauer betreiben können.

Allerdings ist ein mittelfristiges Ende der Verbrennung von fossilen Brennstoffen aus Klimaschutzsicht notwendig. Wegen der etwas höheren CO2-Emissionen von Heizöl im Vergleich zu Erdgas wird das nach dem aktuellen Diskussionsstand zuerst bei Heizöl offensichtlich werden.

Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts soll der Einbau eines Heizölkessels im Regelfall nur noch in Verbindung mit erneuerbaren Energien, zum Beispiel einer Solaranlage, zulässig sein. Bestehende Ölheizungen können aber wie bisher weiter genutzt werden.

Die neue Förderrichtlinie fördert formal Ölheizungen nicht mehr. Wenn ein Ölkessel aber mit erneuerbaren Energien gekoppelt ist, ist dieser erneuerbare Anteil förderfähig. Ein Ölkessel, der mit einer Solaranlage, Wärmepumpe, Pellet- bzw. Holzkessel oder einem Pelletkessel mit Wassertasche (Auszug der Möglichkeiten) kombiniert wird, erhält also für diese ergänzenden Bestandteile weiterhin finanzielle Unterstützung. Wer hingegen eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe, einen Pelletkessel oder eine Hybridheizung auf Gasbasis austauscht, erhält einen um 10%-Punkte höheren Fördersatz im Vergleich zu einer Sanierung, bei der vorher kein Ölkessel vorhanden war. Das bedeutet beim Wechsel zu einer Wärmepumpe eine Förderung von 45% statt 35%. Mit dieser höheren Förderung auf die gesamte Investition werden die Umstellungskosten abgefedert.

Damit ist Panik nicht angesagt. Man sollte sich aber fragen, ob angesichts der erheblichen Förderung ein frühzeitiger Wechsel zu Erneuerbaren Energien nicht finanziell machbar oder sogar vorteilhaft ist. So oder so gilt, besser ohne Förderung nur den Kessel tauschen als gar nichts zu machen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Kann ich meine Heizung überhaupt auf Erneuerbare Energien zu vernünftigen Kosten umstellen?

Grundsätzlich ist eine Umstellung technisch in den meisten Fällen möglich. Egal ob Wärmepumpe, Pellet oder Solar: Jede Technik hat ihre Randbedingungen, so wie es die alte Heizung auch hatte. Im Prinzip findet sich jedoch fast immer eine Lösung. Der geschulte SHK-Fachbetrieb kennt sich hier aus.

Es wird für den Kunden eine überschaubare zeitliche Mehrbelastung geben. In den meisten Fällen dürfte die Umstellung im Vergleich zum reinen Kesseltausch etwa einen Tag länger dauern.

Die Investition ist natürlich deutlich höher. Davon muss man aber die erhebliche Förderung abziehen. Bei einem Wechsel von Öl zu zum Beispiel Pellets werden 45% der förderfähigen Kosten bezuschusst, also fast die Hälfte. In vielen Fällen wird dies bedeuten, dass die realen Mehrkosten aus Kundensicht gering sind oder vielleicht sogar bei Null liegen. Die Kosteneinsparung durch den niedrigen Verbrauch hält aber ein Geräteleben an. Das gute Umweltgewissen ist unbezahlbar.

Gibt es weitere Förderungen?

Es gibt Förderungen für die Sanierung bzw. den Neubau von besonders effizienten Gebäuden über die KfW.

Achtung:  Kumulierung der BAFA-Förderung (also Förderung durch zwei Programme) nur mit den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich

Diese sind teilweise sogar kumulierbar (also kombinierbar) mit der BAFA-Förderung. Bisweilen gibt es auf Länder- oder kommunaler Ebene weitere Unterstützung, bei der die Kumulierbarkeit aber überprüft werden sollte. Es gibt eine vielschichtige Förderung von KWK-Anlagen, bei der aus verschiedenen Quellen ebenfalls deutliche Summen fließen. KWK-Anlagen, also zum Beispiel Brennstoffzellen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung, sind nicht Bestandteil der hier beschriebenen BAFA-Förderung.

