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Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erstellt.

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News

    Das Handwerk in der Corona-Krise

    Das SHK-Handwerk ist darauf vorbereitet, die Arbeiten unter Einhaltung aller empfohlenen Hygieneregeln umzusetzen

    Badausbau nicht verschieben

    Noch weiß niemand, wie lange es wegen des Corona-Virus weitere Einschränkungen geben wird. Bundesweit planen tausende Eigenheimbesitzer den Umbau ihres Badezimmers zu einer modernen und meist barrierefreien Wellness-Oase. Viele sind nun unsicher, ob die Arbeiten während der Einschränkungen durch das Corona-Virus sinnvoll und möglich sind.

    Das Handwerk hat darauf eine klare Antwort. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Die Mitarbeiter der SHK-Fachbetriebe folgen strikt den Empfehlungen zur Infektionsvermeidung und halten sich schon im eigenen Interesse an die Einhaltung der Hygieneregeln.“ Insbesondere achten die Fachhandwerker darauf, zu den Hausbewohnern ausreichenden Abstand zu halten. Bei umsichtigen Verhalten aller Beteiligten ist das nicht schwer, denn während der Arbeiten gibt es nur selten einen Grund, direkt mit den Bewohnern in Kontakt zu treten. Viele Eigenheime verfügen zudem über einen separaten Eingang, den die Fachhandwerkern nutzen können. So lässt sich die Ansteckungsgefahr nochmals deutlich reduzieren. Wer Adressen lokaler Sanitärfachbetriebe sucht, findet diese in der Handwerkersuche.

    Defekte Haustechnik in der Quarantäne

    Die Zahl derjenigen, die sich wegen einer Corona-Infektion in ihrem Umfeld in Quarantäne befinden, ist groß. Vor allem Eigenheimbesitzer sollten sich dann auf ihre Haustechnik verlassen können. Was passiert aber, wenn in einem Quarantäne-Haushalt die Heizung ausfällt oder ein Rohr verstopft? Hierzu Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK): „Wer sich in Quarantäne befindet und bei der Haustechnik eine Notfallsituation hat, sollte den SHK-Fachbetrieb vor Ort anrufen, muss aber auf die Quarantänesituation hinweisen.“ Der Fachbetrieb kann den Auftrag annehmen, wenn durch den Defekt die Sicherheit der Bewohner bedroht ist. In der Regel wird der Fachmann dann in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden die notwendigen Maßnahmen besprechen – und dabei auch eine mögliche Verschiebung der Arbeiten prüfen. Wichtig zu wissen: Es besteht keine Verpflichtung des Fachbetriebs, den Auftrag anzunehmen. Denn dieser muss freiwillige Mitarbeiter finden, die sich bereit erklären, den Einsatz zu übernehmen. Die Arbeiten werden dann in kompletter Schutzkleidung (Atemschutz FFP3, Schutzbrille, Einmal-Anzug, Latexhandschuhe) durchgeführt. Zudem müssen die Mitarbeiter im An- und Ablegen von Schutzkleidung geschult sein.

    Damit im Quarantänefall Verlass auf die Haustechnik ist, empfiehlt es sich, die turnusmäßigen Wartungen der Heizungs- und Klimatechnik trotz der Corona-Krise durchführen zu lassen. Denn so verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass im Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne wichtige Systeme ausfallen.

    Den Fachbetrieb in Ihrer Nähe finden Sie in der Handwerkersuche.

    Heizungsaustausch nicht verschieben

    Noch weiß niemand, wie lange es wegen des Corona-Virus weitere Einschränkungen geben wird. Aktuell planen tausende Eigenheimbesitzer den Austausch ihrer alten Heizung gegen ein energiesparendes System, meist auf Basis erneuerbarer Energie. Der Staat übernimmt hierbei bis zu 45 Prozent der Kosten. Viele sind nun unsicher, ob ein Austausch während der Einschränkungen durch das Corona-Virus sinnvoll und möglich ist. Das Handwerk hat darauf eine klare Antwort. Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: „Die Mitarbeiter der SHK-Fachbetriebe folgen strikt den Empfehlungen zur Infektionsvermeidung und halten sich schon im eigenen Interesse an die Einhaltung der Hygieneregeln.“ Insbesondere achten die Fachhandwerker darauf, zu den Hausbewohnern ausreichenden Abstand zu halten.

