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Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erstellt.

Georg Bergsteiner GmbH

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Georg Bergsteiner GmbH
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85077 Manching-Oberstimm
Bayern

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News

    Behagliche Wärme

    Mit dem Kaminofen wird es Zuhause ganz schnell warm und gemütlich. Das macht ihn im Winter besonders beliebt. So findet sich das passende Gerät.

    Die "Landlust" beschäftigte sich in mit dem Thema Kaminofen & Co. Verbraucher finden nützliche Informationen und einen Überblick über die Wahl des individuell passenden Kaminofens.

    Der Artikel "Behagliche Wärme" entstand unter Mitarbeit des ZVSHK-Referenten für Ofen- und Luftheizungstechnik Tim Froitzheim. Sie finden ihn hier als pdf-Datei zum Download.

    Dateien:
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    Gaskamine #Besserwisser

    19 Fragen und Antworten

    1.    Wie viel Gas gibt es noch, bzw. wie lange kann man noch mit Gas heizen?
    Die weltweiten verfügbaren Erdgas-Reserven haben sich in den letzten 4 Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Gleichzeitig hat sich der jährliche Gasverbrauch ebenfalls mehr als verdoppelt. Folglich reichen die Vorräte damals wie heute rein rechnerisch noch etwa 50 Jahre.

    2.    Was ist der Unterschied zwischen L- und H-Gas und warum wird auf H-Gas umgestellt?

    • L-Gas
      Die Abkürzung „L“ steht für „low caloric gas“ also für Gas mit geringem Energiegehalt (8 - 10 kWh/m³). Dieses Gas stammt überwiegend aus Deutschland und den Niederlanden. Es wird vor allem in den Teilen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Hessen genutzt.
    • H-Gas
      Die Abkürzung „H“ steht für „high caloric gas“ also für Gas mit hohem Energiegehalt (10 – 12 kWh/m³). H-Gas hat einen höheren Methan-Anteil als L-Gas. Es stammt überwiegend aus Russland, Norwegen und Großbritannien.
    • Umstellung von L- auf H-Gas
      L-Gasvorkommen nehmen ab, daher wird auf das langfristig verfügbare H-Gas umgestellt. Die Umstellung läuft über mehrere Jahre und hat bereits 2015 in einzelnen Städten Niedersachsens begonnen. Mit dem H-Gas wird die gleiche Wärmemenge mit weniger Kubikmeter Gas erzeugt, daher müssen auch die Verbrauchsgeräte überprüft und ggf. umgerüstet werden. Auf die Heizkosten wirkt sich die Umrüstung nicht aus, da  der gemessene Verbrauch in m³umgerechnet und in kWh abgerechnet wird. Bei Geräten, die jünger als 20 Jahre sind, muss i.d.R. nur die Gasdüse getauscht und das Gerät neu eingestellt werden. Im schlechtesten Fall müssen alte Verbrauchsgeräte komplett getauscht werden. Weitere Infos gibt es zum Beispiel bei der Bundesnetzagentur.

    3.    Was sind die Unterschiede zwischen Erd-, Bio-, Wind-, Wasserstoff-Gas und LNG?
    Erdgas entsteht wie auch Erdöl in geologischen Prozessen aus abgestorbener Biomasse, wie z.B. Algen oder Pflanzen. Es ist ein Mischgas, das bei H-Gas zu ca. 98 % aus Methan entsteht.

    Biogas entsteht durch die Vergärung von Biomasse, wie Klärschlamm, Gülle oder Pflanzen. Es ist ein Mischgas, dessen brennbare Bestandteile hauptsächlich aus Methan bestehen.

    Windgas wird aus Wasser mit Hilfe von Strom aus Windenergie erzeugt. Dabei wird das Wasser per Elektrolyse in die Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Wasserstoff kann anschließend in einem weiteren Prozess zu Methan umgewandelt werden. Das Verfahren benötigt sehr viel Energie.

    LNG ist die englische Abkürzung für liquefied natural gas. Erdgas wird auf unter - 161 °C abgekühlt, wobei es sich verflüssigt. Das verflüssigte Gas nimmt nur etwa ein Sechshundertstel des ursprünglichen Volumens ein, d.h. es wird stark komprimiert. Gekühlt oder unter großem Druck kann es in speziellen Behältern gelagert oder transportiert werden. Ein Nachteil: Die Verflüssigung benötigt etwa 10 - 25 % der im Erdgas enthaltenen Energie.