Die Förderung für die Heizungsoptimierung bleibt weiter bestehen. Weitere Informationen: https://www.wasserwaermeluft.de/qlink/QL7912294

Ergänzend kann man eine Energieberatung über die KfW fördern lassen. So kann man zum Beispiel einen Sanierungsfahrplan (gefördert) erstellen lassen, der einem zukünftige Sanierungen in einer sinnvollen Reihenfolge vorschlägt. Der Sanierungsfahrplan ist nicht über die hier beschriebene BAFA-Förderung bezuschussbar.

Im Rahmen des neuen Förderpaketes wurde ebenfalls eine steuerliche Förderung für Erneuerbare Energien im Bestand beschlossen. Diese ist nicht kumulierbar mit der BAFA-Förderung und auch finanziell für die meisten deutlich weniger attraktiv.

Wie lange wird es diese hohe Förderung geben?

Rein formal gilt diese Förderrichtlinie bis 31.12.2021. Seitens des BMWI wurde angedeutet, dass die reservierten Haushaltsmittel auskömmlich sein werden. Mit einem unmittelbaren Förderstop ist also nach dem aktuellen Wissensstand auch bei einem hohen Antragseingang nicht zu rechnen.

Allerdings ist die aktuelle Förderlandschaft nur als Übergang zur für 2021 geplanten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zu betrachten. In diesem Zuge werden voraussichtlich Förderungen bereinigt werden. Die Auswahl an Förderprogrammen wird also möglicherweise kleiner. Inwieweit technische Anforderungen verschärft werden, lässt sich nicht vorhersagen. Ob Fördersätze verändert werden, ist auch nicht sicher. Allerdings scheint die Bereitschaft vorhanden zu sein, hier keine wesentlichen Verschlechterungen einzuführen.

Wer sich aktuell mit der Sanierung seiner Heizung beschäftigt, ist vermutlich gut beraten, die Sanierung in 2020 durchzuführen und dafür vielleicht sogar etwas früher als geplant zu beginnen. Zu einem Schnellschuss sollte man sich aber dennoch nicht hinreißen lassen. Wenn eine umfangreiche Sanierung einschl. Gebäude sinnvoll erscheint oder gewünscht ist, sollte eine sorgfältige Planung gegenüber einer schnellen Durchführung bevorzugt werden.

Was wird jetzt genau gefördert?

Die folgende Darstellung beschränkt sich auf die Förderung eines selbst bewohnten Einfamilienhauses im Bestand über das BAFA. Förderungen für den Neubau oder über die KfW (besonders innovative Maßnahmen) finden sich in der Förderrichtlinie.

Es werden folgende Sanierungen gefördert (Fördersätze in Klammern):

  1. Wärmepumpen (35%)
    1.1 Luft-Luft-Wärmepumpen werden jedoch nicht gefördert.
  2. Biomasseanlagen (35%)
    2.1. Pellet-, Scheitholz und Hackschnitzelkessel,
    2.2. Pelletöfen mit Wassertasche).
  3. Solarkollektoranlagen (30%)
    3.1. Für Warmwasserbereitung
    3.2. Für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung
  4. Erneuerbare Energien Hybridheizungen
    4.1. Kombination aus den unter 1-3 genannten Wärmeerzeuger (zum Beispiel Pelletkessel mit Solaranlage) 35%
  5. Gas-Hybridheizungen (30%)
    5.1. Kombination aus Gas-Brennwertkessel und einem der unter 1-3 genannten Wärmeerzeuger (zum Beispiel Gas-Brennwertkessel mit Solar)
  6. Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready“ (20%)
    6.1. Gas-Brennwertkessel, der komplett (einschl. Pufferspeicher und planerischer Leistung) für den Einsatz von erneuerbaren Energien vorbereitet ist. Die Nachrüstung der fehlenden Bauteile (zum Beispiel von Solarkollektoren) muss innerhalb von 2 Jahren nach Inbetriebnahme erfolgen.
    → Das ist praktisch eine Nischenlösung für den Fall, dass Sie jetzt sanieren müssen, aber derzeit noch nicht alles ausführen können. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie heute einen Gasbrennwertkessel einbauen und im Rahmen einer geplanten Dachsanierung innerhalb von zwei Jahren eine Solaranlage ergänzen.