    Bei umsichtigen Verhalten aller Beteiligten ist das nicht schwer, denn während der Arbeiten gibt es nur selten einen Grund, direkt mit den Bewohnern in Kontakt zu treten. Viele Eigenheime verfügen zudem über einen separaten Eingang, beispielsweise in die Kellerräume, den die Fachhandwerkern nutzen können. So lässt sich die Ansteckungsgefahr nochmals deutlich reduzieren. Wer Adressen lokaler Heizungsfachbetriebe sucht, findet diese in der Handwerkersuche.

    Können Handwerks-Aufträge storniert werden?

    Die Auftragsbücher im Handwerk sind gut gefüllt, viele Eigenheimbesitzer haben den Austausch der Heizungsanlage oder den Badumbau schon vor Monaten in Auftrag gegeben.

    Unter dem Eindruck der Corona-Krise denkt nun so mancher Hausbesitzer darüber nach, den Auftrag zu stornieren. Wie ist die Rechtslage? Einen Kündigungsgrund „Angst vor Ansteckung“ gibt es nicht. Und so lange alle Hausbewohner gesund sind, können die Arbeiten in der Regel problemlos durchgeführt werden. Hierzu Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Die Fachbetriebe halten sich schon im eigenen Interesse an die Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Ansteckungen. Das Risiko ist deswegen gering“. Eigenheimbesitzer, die dennoch Angst vor Ansteckung haben, können mit dem Fachbetrieb über eine mögliche Verschiebung der Arbeiten sprechen. Hierbei wird dann auch geklärt, ob dadurch zusätzliche Kosten entstehen, beispielsweise weil der Fachhandwerker bereits in Vorleistung gegangen ist und teure Bauteile bestellt hat. Weitere Informationen und Kontaktadressen bei Ihrem Fachbetrieb.

    SHK-Fachbetriebe gehören zur kritischen Infrastruktur

    Die Corona-Krise macht die Achilles-Fersen unserer Gesellschaft deutlich: Das Gesundheitssystem steht auf dem Prüfstand, aber auch die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln besteht in diesen Tagen etliche Stresstests. Der Staat fasst alle Wirtschaftszweige, deren Zusammenspiel das Minimum gesellschaftlichen Lebens sicherstellt, unter dem Begriff „kritische Infrastruktur“ zusammen. Dazu gehören aber bei weitem nicht nur Krankenschwestern, Pfleger, Lebensmittelhändler und Lkw-Fahrer. Auch das Handwerk spielt eine entscheidende Rolle, denn Gesundheit, Trinkwasser, Hygiene, Wärme und Energie sind lebenswichtige Faktoren. Ob Krankenhaus, Pflegeheim, Lebensmittelbetrieb oder öffentliche Verwaltung – jede dieser Einrichtungen benötigt zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit die Unterstützung von Fachbetrieben aus der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche.

    Aber auch im privaten Bereich ist die sichere Funktion der Gebäudetechnik wichtig. Homeoffice und häusliche Quarantäne sind nur möglich, wenn alles zuverlässig funktioniert. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat seinen Mitgliedsbetrieben deswegen einen durchdachten Leitfaden für die Corona-Krise an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe die Funktionstüchtigkeit der Haustechnik auch in Krisenzeiten flächendeckend sichergestellt werden kann. Eigenheimbesitzer sollten in der aktuellen Situation weder Wartungsaufträge verschieben noch geplante Sanierungsmaßnahme absagen. Von Seiten der SHK-Fachbetriebe ist die Einhaltung der empfohlenen Hygienevorschriften sichergestellt, so dass der verlässlichen Versorgung mit Wärme, Wasser und Energie nichts im Weg steht. Wer Fragen hat, sollte sich am besten direkt mit dem SHK-Fachbetrieb vor Ort in Verbindung setzen.

    Förderung Heizung 2020: Zuschüsse bis 45 % für das Heizen mit erneuerbarer Wärme

    Fragen und Antworten des ZVSHK

    Das BAFA hat mit Wirkung zum 01.01.2020 neue Förderrichtlinien veröffentlicht. Diese ermöglichen Zuschüsse bis zu 45%, sind vergleichsweise leicht verständlich und bürokratiearm zu beantragen. Verglichen mit der Förderung bis Ende 2019 kann die neue Richtlinie im Einzelfall eine Verdoppelung der Förderung bedeuten.

    Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (https://www.zvshk.de/) erklärt im Folgenden die Grundlagen mit Schwerpunkt Bestandsanlagen im Einfamilienhausbereich und gibt Hinweise für die weitere Vertiefung.

    Förderanträge aus 2019 werden unabhängig von der tatsächlichen Bearbeitung durch das BAFA nach den alten Regularien abgewickelt. Eine Neubeantragung der gleichen Maßnahme ist nicht möglich.

    Wichtig: Wer eine Austauschverpflichtung nach Energieeinsparverordnung (EnEV) § 10 hat, wird nicht gefördert. Dies betrifft bei Kesseln ab 30 Jahre im Wesentlichen Gebäude, wenn diese nicht selbst bewohnt werden oder den Eigentümer gewechselt haben.

    Vor Ort berät Sie natürlich auch Ihr Fachbetrieb.

    Neues Online-Tool: Förderwegweiser Energieeffizienz hilft bei neuer Förderung 2020 Mehr lesen.

    Fragen und Antworten

    Was wird gefördert (allgemein)?

    Gefördert werden „Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“.

    Damit sind im Wesentlichen neue Wärmeerzeuger gemeint, aber auch alle Arbeiten, die für den Einbau notwendig sind. So sind im Prinzip alle Folgekosten förderfähig, zum Beispiel Maurerarbeiten für Durchbrüche, Demontage von Altanlagen,… Gefördert wird anteilsmäßig. Je nach Maßnahme wird ein Anteil von 20-45% ausgezahlt.

    Warum wird gefördert?

    Im Rahmen des Klimapaketes der Bundesregierung wird für Deutschland bis 2050 eine CO2-Neutralität angestrebt. Investitionen in den Gebäudebestand haben eine lange Lebensdauer. Im Sinne des Klimaschutzes unbefriedigende Lösungen blockieren daher für sehr lange Zeiträume dringend benötigte CO2-Einsparungen.

    Um diese Ziele zu erreichen, ist unter anderem eine mittelfristige Abkehr von fossilen Brennstoffen notwendig. Daher werden Nutzer, die frühzeitig zu erneuerbaren Energien wechseln, durch die neuen Förderprogramme belohnt.

    Kann ich noch mit Gas oder Öl heizen?

    Entgegen der bisweilen etwas reißerischen Berichterstattung der letzten Monate wird das noch weiterhin erlaubt und auch möglich sein. Wer heute einen Öl- oder Gaskessel kauft, wird ihn voraussichtlich noch bis zum Ende der Gerätelebensdauer betreiben können.

    Allerdings ist ein mittelfristiges Ende der Verbrennung von fossilen Brennstoffen aus Klimaschutzsicht notwendig. Wegen der etwas höheren CO2-Emissionen von Heizöl im Vergleich zu Erdgas wird das nach dem aktuellen Diskussionsstand zuerst bei Heizöl offensichtlich werden.

    Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts soll der Einbau eines Heizölkessels im Regelfall nur noch in Verbindung mit erneuerbaren Energien, zum Beispiel einer Solaranlage, zulässig sein. Bestehende Ölheizungen können aber wie bisher weiter genutzt werden.

    Die neue Förderrichtlinie fördert formal Ölheizungen nicht mehr. Wenn ein Ölkessel aber mit erneuerbaren Energien gekoppelt ist, ist dieser erneuerbare Anteil förderfähig. Ein Ölkessel, der mit einer Solaranlage, Wärmepumpe, Pellet- bzw. Holzkessel oder einem Pelletkessel mit Wassertasche (Auszug der Möglichkeiten) kombiniert wird, erhält also für diese ergänzenden Bestandteile weiterhin finanzielle Unterstützung. Wer hingegen eine Ölheizung gegen eine Wärmepumpe, einen Pelletkessel oder eine Hybridheizung auf Gasbasis austauscht, erhält einen um 10%-Punkte höheren Fördersatz im Vergleich zu einer Sanierung, bei der vorher kein Ölkessel vorhanden war. Das bedeutet beim Wechsel zu einer Wärmepumpe eine Förderung von 45% statt 35%. Mit dieser höheren Förderung auf die gesamte Investition werden die Umstellungskosten abgefedert.