    4.    Wie sicher sind Gaskamine?
    Gasfeuerstätten sind unter Beachtung der geltenden Regelwerke sehr sicher, weil es besonders hohe Sicherheitsstandards für die Gasnutzung gibt. Unfälle oder gar Explosionen entstehen nur durch bewusste Manipulation oder grobe Fahrlässigkeit. Wenn solche Einzelfälle auftreten, schaffen diese es meist in die Medien. Es bleiben jedoch seltene Ausnahmen mit erhöhter medialer Aufmerksamkeit.

    5.    Wie umweltfreundlich ist die Nutzung von Erdgas?
    Erdgas kann emissionsarm verbrannt werden, daher belastet es die Umwelt weniger als zum Beispiel die Verbrennung von Erdöl. Jedoch trägt fossiles Erdgas bei der Verbrennung zur CO2 Anreicherung in der Atmosphäre und damit zum Treibhauseffekt bei, was jedoch verhindert werden könnte, wenn Gas mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Aus erneuerbaren Energien erzeugtes Gas spielt bisher allerdings noch eine untergeordnete Rolle.

    6.    Werden bei der Gas-Verbrennung Ruß und andere Emissionen freigesetzt?
    Erdgas ist ein sehr sauberer Brennstoff, der fast Rückstandsfrei verbrannt werden kann. Eine solche Flamme wäre blau und nicht gut sichtbar. Sie würde also nicht die gewünschte gemütliche Kaminatmosphäre erzeugen. Hierfür wird der Brenner so eingestellt, dass sich das typische gelbe Flammenbild zeigt. Die gelbe Flamme entsteht bei unvollständiger Verbrennung, d.h. es bildet sich Ruß und Kohlenmonoxid. Ein Gaskamin mit schöner gelber Flamme bleibt folglich nie ganz rußfrei, dennoch entsteht hier deutlich weniger Ruß als beim Holz- oder Kohlenbrand.

    7.    Was kostet Gas?
    Da fragt man am besten seinen Gasanbieter. Da Sie beim Anbieter die freie Wahl haben, kann sich ein Wechsel durchaus lohnen. Wer nicht alle 12 oder 24 Monate wechseln möchte, sollte in erster Linie auf niedrige Grund- und Arbeitspreise achten und sich nicht von Wechsel- oder Neukundenprämien ablenken lassen. Anbieter mit hohen Prämien sind oft im ersten Jahr günstiger, nach der Mindestvertragszeit zahlt man jedoch drauf.

    8.    Wie werden sich die Gaspreise wahrscheinlich entwickeln?
    Die Antwort können sie auch würfeln. Jede Vorhersage ist geraten. Manche raten mit mehr Hintergrundwissen, andere mit weniger. Wer hätte schon gedacht, dass der Rohölpreis im Sommer 2016 von über 110 $ pro Barrel Brent auf unter 35 $ fällt? Da die momentan verfügbaren Vorräte jedoch noch mehrere Jahrzehnte reichen werden, ist aktuell mit keinem massiven Preisanstieg zu rechnen.

    9.    Wie effizient sind Gasfeuerstätten?
    Gaskamine arbeiten nicht mit Brennwerttechnik, wie es bei modernen Gaszentralheizungen der Fall ist, d.h. die Abgastemperaturen von Gaskaminen sind höher und die Effizienz damit geringer, weil mehr Energie ungenutzt über den Schornstein abgeführt wird. Seit 2018 schreibt die EU auch Mindest-Effizienzwerte für Gaskamine vor. Alle Geräte auf dem europäischen Markt müssen diese Vorgaben erfüllen.
    Trotz der geringeren Effizienz sollte der Heizeffekt von Gaskaminen nicht unterschätzt werden. Daher sollte man bei der Auswahl des Gaskamins nicht nur auf die Leistung des Gerätes achten, sondern auch den Wärmebedarf des Aufstellraumes ermitteln.