Bei einem Wechsel von einer Öl-Heizung zu einer der oben genannten Heizformen erhöhen sich die Fördersätze um weitere 10%-Punkte. Bei einer Wärmepumpe wäre der Fördersatz damit 45% statt 35%.

Die neue Förderrichtlinie fördert formal Ölheizungen nicht mehr. Wenn ein Ölkessel aber mit erneuerbaren Energien gekoppelt wird, ist dieser zusätzliche Kostenanteil förderfähig. Ein Ölkessel, der mit einer der Lösungen 1-3 kombiniert wird, erhält also für diese ergänzenden Bestandteile weiterhin finanzielle Unterstützung. Wie dies bei Hybridheizungen abgerechnet wird, wenn beide Wärmeerzeuger in einem Gehäuse verbaut sind, ist noch nicht geklärt.

Darüber hinaus werden alle Arbeiten, die für die Durchführung der Maßnahme notwendig sind, mit dem jeweiligen Fördersatz bezuschusst. Die Liste der denkbaren Maßnahmen ist lang und könnte zum Beispiel umfassen:

  • Demontagearbeiten und Entsorgung alter Wärmeerzeuger
  • Maurerarbeiten für notwendige Durchbrüche
  • Erstellung eines Fundamentes für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Außengerät) durch einen Gartenbaubetrieb
  • Umstellung auf zentrale Warmwasserbereitung (statt dezentraler Durchlauferhitzer)
  • Hydraulischer Abgleich
  • Austauschheizkörper zur Absenkung der Vorlauftemperatur

Die Liste ist weder abschließend noch gesichert. Es bleibt abzuwarten, wie großzügig das BAFA hier agieren wird. Da aber die Beantragung der Förderung vor Ausführung erfolgen muss, sollte vor Arbeitsbeginn klar sein, welche Förderbeträge zu erwarten sind.

Wenn eine Solar-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlagen im Sinne einer Hybridheizung schon an einem alten Kessel vorhanden sind, kann der neue Gas-Brennwertkessel wie eine Gas-Hybridheizung gefördert werden. Eine rückwirkende Förderung der schon bestehenden Anlagenteile ist damit nicht verbunden. Die Vergrößerung einer bestehenden Solaranlage ist ebenfalls förderfähig.

Welche technischen Randbedingungen muss ich einhalten?

Grundsätzlich muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden (s. Fachregel Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand). Von der Pflicht ausgenommen sind Heizungen mit Einbindung von Solaranlagen. Hier ist der Abgleich aber dennoch sinnvoll und auch förderfähig.

Grundsätzlich muss die Effizienz der Heizung nachgewiesen werden. Wie dies genau erfolgt, hängt vom gewählten System ab und ist in der Förderrichtlinie beschrieben. Dies erfolgt bei Gas-Brennwertgeräten und Biomasse über einen Produktwert aus den Herstellerunterlagen (eta S), bei Wärmepumpen über den Nachweis der Jahresarbeitszahl. Bei Solaranlagen, Wärmepumpe und Biomasseheizungen sind nur Anlagen förderfähig, die in den jeweiligen Förderlisten benannt sind. Produkteigenschaften im Sinne von Effizienz bzw. Luftreinhaltung (Biomasse) sind mit dem Eintrag in die BAFA-Listen nachgewiesen. Objektspezifische Anforderungen, zum Beispiel die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe, müssen nachgewiesen werden. Je nach System werden Wärmemengenzähler benötigt. Die Wärmemengenzählung in der Regelung, wie sie teilweise bei Wärmepumpen und Solaranlagen zu finden ist, wird nach dem aktuellen Stand anerkannt.