    Damit ist Panik nicht angesagt. Man sollte sich aber fragen, ob angesichts der erheblichen Förderung ein frühzeitiger Wechsel zu Erneuerbaren Energien nicht finanziell machbar oder sogar vorteilhaft ist. So oder so gilt, besser ohne Förderung nur den Kessel tauschen als gar nichts zu machen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

    Kann ich meine Heizung überhaupt auf Erneuerbare Energien zu vernünftigen Kosten umstellen?

    Grundsätzlich ist eine Umstellung technisch in den meisten Fällen möglich. Egal ob Wärmepumpe, Pellet oder Solar: Jede Technik hat ihre Randbedingungen, so wie es die alte Heizung auch hatte. Im Prinzip findet sich jedoch fast immer eine Lösung. Der geschulte SHK-Fachbetrieb kennt sich hier aus.

    Es wird für den Kunden eine überschaubare zeitliche Mehrbelastung geben. In den meisten Fällen dürfte die Umstellung im Vergleich zum reinen Kesseltausch etwa einen Tag länger dauern.

    Die Investition ist natürlich deutlich höher. Davon muss man aber die erhebliche Förderung abziehen. Bei einem Wechsel von Öl zu zum Beispiel Pellets werden 45% der förderfähigen Kosten bezuschusst, also fast die Hälfte. In vielen Fällen wird dies bedeuten, dass die realen Mehrkosten aus Kundensicht gering sind oder vielleicht sogar bei Null liegen. Die Kosteneinsparung durch den niedrigen Verbrauch hält aber ein Geräteleben an. Das gute Umweltgewissen ist unbezahlbar.

    Gibt es weitere Förderungen?

    Es gibt Förderungen für die Sanierung bzw. den Neubau von besonders effizienten Gebäuden über die KfW.

    Achtung:  Kumulierung der BAFA-Förderung (also Förderung durch zwei Programme) nur mit den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich

    Diese sind teilweise sogar kumulierbar (also kombinierbar) mit der BAFA-Förderung. Bisweilen gibt es auf Länder- oder kommunaler Ebene weitere Unterstützung, bei der die Kumulierbarkeit aber überprüft werden sollte. Es gibt eine vielschichtige Förderung von KWK-Anlagen, bei der aus verschiedenen Quellen ebenfalls deutliche Summen fließen. KWK-Anlagen, also zum Beispiel Brennstoffzellen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung, sind nicht Bestandteil der hier beschriebenen BAFA-Förderung.

    Die Förderung für die Heizungsoptimierung bleibt weiter bestehen. Weitere Informationen: https://www.wasserwaermeluft.de/qlink/QL7912294

    Ergänzend kann man eine Energieberatung über die KfW fördern lassen. So kann man zum Beispiel einen Sanierungsfahrplan (gefördert) erstellen lassen, der einem zukünftige Sanierungen in einer sinnvollen Reihenfolge vorschlägt. Der Sanierungsfahrplan ist nicht über die hier beschriebene BAFA-Förderung bezuschussbar.

    Im Rahmen des neuen Förderpaketes wurde ebenfalls eine steuerliche Förderung für Erneuerbare Energien im Bestand beschlossen. Diese ist nicht kumulierbar mit der BAFA-Förderung und auch finanziell für die meisten deutlich weniger attraktiv.

    Wie lange wird es diese hohe Förderung geben?

    Rein formal gilt diese Förderrichtlinie bis 31.12.2021. Seitens des BMWI wurde angedeutet, dass die reservierten Haushaltsmittel auskömmlich sein werden. Mit einem unmittelbaren Förderstop ist also nach dem aktuellen Wissensstand auch bei einem hohen Antragseingang nicht zu rechnen.

    Allerdings ist die aktuelle Förderlandschaft nur als Übergang zur für 2021 geplanten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zu betrachten. In diesem Zuge werden voraussichtlich Förderungen bereinigt werden. Die Auswahl an Förderprogrammen wird also möglicherweise kleiner. Inwieweit technische Anforderungen verschärft werden, lässt sich nicht vorhersagen. Ob Fördersätze verändert werden, ist auch nicht sicher. Allerdings scheint die Bereitschaft vorhanden zu sein, hier keine wesentlichen Verschlechterungen einzuführen.