    10.    Wie viel Gas verbraucht eine Gasfeuerstätte?
    Der Gasverbrauch hängt überwiegend von der Nutzung ab. Entscheidend sind die Leistung des Gerätes, eingestellte Leistungsstufe und Betriebsdauer. Ein Gaskamin in gängigem Größenformat benötigt auf mittlerer Leistungsstufe etwa 5 kW bis 10 kW.
    Üblicherweise kostet die Betriebsstunde bei Geräten unter 11 kW deutlich unter einem Euro. Mit anderen Worten, es ist wahrscheinlicher, dass Sie mehr für das Getränk bezahlen, was Sie in der Zeit vor dem Gaskamin genießen, als für die genutzte Gasmenge.

    11.    Was ist Flüssiggas?
    Flüssiggas kann als Brennstoff für Gaskamine verwendet werden. Dies empfiehlt sich vor allem, wenn keine Möglichkeit für einen Anschluss an das Gasnetz besteht. Es hat einen etwas geringeren Energiegehalt als Erdgas, da es aus Propan oder einem Gemisch aus Propan und Butan besteht. Es bleibt bei den bei uns üblichen Temperaturen flüssig, wenn es in einer Gasflasche unter Druck steht. Ein Gaskamin, der mit Flüssiggas betrieben wird, benötigt i.d.R. eine andere Gasdüse oder muss anders eingestellt werden als ein Gaskamin, der mit Erdgas betrieben wird. Daher sollte man bei der Planung des Gerätes berücksichtigen, welcher Brennstoff eingesetzt wird.

    12.    Wie viele Flaschen Flüssiggas dürfen in der Wohnung aufgestellt werden?
    Flüssiggas darf nicht in Räumen unter Erdgleiche gelagert werden, da es schwerer ist als Luft und sich am Boden ansammelt. Innerhalb von Aufenthaltsräumen dürfen nur Flüssiggasflaschen bis zu einem Füllgewicht von höchstens 16 kg aufgestellt werden. In Wohnungen dürfen höchstens zwei Flüssiggasflaschen vorhanden sein, einschließlich entleerter Flüssiggasflaschen. In Schlafräumen, die ausschließlich Schlafzwecken dienen, dürfen keine Flüssiggasflaschen aufgestellt werden.

    13.    Wie oft müssen Gasfeuerstätten gewartet werden?
    Gasfeuerstätten sollten einmal im Jahr bzw. nach Herstellervorgabe durch einen Fachhandwerker gewartet werden.

    14.    Kommt der Schornsteinfeger auch zum Kehren oder Überprüfen von Gaskaminen?
    Gasfeuerstätten werden einmal pro Jahr vom Schornsteinfeger überprüft, wenn sie raumluftabhängig sind. Bei raumluftunabhängigen Feuerstätten wird die Überprüfung nur alle zwei Jahre fällig. Gemessen wird z.B. der Kohlenmonoxidanteil im Abgas. Der Schornstein muss nicht gefegt werden, da bei der Gasverbrennung kaum Ruß anfällt.

    15.    Dürfen mehrere Gaskamine an einer Abgasanlage angeschlossen werden?
    Grundsätzlich dürfen bis zu drei Feuerstätten an eine Abgasanlage angeschlossen werden. Allerdings müssen bestimmte technische Anforderungen eingehalten werden, damit die Abgase sicher über die Mündung abgeführt werden können und nicht über eine andere Feuerstätte wieder austreten. Ob die Anforderungen im konkreten Fall erfüllt werden, fragen Sie Ihren Fachhandwerker.  

    16.    Wie komfortabel und bedienungsfreundlich ist eine Gasfeuerstätte?
    Moderne Gaskamine werden per Fernbedienung oder per App bedient. Vorbereitungsmaßnahmen, wie man sie vom Holzkamin kennt sind hier nicht nötig. Auch die Brennstoffversorgung macht bei Geräten, die an der Gasanlage angeschlossen sind, keine Arbeit. Lediglich bei Anlagen, die mit Flüssiggas aus der Flasche betrieben werden, muss die Flasche händisch gewechselt werden, wenn diese leer ist. Wird die Anlage mit Flüssiggas aus einem Tank betrieben, so wird dieser in der Regel einmal pro Jahr von Ihrem Gaslieferanten gefüllt.

