Klimapaket 2020 – Rund um die Heizung

Klimapaket und Eigenheim

Nach der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, stillgelegt und gegen moderne und energiesparende Varianten ausgetauscht werden.

Nachdem Ende letzten Jahres das sogenannte Klimapaket beschlossen wurde, beginnt die Bundesregierung jetzt mit der konkreten Umsetzung. Dazu gehören auch neue Förderrichtlinien für Heizsysteme, die erneuerbare Energie nutzen. Eigenheimbesitzer, die ihre alte Ölheizung gegen ein System austauschen, das ohne fossile Brennstoffe auskommt, bekommen bis zu 45 Prozent der Ausgaben erstattet. Darüber hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten der Förderung. So unterstützen beispielsweise die KfW-Programme „Energieeffizient Bauen“ und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ bei energetischen Baumaßnahmen. Auch die Energieberatung selbst ist förderfähig, ebenso wie die Heizungsoptimierung, die schon seit Mitte 2016 mit 30 Prozent bezuschusst wird.

In der Summe gibt es für Eigenheimbesitzer, die auf erneuerbare Energien setzen, große finanzielle Unterstützung. Experten gehen davon aus, dass der Austausch veralteter Heizsysteme sich dadurch deutlich beschleunigt. Weil jeder ausgetauschte Altkessel bis zu 2,7 Tonnen CO2 einspart, wird der Effekt auf die CO2-Bilanz groß sein. Wer über ein neues und energiesparendes Heizsystem nachdenkt, sollte Kontakt zum Heizungsfachbetrieb vor Ort suchen. Die Experten sind über den aktuellen Stand der Entwicklung bestens informiert, kennen sich mit Fördermitteln aus und haben vor allem einen umfassenden Überblick über die aktuell verfügbaren und maximal förderfähigen Heizsysteme.

Ohne Beratung geht es nicht

Heizungstausch

Auch wenn das Datum noch nicht feststeht: Die Ära fossiler Brennstoffe geht zu Ende, die Heizsysteme in deutschen Kellern werden sich verändern. Dies unterstreicht auch das Klimapaket der Bundesregierung, in dessen Rahmen die Förderung regenerativer Brennstoffe seit Jahresbeginn weiter ausgebaut wurde. Heizsysteme auf Basis des fossilen Energieträgers Öl sind spätestens ab 2026 nur noch eingeschränkt förderfähig.

Viele Baufamilien und sanierungswillige Eigenheimbesitzer werden sich deswegen nach Alternativen umsehen. Der Markt bietet glücklicherweise ausreichend Möglichkeiten: Pelletheizungen, Wärmepumpen und Solarthermie kommen komplett ohne fossile Brennstoffe aus. 

Und wer weiter auf fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl setzen möchte, kann diese als sogenanntes Hybridsystem planen. Gemeint sind damit beispielsweise Öl-Brennwertheizungen, die mit einer solarthermischen Anlage zur Warmwassererzeugung gekoppelt sind. Dadurch lassen sich die CO2-Emissionen des Heizsystems deutlich reduzieren – folgerichtig wird anteilig die Anschaffung des Solarsystems und dessen Einbau finanziell bezuschusst. Da die Fördermöglichkeiten sehr vielfältig sind und es sogar finanzielle Unterstützung für die Demontage der Altanlage oder für Maurerarbeiten gibt, die im Laufe des Heizungstauschs notwendig werden, ist eine Beratung durch den Fachmann unerlässlich. Die Experten aus dem Heizungsfachbetrieb vor Ort sind in puncto Fördermittel stets auf dem neuesten Stand. Es lohnt sich also, rechtzeitig das Gespräch zu suchen, damit beim Neubau oder beim Austausch des veralteten Heizsystems die maximalen Förderbeträge in Anspruch genommen werden können.

Alte Heizungen werden stillgelegt

Drei Jahrzehnte sind genug

Seit Jahresanfang müssen viele Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, stillgelegt und gegen energiesparende Varianten ersetzt werden. Wer einen derartigen Oldie im Keller hat, sollte sich zeitnah in einem Heizungsfachbetrieb beraten lassen. Denn die ohnehin schon komplexen Förderbedingungen wurden jetzt durch „Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wohnungsmarkt“ ergänzt bzw. ersetzt.

Was bedeutet das für Eigenheimbesitzer, die ihre alte Heizung austauschen? Seit Januar wird die Anschaffung von reinen Öl-Brennwertgeräten vom Staat nicht mehr gefördert – der bisherige Investitionskostenzuschuss von 15 Prozent durch die KfW-Bank entfällt. Stattdessen gibt es für selbst bewohnte Eigenheime deutlich höhere Förderungen für die Nutzung erneuerbarer Energien. Bis zu 45 Prozent der Investitionssumme werden vom Staat übernommen. Finanziell unterstützt wird nicht nur der Kauf eines regenerativen Heizsystems, sondern auch alle Arbeiten, die für den Einbau notwendig sind. Da es für Laien aktuell kaum möglich ist, aus der Vielzahl der Möglichkeiten die individuell beste Lösung herauszufinden, ist eine individuelle Beratung unverzichtbar.

Wie lange heizen wir noch mit fossilen Brennstoffen?

Hybridheizungen werden gefördert

Nachdem im letzten Jahr das Klimapaket beschlossen wurde, wuchs die Sorge, dass es künftig keine öl- oder gasbetriebenen Heizungen mehr geben wird. Tatsächlich werden beide Heizsysteme auch in Zukunft noch erlaubt sein – wie der Blick in die neuen Förderrichtlinien für den Heizungsbereich zeigt. Wer heute einen Öl- oder Gaskessel kauft, wird ihn voraussichtlich noch bis zum Ende der Gerätelebensdauer betreiben können.

Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts sind neu eingebaute Heizölkessel aber vermutlich nur noch in Verbindung mit erneuerbaren Energien zulässig. Ein generelles Verbot von Ölheizungen ist derzeit nicht geplant. Allerdings unterstützt die neue Förderrichtlinie den Kauf von Ölheizungen nicht mehr. Es sei denn, der Ölkessel wird mit einer Solaranlage, Wärmepumpe oder einem Pellet- bzw. Holzkessel kombiniert. Kauf und Einbau dieser ergänzenden Bestandteile werden dann finanziell gefördert. Wird auf Öl als Energieträger verzichtet und auf eine Wärmepumpe, Pelletkessel oder Hybridheizung auf Gasbasis gesetzt, erhöht sich die Förderung um 10 Prozent. Dadurch trägt der Staat bis zu 45 Prozent der Investitionssumme und federt so die Umstellungskosten ab.

Wer aktuell einen Hausbau oder die energetische Sanierung seines Eigenheims plant, sollte sich über die Fördermöglichkeiten bei einem Fachmann informieren. Empfehlenswert sind die Experten aus dem Heizungsfachbetrieb vor Ort.