    Wer sich aktuell mit der Sanierung seiner Heizung beschäftigt, ist vermutlich gut beraten, die Sanierung in 2020 durchzuführen und dafür vielleicht sogar etwas früher als geplant zu beginnen. Zu einem Schnellschuss sollte man sich aber dennoch nicht hinreißen lassen. Wenn eine umfangreiche Sanierung einschl. Gebäude sinnvoll erscheint oder gewünscht ist, sollte eine sorgfältige Planung gegenüber einer schnellen Durchführung bevorzugt werden.

    Was wird jetzt genau gefördert?

    Die folgende Darstellung beschränkt sich auf die Förderung eines selbst bewohnten Einfamilienhauses im Bestand über das BAFA. Förderungen für den Neubau oder über die KfW (besonders innovative Maßnahmen) finden sich in der Förderrichtlinie.

    Es werden folgende Sanierungen gefördert (Fördersätze in Klammern):

    1. Wärmepumpen (35%)
      1.1 Luft-Luft-Wärmepumpen werden jedoch nicht gefördert.
    2. Biomasseanlagen (35%)
      2.1. Pellet-, Scheitholz und Hackschnitzelkessel,
      2.2. Pelletöfen mit Wassertasche).
    3. Solarkollektoranlagen (30%)
      3.1. Für Warmwasserbereitung
      3.2. Für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung
    4. Erneuerbare Energien Hybridheizungen
      4.1. Kombination aus den unter 1-3 genannten Wärmeerzeuger (zum Beispiel Pelletkessel mit Solaranlage) 35%
    5. Gas-Hybridheizungen (30%)
      5.1. Kombination aus Gas-Brennwertkessel und einem der unter 1-3 genannten Wärmeerzeuger (zum Beispiel Gas-Brennwertkessel mit Solar)
    6. Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready“ (20%)
      6.1. Gas-Brennwertkessel, der komplett (einschl. Pufferspeicher und planerischer Leistung) für den Einsatz von erneuerbaren Energien vorbereitet ist. Die Nachrüstung der fehlenden Bauteile (zum Beispiel von Solarkollektoren) muss innerhalb von 2 Jahren nach Inbetriebnahme erfolgen.
      → Das ist praktisch eine Nischenlösung für den Fall, dass Sie jetzt sanieren müssen, aber derzeit noch nicht alles ausführen können. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie heute einen Gasbrennwertkessel einbauen und im Rahmen einer geplanten Dachsanierung innerhalb von zwei Jahren eine Solaranlage ergänzen.

    Bei einem Wechsel von einer Öl-Heizung zu einer der oben genannten Heizformen erhöhen sich die Fördersätze um weitere 10%-Punkte. Bei einer Wärmepumpe wäre der Fördersatz damit 45% statt 35%.

    Die neue Förderrichtlinie fördert formal Ölheizungen nicht mehr. Wenn ein Ölkessel aber mit erneuerbaren Energien gekoppelt wird, ist dieser zusätzliche Kostenanteil förderfähig. Ein Ölkessel, der mit einer der Lösungen 1-3 kombiniert wird, erhält also für diese ergänzenden Bestandteile weiterhin finanzielle Unterstützung. Wie dies bei Hybridheizungen abgerechnet wird, wenn beide Wärmeerzeuger in einem Gehäuse verbaut sind, ist noch nicht geklärt.

    Darüber hinaus werden alle Arbeiten, die für die Durchführung der Maßnahme notwendig sind, mit dem jeweiligen Fördersatz bezuschusst. Die Liste der denkbaren Maßnahmen ist lang und könnte zum Beispiel umfassen:

    • Demontagearbeiten und Entsorgung alter Wärmeerzeuger
    • Maurerarbeiten für notwendige Durchbrüche
    • Erstellung eines Fundamentes für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Außengerät) durch einen Gartenbaubetrieb
    • Umstellung auf zentrale Warmwasserbereitung (statt dezentraler Durchlauferhitzer)
    • Hydraulischer Abgleich
    • Austauschheizkörper zur Absenkung der Vorlauftemperatur

    Die Liste ist weder abschließend noch gesichert. Es bleibt abzuwarten, wie großzügig das BAFA hier agieren wird. Da aber die Beantragung der Förderung vor Ausführung erfolgen muss, sollte vor Arbeitsbeginn klar sein, welche Förderbeträge zu erwarten sind.