    17.    Wie werden Gasfeuerstätten gereinigt?
    Die Reinigung des Gerätes von außen sollte nur im kalten Zustand durchgeführt werden, wenn der Gaskamin vollständig abgekühlt ist. lässt er sich mit einem feuchten Tuch oder mit sanften Reinigungsmittel säubern. Schauen sie in die Herstelleranleitung. Vorsicht bei Scheuermitteln oder aggressiven Reinigungsmitteln, diese können die Oberflächen beschädigen. Die Innenreinigung sowie die Überprüfung des Abgasweges sollte nur durch einen Fachhandwerker durchgeführt werden. Näheres findet sich in der Bedienungsanleitung der Gasfeuerstätte.

    18.    Braucht eine Gasfeuerstätte einen Schornstein, bzw. ist das der gleiche Schornstein wie beim Holzbrand und muss dieser auch so hoch sein?
    Die Anforderungen an die Abgasanlage unterscheiden sich vom Holzbrand und sind geräteabhängig. Es gelten nicht die gleichen Abstandsregelungen zu Lüftungsöffnungen, die man von festen Brennstoffen kennt. Details erfahren Sie bei Ihrem Fachmann.

    19.    Ist eine Sicherheitseinrichtung notwendig, wenn ein Gaskamin eine Lüftungsanlage/Abluftanlage gleichzeitig betrieben werden sollen?
    Grundsätzlich darf die Betriebssicherheit von Feuerstätten durch Lüftungsanlagen nicht beeinträchtigt werden. Eine Beeinträchtigung kann dann auftreten, wenn die Feuerstätte die Verbrennungsluft direkt aus dem Aufstellraum entnimmt. Diese Feuerstätten müssen durch eine Sicherheitseinrichtung abgesichert werden. Feuerstätten, die unabhängig von der Raumluft arbeiten, also durch eine eigene Leitung mit Verbrennungsluft versorgt werden, bleiben hiervon unberührt. Ausnahme: Ist eine Küchen-Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb vorhanden, sollte immer ein Fensterkontaktschalter installiert werden, da diese Anlagen großen Luftmengen entnehmen und damit großen Unterdruck erzeugen können, der wiederum die Sicherheit beeinträchtigen kann.

    Holzfeuerstätten #Besserwisser

    30 Fragen und Antworten

    Holzfeuerung in Einzelfeuerstätten

    Holz

    1.    Verheizen wir mehr Holz als im Wald nachwächst?
    Nein. Rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland ist bewaldet. Das sind etwa 11,4 Mio. Hektar Wald. Auf jedem Hektar wachsen jährlich durchschnittlich 10 bis 11 Kubikmeter Holz nach, die jedoch nicht komplett genutzt werden. Der gesamte bestehende Holzvorrat sowie 13 % des Nachwuchses verbleiben im Wald. Daher ist der Holzvorrat deutscher Wälder in den letzten Jahren weiter gewachsen und die Nachhaltigkeit gesichert.

    2.    Was bedeutet nachhaltige Forstwirtschaft?
    Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus der deutschen Forstwirtschaft und bedeutet, dass nicht mehr Holz genutzt wird, als nachwächst. Nachhaltige Forstwirtschaft ist ein Generationenvertrag, der sicherstellt, dass auch unsere Kinder und Kindeskinder noch ausreichend Holz zur Verfügung haben.

    3.    Steht genügend Brennholz für Kamine und Öfen zur Verfügung?
    Aktuell kann das Angebot die Nachfrage bedienen, allerdings wird derzeit Brennholz aus anderen Ländern zugekauft. Sollte in Zukunft mehr Holz genutzt werden, können die Preise steigen. Der Brennholzbedarf ist in den vergangenen Jahren jedoch weitestgehend konstant geblieben.

    4.    Ist Holz zu wertvoll, um es zu verbrennen?
    Holz ist eine sehr wertvolle Ressource. Es wird u.a. zum Hausbau, für Möbel, Papier und zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Jedoch liegt nicht das gesamte Nutzholz in der Qualität vor, das es für eine industrielle Verarbeitung geeignet ist, dieses „Restholz“ ist ideal zur Wärmeerzeugung in Öfen und Kaminen geeignet.