Bei Hybridanlagen ist eine gemeinsame Steuerung für alle Wärmeerzeuger notwendig.

Da die technischen Anforderungen vom gewählten Heizungssystem abhängen, sollte auf jeden Fall die Förderrichtlinie konsultiert werden (s. "Downloads").

Was muss ich bei der Förderung beachten? (Verfahrensweise)

Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Für den Förderantrag werden Angebote für alle zu fördernden Arbeiten benötigt. Daraus wird die maximale Fördersumme berechnet. Arbeiten, die nicht im Förderantrag enthalten sind, sind nicht nachträglich förderfähig.
Die Beantragung und die Abrechnung erfolgen online. Damit ist grundsätzlich eine schnelle Abwicklung gewährleistet. Da das BAFA hier einen im Vergleich zur bisherigen Regelung komplett neuen Verwaltungsvorgang etablieren muss, sollte für die Anfangszeit vorsichtshalber etwas Zeit für die Bearbeitung eingeplant werden. Es empfiehlt sich daher, einen gewissen Risikopuffer einzukalkulieren. Wenn bei bestimmten Arbeiten noch nicht klar ist, ob sie benötigt werden, sollten sie im Angebot und der entsprechenden Angebotssumme vorsorglich enthalten sein. Wenn die Kosten dann tatsächlich niedriger ausfallen, wird die ausgezahlte Fördersumme vom BAFA einfach anteilig gekürzt. Umgekehrt – eine nachträgliche Erhöhung – ist dies nicht möglich. Diese Vorgehensweise entspricht auch der Empfehlung des BAFA.

Bei der Beauftragung ist auf die in der Förderrichtlinie erwähnten Nachweise zu achten. Da mit einer großen Anzahl von Anträgen zu rechnen ist, ist es für alle Seiten von Vorteil, wenn die Antrags- und Abrechnungsunterlagen ohne Nachfrage bearbeitet werden können.

Wichtig: Wenn Sie schon nach der alten Förderrichtlinie einen Antrag gestellt haben, ist das alte Verfahren mit den alten Fördersätzen maßgeblich. Eine Rücknahme des alten Antrages, um nach den neuen Richtlinien gefördert zu werden, ist nicht zulässig.

Der Antrag kann durch den Kunden, aber auch durch den Handwerker gestellt werden. Im letzten Fall wird eine Vollmacht benötigt.

Ist die Förderrichtlinie leicht verständlich?

„Offizielle“ Texte werden häufig von Juristen verfasst und sind damit bisweilen schwer für den Normalbürger verständlich. In diesem Fall gibt es jedoch wenig Barrieren. Der Umfang der Förderrichtlinie von 19 Seiten erschreckt zwar auf den ersten Blick. Er umfasst aber alle Fördermöglichkeiten aus dem Programm und muss nicht komplett gelesen werden. So finden Sie sich schnell zurecht:

1.
Markieren Sie sich die folgenden für Sie wichtigen Punkte:

  • IV Allgemeine Fördervoraussetzung – Hier steht zum Beispiel, dass die geförderte Anlage mindestens sieben Jahre zweckentsprechend genutzt werden muss.
  • V Zuwendungsempfänger – Hier steht, wer außer privaten Einfamilienhausbesitzern sonst noch gefördert wird.
  • VI.1 Art und Umfang der Förderung – Hier geht es im Prinzip um die Grundlagen. Der Absatz über die AGVO ist für Privatkunden uninteressant.
  • VI.2 Gegenstand und Höhe der Forderung – Hier findet sich die Deckelung der maximal förderfähigen Kosten (bei Wohngebäuden in Höhe von 50.000 € (brutto) pro Wohnung)
  • Suchen Sie Sich aus VI.2.X die für Sie interessante Förderung aus, also zum Beispiel VI.2.5 für Biomasseanlagen und VI.2.1 zusätzlich, wenn Sie von Öl wechseln sollten. Die Unterkapitel enthalten Unterscheidungen in Neu- und Altbau. Da wir uns hier über den Altbau unterhalten, streichen Sie einfach den Neubaubereich. Ganz wichtig: Hier finden Sich die technischen Mindestanforderungen für eine Förderung.
    Anforderungen an die Produkte (zum Beispiel CO bie Biomasseanlagen) können Sie überlesen, wenn es für das jeweilige Produkt eine entsprechende Liste der förderbaren Anlagen gibt. Vergleichen Sie hierzu den unten aufgeführten Link zu den technischen Mindestanforderungen.
  • VIII Kumulierung: Hier steht, welche Förderungen kumuliert, also gleichzeitig in Anspruch genommen werden dürfen. Wenn Sie keine weitere Förderung bekommen oder beantragen wollen, können Sie diesen Punkt übergehen. Die Absätze zur „De-Minimis-Verordnung“ oder zu „KMU“ betreffen nur Gewerbe.
  • IX.1 Verfahren Zuschussförderung  - Dieser Punkt ist sehr wichtig. Hier steht, welche Verfahrensschritte Sie einhalten müssen. Das ist alles relativ einfach machbar. Beispiel: Erst beantragen, dann beauftragen. Wenn man hier einen Fehler hat, verliert man aber schnell viel Geld. Beispiel: Wer mit der Maßnahme beginnt, ohne einen Antrag gestellt und genehmigt bekommen zu haben, bekommt kein Geld. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

2.
Es verbleiben jetzt je nach Fördermaßnahme nur noch 3-4 Seiten, die Sie lesen sollten. Im Gegenzug erhalten Sie (bzw. Ihr Kunde) Förderungen, die bei 5.000-7.000 € im Einfamilienhaus liegen können. Die Höhe können Sie abschätzen, wenn Sie den Fördersatz mit der Summe der Kosten multiplizieren.

  • Beispiel Wärmepumpe über 21.000 € (einschl. aller Kosten) bei Wechsel von einem Gaskessel (35% Fördersatz): 21.000 €*35%= 7.350 €

Der Antragseingang beim BAFA wurde bestätigt. Eine Förderzusage wurde aber noch nicht erteilt. Wie verhalte ich mich?

Bedingt durch die grundlegende Veränderung der Förderung und durch die deutlich erhöhten Förderbeträge kann es zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Sobald der Antrag beim BAFA eingegangen ist, kann grundsätzlich mit der gewünschten Maßnahme begonnen werden. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die Beauftragung des Handwerkers erfolgen kann. Das Risiko der Genehmigung bzw. der Förderhöhe trägt grundsätzlich der Antragsteller (Kunde). Bei schneller Durchführung ist damit zu rechnen, dass die ausgezahlte Förderung deutlich nach der Rechnungslegung durch den Handwerker erfolgt. Die Zwischenfinanzierung durch den Kunden bis zur Auszahlung durch das BAFA erfolgt also eventuell über einen längeren Zeitraum. Wenn die Sicherheit einer Förderzusage gewünscht wird, aber trotzdem mit vorbereitenden Maßnahmen (mit geringem finanziellem Risiko) angefangen werden soll, empfiehlt sich eine vertragliche Klarstellung. Zum Einen sollte klargestellt werden, dass der Betrieb nicht das Risiko der Fördergenehmigung übernimmt und zum anderen, dass bereits ausgeführte Leistungen auch bei nicht gegebener Förderung vergütungspflichtig bleiben.

Musterformulierung: Der Vertrag wird in der Erwartung einer Förderzusage in beantragter Höhe geschlossen. Der Auftragnehmer übernimmt nicht das Risiko der tatsächlichen Förderzusage. Bei nicht gegebener Förderung werden die Vertragsparteien den Vertrag anpassen. Bereits ausgeführte Leistungen (auch Planungs- und Vorbereitungsleistungen) bleiben in jedem Fall vergütungspflichtig.