    Wenn eine Solar-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlagen im Sinne einer Hybridheizung schon an einem alten Kessel vorhanden sind, kann der neue Gas-Brennwertkessel wie eine Gas-Hybridheizung gefördert werden. Eine rückwirkende Förderung der schon bestehenden Anlagenteile ist damit nicht verbunden. Die Vergrößerung einer bestehenden Solaranlage ist ebenfalls förderfähig.

    Welche technischen Randbedingungen muss ich einhalten?

    Grundsätzlich muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden (s. Fachregel Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand). Von der Pflicht ausgenommen sind Heizungen mit Einbindung von Solaranlagen. Hier ist der Abgleich aber dennoch sinnvoll und auch förderfähig.

    Grundsätzlich muss die Effizienz der Heizung nachgewiesen werden. Wie dies genau erfolgt, hängt vom gewählten System ab und ist in der Förderrichtlinie beschrieben. Dies erfolgt bei Gas-Brennwertgeräten und Biomasse über einen Produktwert aus den Herstellerunterlagen (eta S), bei Wärmepumpen über den Nachweis der Jahresarbeitszahl. Bei Solaranlagen, Wärmepumpe und Biomasseheizungen sind nur Anlagen förderfähig, die in den jeweiligen Förderlisten benannt sind. Produkteigenschaften im Sinne von Effizienz bzw. Luftreinhaltung (Biomasse) sind mit dem Eintrag in die BAFA-Listen nachgewiesen. Objektspezifische Anforderungen, zum Beispiel die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe, müssen nachgewiesen werden. Je nach System werden Wärmemengenzähler benötigt. Die Wärmemengenzählung in der Regelung, wie sie teilweise bei Wärmepumpen und Solaranlagen zu finden ist, wird nach dem aktuellen Stand anerkannt.

    Bei Hybridanlagen ist eine gemeinsame Steuerung für alle Wärmeerzeuger notwendig.

    Da die technischen Anforderungen vom gewählten Heizungssystem abhängen, sollte auf jeden Fall die Förderrichtlinie konsultiert werden (s. "Downloads").

    Was muss ich bei der Förderung beachten? (Verfahrensweise)

    Förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

    Für den Förderantrag werden Angebote für alle zu fördernden Arbeiten benötigt. Daraus wird die maximale Fördersumme berechnet. Arbeiten, die nicht im Förderantrag enthalten sind, sind nicht nachträglich förderfähig.
    Die Beantragung und die Abrechnung erfolgen online. Damit ist grundsätzlich eine schnelle Abwicklung gewährleistet. Da das BAFA hier einen im Vergleich zur bisherigen Regelung komplett neuen Verwaltungsvorgang etablieren muss, sollte für die Anfangszeit vorsichtshalber etwas Zeit für die Bearbeitung eingeplant werden. Es empfiehlt sich daher, einen gewissen Risikopuffer einzukalkulieren. Wenn bei bestimmten Arbeiten noch nicht klar ist, ob sie benötigt werden, sollten sie im Angebot und der entsprechenden Angebotssumme vorsorglich enthalten sein. Wenn die Kosten dann tatsächlich niedriger ausfallen, wird die ausgezahlte Fördersumme vom BAFA einfach anteilig gekürzt. Umgekehrt – eine nachträgliche Erhöhung – ist dies nicht möglich. Diese Vorgehensweise entspricht auch der Empfehlung des BAFA.

    Bei der Beauftragung ist auf die in der Förderrichtlinie erwähnten Nachweise zu achten. Da mit einer großen Anzahl von Anträgen zu rechnen ist, ist es für alle Seiten von Vorteil, wenn die Antrags- und Abrechnungsunterlagen ohne Nachfrage bearbeitet werden können.

    Wichtig: Wenn Sie schon nach der alten Förderrichtlinie einen Antrag gestellt haben, ist das alte Verfahren mit den alten Fördersätzen maßgeblich. Eine Rücknahme des alten Antrages, um nach den neuen Richtlinien gefördert zu werden, ist nicht zulässig.

    Der Antrag kann durch den Kunden, aber auch durch den Handwerker gestellt werden. Im letzten Fall wird eine Vollmacht benötigt.

    Ist die Förderrichtlinie leicht verständlich?