    5.    Müssten wir Holzkaskadennutzung vorziehen, d.h. erst Bauholz und Möbel, dann Papier und erst zum Schluss verbrennen?
    Diese Kaskade lässt sich nur mit einem Teil des Holzes nutzen, denn nur, wenn das Holz auch die nötige Qualität z.B. für Möbel hat, kann es auch dafür eingesetzt werden. Eine wirtschaftliche Holznutzung beinhaltet daher automatisch eine Kaskadennutzung, weil ein Baum entsprechend seiner unterschiedlichen Holzqualitäten und Holzpreise für verschiedene Zwecke verarbeitet wird. So kann beispielsweise astreines Stammholz als Bau- oder Möbelholz verkauft werden. Der Verschnitt als Sägenebenprodukten oder Spänen verkauft. Für Möbel oder Bau ungeeignetes Stamm- und Astholz als Brennholz verwendet werden.   

    6.    Wie wichtig ist Holz für die Energiewende?
    Als Gesellschaft haben wir uns die Energiewende zum Ziel gemacht, d.h. wir wollen Atomkraft und fossile Energieträger durch Erneuerbare Energien ersetzen. Als technisiertes Industrieland mit vergleichsweise kalten Wintern haben wir jedoch einen großen Energiebedarf besonders in der kalten Jahreszeit.
    Holz ist mit einem Anteil von Zweidritteln die wichtigste Erneuerbare Energie im Wärmesektor, d.h. ohne Holz würden nicht einmal 5 % des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt. Die Energiewende ist folglich ohne Holz als Wärmequelle nicht erreichbar.

    7.    Wie verbreitet ist das Heizen mit Holz?
    Holzfeuerstätten sind sehr beliebt. In Deutschland gibt es rund 11 Mio. Holzfeuerstätten. Statistisch gesehen nutzt demnach jeder 4. Haushalt einen Kamin oder Ofen. Das Besondere: Die Beliebtheit erstreckt sich über die gesamte Gesellschaft, also unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Einkommen.
    Auch weltweit ist Holz zum Kochen und Heizen die Nr. 1 der erneuerbaren Energien.

    8.    Wie nachhaltig sind Holzimporte?
    Die Unterschiede bei Holzimporten sind groß und reichen von verantwortungsvoller, nachhaltiger Forstwirtschaft, wie wir es aus heimischen Wäldern gewohnt sind, bis hin zum illegalen Raubbau von Urwäldern. Wir empfehlen Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das FSC-Siegel steht beispielsweise für eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft.

    9.    Wie wird Holz richtig gelagert?
    Holz muss vor Feuchtigkeit geschützt, gut belüftet und mindestens zwei Sommer lang getrocknet werden, d.h. es muss vollständig vor der Witterung geschützt sein und darf nicht auf dem Nassen Boden liegen. Der Wind sollte es trocknen können. Es sollte so lange lagern, bis die Holzfeuchte bei 12 % bis 15 % liegt. Dafür sind bei guter Lagerung mindestens zwei Sommer notwendig.

    10.    Wie sinnvoll ist ein Holzfeuchtemessgerät?
    Mit einem Holzfeuchte-Messgerät kann man den Trocknungsgrad von Brennholz überprüfen. Es ist wichtig das Holz unmittelbar vor der Messung zu spalten und in der frischen Spaltfläche zu messen. So wird die Holzfeuchte im Holzinneren gemessen und nicht nur an der Oberfläche des Holzscheits, denn viele Holzfeuchtemessgeräte dringen nicht tief genug in das Holz ein. Insbesondere auf sehr günstige Geräte mit geringer Eindringtiefe ist leider nicht immer Verlass.   

    11.    Was ist gutes Brennholz?
    Gutes Brennholz muss trocken und unbehandelt sein. Es sollte möglichst einen geringen Rindenanteil haben, keine Erde oder andere Verschmutzung aufweisen, nicht zu groß gespalten sein und für den Ofen oder Kamin die geeignete Länge haben.
    Schimmelflecken zeigen, dass das Holz feucht geworden ist oder zu langsam getrocknet wurde.