Downloads und Links

(bezogen auf Sanierung im Bestand)

Neues Online-Tool: Förderwegweiser Energieeffizienz hilft bei neuer Förderung 2020
https://www.wasserwaermeluft.de/qlink/QL82113126

Link zum BAFA-Portal (allgemeine Information)
https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html

Link zum BAFA-Portal (Fördersätze im Überblick)
https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ee_foerderuebersicht_2020.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Link zum BAFA-Portal (Fördervoraussetzungen und technische Mindestanforderungen)
https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerdervoraussetzungen/foerdervoraussetzungen_node.html#doc13413306bodyText2

Link zum BAFA-Portal (Antragsformular)
https://fms.bafa.de/BafaFrame/map

Link zum Bundesanzeiger (Förderrichtlinie) Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 30. Dezember 2019
https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?page.navid=to_bookmark_officialsite&genericsearch_param.edition=BAnz+AT+31.12.2019&global_data.language=de

Link zum BAFA (Formular zu Erteilung einer Vollmacht bei Antragstellung durch den Handwerker)
https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ee_formular_vollmacht.html?nn=13288524

Link zur Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“
https://www.zvshk.de/qlink/QL7814682

Link VdZ „Unterlagen hydraulischer Abgleich“
https://www.vdzev.de/broschueren/formulare-hydraulischer-abgleich/

Link zur Energieeinsparverordnung (EnEV)
http://www.gesetze-im-internet.de/enev_2007/index.html

Link zur Handwerkersuche: Fachbetrieb finden

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Erneuerbare Energien Öl und Gas Fri, 14 Feb 2020 16:44:00 +0100
ZVSHK Position zum Thema Illegales Brennholz https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/kamin-und-kachelofen/details/artikel/3128-zvshk-position-zum-thema-illegales-brennholz/ Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima und seine Mitglieder sprechen sich ausdrücklich für den... St. Augustin, 05.02.2020 Nach verschiedenen Medienberichten der letzten Wochen werden offensichtlich große Mengen illegal geschlagenes Brennholz aus Osteuropa nach Deutschland importiert. (Quelle u. a. NDR Fernsehen „Kaminöfen: Gemütlich, aber schädlich?“ vom 20.01.2020)

Ein Teil dieses Holzes scheint zudem aus geschützten Wäldern, wie z. B. Nationalparks zu stammen. Die Rodung solcher ökologisch wertvollen Urwälder schadet der Umwelt in besonderem Maße. Sie zerstört die Unberührtheit der dort ansässigen Tier- und Pflanzenwelt, die zu den wenigen dieser Art gehören, die in Europa noch zu finden sind.

In Deutschland und Mitteleuropa sind diese Ökosysteme auf Grund der Bevölkerungsdichte, der Urbanisierung und Technisierung nahezu vollständig verschwunden. Folglich ist es eine europäische Aufgabe, diese Wälder zu erhalten. Dazu zählt auch, die dort ansässige Bevölkerung wirtschaftlich so zu fördern, dass diese auf andere Einnahmequellen zurückgreifen können, als auf die Rodung der natürlichen Buchenwälder in ihrer Region.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima und seine Mitglieder sprechen sich ausdrücklich für den Erhalt der Naturwälder in Osteuropa aus. Sie setzen daher auf eine nachhaltige regionale Holzgewinnung aus heimischen Wäldern. Denn nur wenn lokal nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gewirtschaftet wird, leistet die Holzenergie einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende. Unser Bedürfnis nach behaglicher Wärme aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz darf nicht zu Lasten der letzten europäischen Urwälder gehen.

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Kamin- und Kachelofen Wed, 05 Feb 2020 14:29:14 +0100
Neues Online-Tool: Förderwegweiser Energieeffizienz hilft bei neuer Förderung 2020 https://www.wasserwaermeluft.de/heizung/erneuerbare-energien/details/artikel/3126-neues-online-tool-foerderwegweiser-energieeffizienz-hilft-bei-neuer-foerderung-2020/ Mit dem Online-Tool die passende Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren in der neuen... Seit Jahresbeginn 2020 sind bei der Förderung energieeffizienter Gebäude viele Änderungen in Kraft getreten. Dazu zählt die Novellierung der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt – bekannt als Marktanreizprogramm (MAP), aber auch die neue, zweite Fördersäule der steuerlichen Förderung energetischer Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c EStG.
 