    „Offizielle“ Texte werden häufig von Juristen verfasst und sind damit bisweilen schwer für den Normalbürger verständlich. In diesem Fall gibt es jedoch wenig Barrieren. Der Umfang der Förderrichtlinie von 19 Seiten erschreckt zwar auf den ersten Blick. Er umfasst aber alle Fördermöglichkeiten aus dem Programm und muss nicht komplett gelesen werden. So finden Sie sich schnell zurecht:

    1.
    Markieren Sie sich die folgenden für Sie wichtigen Punkte:

    • IV Allgemeine Fördervoraussetzung – Hier steht zum Beispiel, dass die geförderte Anlage mindestens sieben Jahre zweckentsprechend genutzt werden muss.
    • V Zuwendungsempfänger – Hier steht, wer außer privaten Einfamilienhausbesitzern sonst noch gefördert wird.
    • VI.1 Art und Umfang der Förderung – Hier geht es im Prinzip um die Grundlagen. Der Absatz über die AGVO ist für Privatkunden uninteressant.
    • VI.2 Gegenstand und Höhe der Forderung – Hier findet sich die Deckelung der maximal förderfähigen Kosten (bei Wohngebäuden in Höhe von 50.000 € (brutto) pro Wohnung)
    • Suchen Sie Sich aus VI.2.X die für Sie interessante Förderung aus, also zum Beispiel VI.2.5 für Biomasseanlagen und VI.2.1 zusätzlich, wenn Sie von Öl wechseln sollten. Die Unterkapitel enthalten Unterscheidungen in Neu- und Altbau. Da wir uns hier über den Altbau unterhalten, streichen Sie einfach den Neubaubereich. Ganz wichtig: Hier finden Sich die technischen Mindestanforderungen für eine Förderung.
      Anforderungen an die Produkte (zum Beispiel CO bie Biomasseanlagen) können Sie überlesen, wenn es für das jeweilige Produkt eine entsprechende Liste der förderbaren Anlagen gibt. Vergleichen Sie hierzu den unten aufgeführten Link zu den technischen Mindestanforderungen.
    • VIII Kumulierung: Hier steht, welche Förderungen kumuliert, also gleichzeitig in Anspruch genommen werden dürfen. Wenn Sie keine weitere Förderung bekommen oder beantragen wollen, können Sie diesen Punkt übergehen. Die Absätze zur „De-Minimis-Verordnung“ oder zu „KMU“ betreffen nur Gewerbe.
    • IX.1 Verfahren Zuschussförderung  - Dieser Punkt ist sehr wichtig. Hier steht, welche Verfahrensschritte Sie einhalten müssen. Das ist alles relativ einfach machbar. Beispiel: Erst beantragen, dann beauftragen. Wenn man hier einen Fehler hat, verliert man aber schnell viel Geld. Beispiel: Wer mit der Maßnahme beginnt, ohne einen Antrag gestellt und genehmigt bekommen zu haben, bekommt kein Geld. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

    2.
    Es verbleiben jetzt je nach Fördermaßnahme nur noch 3-4 Seiten, die Sie lesen sollten. Im Gegenzug erhalten Sie (bzw. Ihr Kunde) Förderungen, die bei 5.000-7.000 € im Einfamilienhaus liegen können. Die Höhe können Sie abschätzen, wenn Sie den Fördersatz mit der Summe der Kosten multiplizieren.

    • Beispiel Wärmepumpe über 21.000 € (einschl. aller Kosten) bei Wechsel von einem Gaskessel (35% Fördersatz): 21.000 €*35%= 7.350 €

    Der Antragseingang beim BAFA wurde bestätigt. Eine Förderzusage wurde aber noch nicht erteilt. Wie verhalte ich mich?

    Bedingt durch die grundlegende Veränderung der Förderung und durch die deutlich erhöhten Förderbeträge kann es zu längeren Bearbeitungszeiten kommen. Sobald der Antrag beim BAFA eingegangen ist, kann grundsätzlich mit der gewünschten Maßnahme begonnen werden. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die Beauftragung des Handwerkers erfolgen kann. Das Risiko der Genehmigung bzw. der Förderhöhe trägt grundsätzlich der Antragsteller (Kunde). Bei schneller Durchführung ist damit zu rechnen, dass die ausgezahlte Förderung deutlich nach der Rechnungslegung durch den Handwerker erfolgt. Die Zwischenfinanzierung durch den Kunden bis zur Auszahlung durch das BAFA erfolgt also eventuell über einen längeren Zeitraum. Wenn die Sicherheit einer Förderzusage gewünscht wird, aber trotzdem mit vorbereitenden Maßnahmen (mit geringem finanziellem Risiko) angefangen werden soll, empfiehlt sich eine vertragliche Klarstellung. Zum Einen sollte klargestellt werden, dass der Betrieb nicht das Risiko der Fördergenehmigung übernimmt und zum anderen, dass bereits ausgeführte Leistungen auch bei nicht gegebener Förderung vergütungspflichtig bleiben.