    12.    Welches Holz ist für die Verbrennung besser geeignet – Nadel- oder Laubholz?
    So unterschiedlich wie die Bäume selbst sind auch ihre Holzarten, dies macht sich auch bei der Verbrennung bemerkbar. Viele heimische Laubhölzer, wie Buche oder Eiche sind härter als heimische Nadelhölzer, wie Fichten und Kiefern, d.h. ein Scheit Hartholz gleicher Größe bei gleichem Wassergehalt ist schwerer als Weichholz. Harte schwere Hölzer brennen länger, brauchen dafür aber auch länger bis sie sich voll entzündet haben. Nadelholz bringt den Ofen schnell auf Temperatur. Außerdem haben Nadelhölzer einen höheren Anteil ätherischer Öle, was das typische Knacken im Kaminfeuer und den intensiven Holzgeruch verursacht. Für die Verbrennung ist der Zustand des Holzes wichtiger als die Holzart, also Trocknungsgrad, Rindenanteil und Scheitgröße.  
     

    Emissionen

    13.    Wie viel Feinstaub verursacht die Holzfeuerung?
    Die Holzfeuerung war im Jahr 2015 laut Umweltbundesamt für etwa 9 % der Feinstaubbelastung verantwortlich (PM10). Industrie, Landwirtschaft und Verkehr verursachen deutlich mehr Feinstaub. Dennoch ist es wichtig, die Emissionen durch Holzfeuer so gering wie möglich zu halten, indem verantwortlich geheizt wird. Die wichtigsten Regeln hierfür sind: nicht unnötig heizen, die Feuerstätte in einwandfreiem technischen Zustand halten und natürlich die richtige Bedienung. Jeder Betreiber hat es buchstäblich selbst in der Hand, wie emissionsarm die eigene Feuerstätte ist. Und so geht’s richtig: Verbrennungsluft öffnen, trockenes, unbehandeltes Brennholz sauber und in richtiger Menge aufstapeln, kleines Anzündholz oben auflegen und von oben anzünden. Bei Rostfeuerung wird üblicherweise von unten gezündet.

    14.    Wie entwickelt sich die Feinstaubbelastung in Deutschland?
    Trotz Kritik an Dieselfahrzeugen und zum Teil auch am Holzfeuer ist die Feinstaubbelastung (PM10) in Deutschland seit 1995 um ca. 30 % zurückgegangen. Dies ist auf erhöhte gesetzliche Anforderungen und damit verbundene technische Verbesserungen zurückzuführen. Die Emissionswerte sind in vielen Bereichen strenger geworden, wie auch bei Holzfeuerstätten in privaten Haushalten.

    15.    Wie gefährlich ist Rauch?
    Rauch entsteht bei unvollständiger Verbrennung. Einige Bestandteile von Rauch sind giftig oder krebserzeugend. Je sauberer die Verbrennung ist, desto weniger Rauch entsteht. Die wichtigsten Einflussgrößen für eine saubere Verbrennung sind: die Brennstoffqualität, die Verbrennungstemperatur und die Sauerstoffversorgung der Verbrennung. Die Rauchmenge und die Gefährlichkeit von Rauch können folglich durch die Verbrennungsqualität verringert werden.

    16.    Brennen die Geräte auf dem Prüfstand sauberer als im praktischen Betrieb?
    Wie hoch die Emissionen einer Feuerstätte im praktischen Betrieb sind hängt nicht allein von der Feuerstätte ab. Unter anderem beeinflussen die folgenden Faktoren die Emissionsentwicklung: Schornsteinzug, Brennstoffqualität, Brennstoffmenge, Verbrennungsluftversorgung und Anzündvorgang. Auf einem Prüfstand werden alle regelbaren Faktoren konstant gehalten, z.B. der Schornsteinzug. Die übrigen Faktoren werden möglichst ideal eingestellt.
    Das Ziel ist es die Feuerstätten miteinander vergleichen zu können und die für den einheitlichen Prüfzyklus vorgesehenen gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten. Wenn bei einer Feuerstätte im praktischen Betrieb andere Rahmenbedienungen vorliegen als im Prüfzyklus vorgegeben, kommt es zu Abweichungen gegenüber den Prüfstandswerten. Daher ist es für Feuerstättenbetreiber ratsam diese möglichst optimal zu bedienen, um die Emissionen gering halten.  

    17.    Sind neue Öfen wirklich sauberer als alte?
    Durch Optimierung der Verbrennungstechnik wurden die Emissionen moderner Feuerstätten deutlich gesenkt. Betreiber sollten nach der Modernisierung der Feuerstätten unbedingt auf die richtige Bedienung achten. Möglicherweise erfordert das neue Gerät eine Umstellung der vertrauten Handhabung. Emissionen durch fehlerhafte Bedienung können leicht verhindert werden.

