Im Notfall den richtigen Handwerker finden

Wenn die Haustechnik streikt

Die Kosten für teure Notdienste sinken, wenn Eigenheimbesitzer ihre Haustechnik regelmäßig durch den SHK-Fachmann prüfen lassen. Denn viele Störungen und Fehlfunktionen lassen sich beseitigen, bevor große Schäden entstehen. Foto: ZVSHK

Rohrbruch, Ausfall der Heizung, Gasgeruch – Störungen der Haustechnik im Eigenheim treten meist außerhalb der üblichen Geschäftszeiten auf. Oft hilft dann nur der Anruf beim Notdienst. Um hier nicht an schwarze Schafe zu geraten und überhöhte Rechnungen für unfachmännische Leistungen zu zahlen, sollten bei der Notdienst-Suche einige Regeln beachtet werden.

Unerlässlich ist der Blick auf die Qualifikation: Handelt es sich um einen Meisterbetrieb? Gibt es aussagekräftige Referenzen?

Idealerweise bietet der Handwerksbetrieb, der die Installation der Haustechnik übernommen hat, einen Notdienst. Alternativ empfiehlt sich die Handwerkersuche auf der Internetseite des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): Die Handwerkersuche des SHK-Handwerks

Die Innungs-Notdienste arbeiten auf Rechnung und informieren bereits am Telefon über den Kostenrahmen. Denn der letztlich zu zahlende Preis setzt sich zusammen aus dem Stundenlohn, den Kosten für die Anfahrt, der Höhe des Wochenend- und Feiertagzuschlags und den Kosten für eventuelle Ersatzteile.

Wer das Risiko überraschender Störungen verringern möchte, sollte seine Haustechnik regelmäßig durch einen Fachbetrieb warten lassen. Meist lohnt sich das doppelt, denn die Kontrolle kann auch dazu beitragen, dass die Energie- und Verbrauchskosten sinken.

Notdienst: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Wenn der Handwerker am späten Abend oder am Feiertag kommt, kann es auch bei relativ kleinen Problemen teurer werden. Denn nach der üblichen Geschäftszeit berechnen Handwerksbetriebe einen Notdienstzuschlag – der ist tariflich geregelt und fällt zwischen 25 und 150 Prozent höher aus als die üblichen Stundensätze. Er darf aber nur auf die Arbeitszeit erhoben werden, nicht auf Materialkosten. Ebenfalls berechnet wird die Anfahrt – weswegen es sich empfiehlt, einen Betrieb aus der Nachbarschaft zu beauftragen. Bei der Kontaktaufnahme ist es ratsam, sich gleich über Stundensätze und Anfahrtskosten zu informieren. Handwerker in der Nähe finden

Um Störungen der Haustechnik entgegenzuwirken, empfiehlt sich ein Wartungsvertrag mit einem SHK-Fachbetrieb. Die regelmäßige Überprüfung der Haustechnik senkt das Ausfallrisiko deutlich.

Notdienstnummern abspeichern

Echte technische Notfälle im Eigenheim sind glücklicherweise recht selten – aber wenn beispielsweise eine Wasserleitung defekt ist, muss es schnell gehen. Deswegen lohnt es sich, auf den Notfall vorbereitet zu sein: Wo befindet sich der Haupthahn für die Wasserversorgung? Wo ist die Hauptsicherung für die Stromversorgung und der Notaus-Schalter für die Gas- oder Ölheizung? Lesen Sie dazu auch: Tipps ums Haus

Wer als Hausbesitzer kompetente Ansprechpartner für den Notfall sucht, kann sich an die jeweiligen Berufsorganisationen wenden. So bietet der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unter www.wasserwaermeluft.de eine Suche nach regionalen Ansprechpartnern. Um die Anfahrtspauschale niedrig zu halten, empfiehlt es sich, mit einem Betrieb aus der Nähe über die Notdienst-Regelung und entstehende Kosten zu sprechen. Die Notrufnummern sollten dann im Smartphone gespeichert werden, um sie im Ernstfall griffbereit zu haben.

Wenn die Haustechnik streikt

Haustechnik versagt meist dann, wenn sie stark beansprucht wird. Deswegen streikt die Klimaanlage im Hochsommer und wenn es draußen richtig kalt geworden ist, fällt die Heizung aus. Die Folgen sind in der Regel auch finanziell unangenehm, denn Notdienste sind teurer als Reparaturen zu den üblichen Geschäftszeiten.

Manchmal ist jedoch schnelles Handeln notwendig. Um in der stressigen Situation bei der Suche nach einem Notdienst nicht auf ein schwarzes Schaf hereinzufallen, sollten Eigenheimbesitzer eine Liste mit Notfallnummern anlegen bevor etwas passiert. Dann ist es im Schadensfall überhaupt kein Problem, in wenigen Minuten den richtigen Fachman ans Telefon zu bekommen.

Für den Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich empfehlen sich Innungsfachbetriebe des ZVSHK. Die Kosten für Notdienst-Einsätze lassen sich hier jederzeit nachvollziehen. Expertentipp: „Über einen Wartungsvertrag übernehmen viele Betriebe auch den Notdienst für die Heizung zu vereinbarten Konditionen“, so Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverband Heizung Sanitär Klima (ZVSHK). Die jährliche Inspektion sorgt zudem für Energieeinparungen im laufenden Betrieb.

Fachbetriebe in Ihrer Nähe finden Sie in der Handwerkersuche der SHK-Organisation: Betrieb finden