    Musterformulierung: Der Vertrag wird in der Erwartung einer Förderzusage in beantragter Höhe geschlossen. Der Auftragnehmer übernimmt nicht das Risiko der tatsächlichen Förderzusage. Bei nicht gegebener Förderung werden die Vertragsparteien den Vertrag anpassen. Bereits ausgeführte Leistungen (auch Planungs- und Vorbereitungsleistungen) bleiben in jedem Fall vergütungspflichtig.

    Downloads und Links

    (bezogen auf Sanierung im Bestand)

    Neues Online-Tool: Förderwegweiser Energieeffizienz hilft bei neuer Förderung 2020
    https://www.wasserwaermeluft.de/qlink/QL82113126

    Link zum BAFA-Portal (allgemeine Information)
    https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html

    Link zum BAFA-Portal (Fördersätze im Überblick)
    https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ee_foerderuebersicht_2020.pdf?__blob=publicationFile&v=3

    Link zum BAFA-Portal (Fördervoraussetzungen und technische Mindestanforderungen)
    https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerdervoraussetzungen/foerdervoraussetzungen_node.html#doc13413306bodyText2

    Link zum BAFA-Portal (Antragsformular)
    https://fms.bafa.de/BafaFrame/map

    Link zum Bundesanzeiger (Förderrichtlinie) Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 30. Dezember 2019
    https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?page.navid=to_bookmark_officialsite&genericsearch_param.edition=BAnz+AT+31.12.2019&global_data.language=de

    Link zum BAFA (Formular zu Erteilung einer Vollmacht bei Antragstellung durch den Handwerker)
    https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ee_formular_vollmacht.html?nn=13288524

    Link zur Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand“
    https://www.zvshk.de/qlink/QL7814682

    Link VdZ „Unterlagen hydraulischer Abgleich“
    https://www.vdzev.de/broschueren/formulare-hydraulischer-abgleich/

    Link zur Energieeinsparverordnung (EnEV)
    http://www.gesetze-im-internet.de/enev_2007/index.html

    Link zur Handwerkersuche: Fachbetrieb finden

    ZVSHK Position zum Thema Illegales Brennholz

    Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima und seine Mitglieder sprechen sich ausdrücklich für den Erhalt der Naturwälder in Osteuropa aus.

    St. Augustin, 05.02.2020 Nach verschiedenen Medienberichten der letzten Wochen werden offensichtlich große Mengen illegal geschlagenes Brennholz aus Osteuropa nach Deutschland importiert. (Quelle u. a. NDR Fernsehen „Kaminöfen: Gemütlich, aber schädlich?“ vom 20.01.2020)

    Ein Teil dieses Holzes scheint zudem aus geschützten Wäldern, wie z. B. Nationalparks zu stammen. Die Rodung solcher ökologisch wertvollen Urwälder schadet der Umwelt in besonderem Maße. Sie zerstört die Unberührtheit der dort ansässigen Tier- und Pflanzenwelt, die zu den wenigen dieser Art gehören, die in Europa noch zu finden sind.

    In Deutschland und Mitteleuropa sind diese Ökosysteme auf Grund der Bevölkerungsdichte, der Urbanisierung und Technisierung nahezu vollständig verschwunden. Folglich ist es eine europäische Aufgabe, diese Wälder zu erhalten. Dazu zählt auch, die dort ansässige Bevölkerung wirtschaftlich so zu fördern, dass diese auf andere Einnahmequellen zurückgreifen können, als auf die Rodung der natürlichen Buchenwälder in ihrer Region.

    Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima und seine Mitglieder sprechen sich ausdrücklich für den Erhalt der Naturwälder in Osteuropa aus. Sie setzen daher auf eine nachhaltige regionale Holzgewinnung aus heimischen Wäldern. Denn nur wenn lokal nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gewirtschaftet wird, leistet die Holzenergie einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende. Unser Bedürfnis nach behaglicher Wärme aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz darf nicht zu Lasten der letzten europäischen Urwälder gehen.