Auch die bekannten Förderprogramme Energieeffizient Bauen und Sanieren der KfW sind von Änderungen betroffen.
 
"Förderwegweiser Energieeffizienz" seit Januar online verfügbar
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat nun im Rahmen der Informationskampagne DEUTSCHLAND MACHT‘S EFFIZIENT, die vom ZVSHK unterstützt wird, den "Förderwegweiser Energieeffizienz" zur Verfügung gestellt. Das Online-Tool soll die Suche nach einer passenden Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren in der neuen Förderlandschaft erleichtern.
 
Der neue „Förderwegweiser Energieeffizienz“ steht auf www.machts-effizient.de sowie auf www.kfw.de und www.bafa.de zur Verfügung und soll Privatpersonen und Unternehmern, Kommunen und kommunalen Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen dabei helfen, "mit wenigen Klicks" ein passendes Förder- und Beratungsangebot im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu finden.
 
Einen schnellen Gesamtüberblick über die veränderte Förderlandschaft ermöglicht das 2-seitige Infoblatt „Förderprogramme für Hauseigentümer“ des BMWi (s. unten zum Download). Bedarfsgerecht unterteilt nach den Themen Beratung, Bauen, Sanieren und Heizen bietet dieses Übersichtsblatt eine gute Orientierungshilfe für die Beratung und Vorauswahl eines passenden Förderprogramms.
 
Verbesserte KfW-Förderung
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die KfW informieren über die ab 24.01.2020 verbesserte Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren im CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Damit werden die Klimabeschlüsse der Bundesregierung aus September 2019 umgesetzt. Gleichzeitig wird der Zugang zu den Förderprogrammen mit Hilfe des „Förderwegweisers Energieeffizienz“ noch einfacher und transparenter.
 
Von den Anpassungen in den Förderprogrammen profitieren Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. So steigen die Tilgungszuschüsse in den Kreditprogrammen gemäß den Vorgaben aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung um 10 Prozentpunkte. Für Sanierungen von Wohngebäuden werden die Tilgungszuschüsse zudem um weitere 2,5 Prozentpunkte angehoben. Die jährlichen effektiven Kreditzinsen sind dadurch in den meisten Fällen negativ. Der Zuschuss für die Sanierung von Wohngebäuden steigt um 10 Prozentpunkte. Zusätzlich wird der Förderhöchstbetrag für Effizienzhäuser im Kredit und im Zuschuss für Wohngebäude von 100.000 auf 120.000 EUR erhöht.
 
Die Änderungen im Einzelnen:

  • Sanierung von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse im Kredit um 12,5 Prozentpunkte (Programme Nr. 151, 152) und der Investitionszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programm Nr. 430)
  • Neubau von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programm Nr. 153)
  • Sanierung von Nichtwohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programme Nr. 277, 278, 218, 219)
  • Erhöhung des Förderhöchstbetrages für Effizienzhäuser (Wohngebäude) im Neubau und der Sanierung von 100.000 EUR auf 120.000 EUR (151, 153, 430)

Bereits zum 01.01.2020 wurde die Förderung von Öl-Heizungen beendet. Hauseigentümer, die sich für eine neue Heizungsanlage interessieren, können sich seit 01.01.2020 an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wenden. Dort können sie auch die im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 beschlossene Austauschprämie für Ölheizungen (als Teil der Förderung im MAP, s.o.) beantragen.
 
Die Programme „Zuschuss Baubegleitung (431)“ und „Zuschuss Brennstoffzelle (433)“ bleiben unverändert.
 
Weitere Informationen zur KfW-Förderung Energieeffizient bauen und Sanieren sind hier erhältlich: www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020/

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Erneuerbare Energien Wed, 29 Jan 2020 18:13:37 +0100