Regenwasser sinnvoll nutzen

Bewässern mit Köpfchen

Nicht nur während der heißen Sommertage sinnvoll: Regenwasser sammeln und dann in Haushalt und Garten nutzen. ZVSHK-Fotos: Igor/E.Atamenko/123rf

Sattgrüner Rasen und blühende Pflanzen werten jeden Garten deutlich auf, erfordern aber auch eine regelmäßige Bewässerung. Wer dafür kalkarmes, weiches Regenwasser nimmt, erfreut die Pflanzen und spart bares Geld ein. Am einfachsten lässt sich das Wasser in einer Regentonne auffangen. Das ist mit geringen Kosten verbunden, allerdings ist der Nutzen sehr begrenzt.

Effektiver ist eine Regenwassernutzungsanlage, die jederzeit nachgerüstet werden kann. Mit dem gesammelten Wasser lässt sich nicht nur der Garten wässern, auch WC und Waschmaschine können mit Regenwasser betrieben werden (bei Waschmaschinen ist eine Kennzeichnung erforderlich). Bis zu 60 Kubikmeter Trinkwasser kann ein Vier-Personen-Haushalt so ersetzen. Auf den Kosten bleibt der Eigenheimbesitzer nicht allein sitzen, denn viele Kommunen fördern die intelligente Nutzung und Rückhaltung von Regenwasser finanziell. Mehr lesen: Fördermittel

Durch die Verrieselung auf dem Grundstück lassen sich zudem Abwassergebühren sparen. Entscheidend für den Praxiswert einer Regenwassernutzungsanlage ist die professionelle Installation und Wartung durch einen SHK-Fachbetrieb. Dies gewährleistet, dass Trink- und Regenwasser strikt getrennt sind, der Speicher ausreichend groß bemessen ist und die Hauseigentümer der nächsten Trockenperiode entspannt entgegensehen können.

Alles Gute kommt von oben

Fünf gute Gründe für Regenwassernutzung

Trinkwasser wird immer teurer. Dies ist jedoch nicht der einzige Grund, weshalb es sich lohnt, kostenloses Regenwasser zu sammeln.

  • Pflanzen danken es Hauseigentümern, mit Regenwasser bewässert zu werden. Rhododendron, Geranien, aber auch Zimmerpflanzen vertragen das kostenlose Regenwasser meist besser als das kalkhaltige Pendant aus der Leitung.
  • „Wer Regenwasser im Haushalt nutzt, kann seinen Trinkwasserverbrauch um bis zu 50 Prozent senken“, weiß Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Voraussetzung dafür ist eine fachgerecht installierte Regenwassernutzungsanlage. Das Gespräch mit dem SHK-Fachbetrieb vor Ort lohnt sich also gleich mehrfach:
  • Viele Kommunen fördern die intelligente Nutzung und Rückhaltung von Regenwasser finanziell.
  • Außerdem entlastet die nachhaltige Regenwassernutzung das Kanalnetz und die Kläranlagen, seine Rückhaltung dient auch dem Hochwasserschutz.
  • Praktisch: Regenwasser besitzt eine höhere Reinigungskraft als Leitungswasser, weil es keinen Kalk enthält. Das schont die Waschmaschine und spart zudem Reinigungsmittel.

Fazit: Ob im Garten oder zum Wäschewaschen: Regenwasser zu nutzen, schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Niederschlag mit Spareffekt

Durchschnittlich 127 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche täglich. Aber nur knapp die Hälfte davon muss tatsächlich Trinkwasserqualität haben. Regenwasser zu sammeln und es in Zeiten steigender Wassergebühren und sinkender Grundwasserspiegel im Haus oder für die Gartenbewässerung zu nutzen, hilft nicht nur der Umwelt, sondern kann bares Geld sparen: Bei einer vierköpfigen Familie sind das bis zu 300 Euro im Jahr.

„Die Grundvoraussetzung, um Regenwasser im Haus zu verwenden, ist eine fachgerecht installierte Regenwassernutzungsanlage“, betont Frank Ebisch, Sprecher des ZVSHK. Das Grundprinzip ist einfach: Regenwasser wird aufgefangen, gefiltert und in einem Tank gesammelt. Durch ein separates Rohrsystem wird das kostenlose Wasser dann zur Waschmaschine (Kennzeichnung erforderlich), zum WC oder zur Außenzapfstelle gepumpt.

Mehr lesen: Wasser sparen

Regenwasser sinnvoll nutzen

Heiße, trockene Sommer mit plötzlichem Starkregen: Die mit dem Klimawandel einhergehenden Wetterveränderungen machen Anlagen zur Regenwassernutzung für Eigenheimbesitzer immer interessanter. Denn Regenwasser bietet viele Vorteile: Es ist kostenlos, kalkarm und mit richtiger Planung vielseitig einsetzbar. Als Brauchwasser für Waschmaschine (Kennzeichnung erforderlich) und WC kann das himmlische Nass fast die Hälfte des teuren Trinkwassers im Haushalt ersetzen. Auch für die Gartenbewässerung ist es ideal – in den trockenen Sommermonaten ist schließlich jede Woche mit 20 Litern Wasserbedarf pro Quadratmeter zu rechnen. Gut, wenn hierfür kein Trinkwasser verwendet wird.

Da fast jedes Haus über eine Dachentwässerung verfügt, ist das Sammeln großer Wassermengen im Prinzip ganz einfach: Der Regen wird nicht in die Kanalisation, sondern in einen Regenwassertank geleitet. Dessen Größe hängt von den individuellen Gewohnheiten der Hausbewohner sowie der Niederschlagsmenge in der Region ab. Es empfiehlt sich daher, möglichst früh in der Planungsphase einen Fachmann aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk hinzuzuziehen. Denn es geht nicht nur darum, Regenwasser zu sammeln, es muss auch gefiltert und dann über ein separates Rohrsystem zu den Verbrauchsstellen transportiert werden.