    18.    Warum haben so wenig Kamine/Öfen Filter?
    Die meisten modernen Feuerstätten setzen auf Prävention, d.h. Emissionen schon bei der Verbrennung vermeiden anstatt nicht optimal zu verbrennen und anschließend die entstandenen Emissionen zu filtern. Um der Entstehung von Emissionen entgegen zu wirken muss die gesamte Verbrennungstechnik optimiert werden. So können moderne Feuerstätten die aktuellen Grenzwerte auch ohne Filtertechnik einhalten. Aber auch der verantwortungsvolle Umgang mit der Feuerstätte ist für die Emissionsentwicklung wichtig, denn ohne die entsprechende Brennstoffqualität und die richtige Bedienung verbrennt auch die beste Technik den Brennstoff nicht emissionsarm.       

    19.    Ist das Heizen mit Holz CO2 neutral?
    Holz nimmt in der Wachstumsphase Kohlenstoffdioxid (CO¬2) aus der Luft auf. Bei der Verbrennung wird diese im Holz gebundene Menge CO¬2 wieder freigegeben. Bei der Aufbereitung und dem Transport von Brennholz wird jedoch zusätzliche Energie eingesetzt. Die dadurch freigesetzte Menge CO¬2 ist der Grund, warum Holz nicht gänzlich CO2-neutral ist. Diese Menge CO¬2 fällt gering aus im Vergleich zur direkten Verbrennung von fossilen Energieträgern. Zudem kann dieser Anteil gering gehalten werden, indem z.B. lokales Brennholz mit kurzen Transportwegen eingesetzt wird.  

    20.    Ist die Holzverbrennung in großen Anlagen oder Kraftwerken effizienter als in Öfen oder Kaminen?
    Die Stärken der Holznutzung liegen in der dezentralen Nutzung, d.h. bei der lokalen Nutzung in vielen Kleinfeuerungsanlagen. Regionales Brennholz wird gefahrlos gelagert, bis es bei Bedarf ganz gezielt eingesetzt wird. Eine Großanlage bietet diese Vorteile nicht. Der enorme Brennstoffbedarf erfordert meist lange Transportwege. Um einen hohen Wirkungsrad zu erreichen, muss permanent befeuert werden, auch wenn die dabei erzeugte Energiemenge nicht in ganz genutzt wird. Insbesondere bei Kraft-Wärmekopplung, also bei gleichzeitiger Strom- und Wärmeerzeugung müssen beide Energieformen permanent abgenommen werden, damit die Effizienz hoch bleibt. Daher wird bei Großanlagen die errechnete, also die theoretische Effizienz in der Praxis oft nicht erreicht. Kleinanlagen haben hier klare Vorteile, vorausgesetzt es wird damit verantwortungsvoll umgegangen.

    21.    Wie umweltfreundlich ist das Heizen mit Holz?
    Holz ist unsere wichtigste erneuerbare Wärmequelle. Regionale Wälder bieten Rückzug für die Natur und sind Naherholung für uns Menschen. Wälder verbessern die Luftqualität, verhindern Bodenerosion und schützen das Grundwasser. Holz ist als Bau-, Roh- und Brennstoff vielseitig einsetzbar und kann gefahrlos verarbeitet und gelagert werden. Verantwortungsvoll als Wärmequelle genutzt ist Holz nahezu CO2-neutral und umweltgerecht. Kurzgesagt: Abgesehen vom direkten Sonnenlicht ist Holzenergie die natürlichste Wärmequelle des Menschen.


    Richtig Heizen

    22.    Wie heizt man richtig?
    Wer emissionsarm heizt, muss weniger die Sichtscheibe reinigen, denn diese bleibt bei einer guten Verbrennung länger sauber. Wer richtig heizen möchte, muss auf folgende vier Dinge achten:

    1. Zustand der Feuerstätte:
      -
      technisch einwandfreie Feuerstätte,
      - idealer Weise wird die 2. Stufe der 1.BImSchV erfüllt
    2. Verbrennungsluft:
      - der Luftschieber ist in der maximal geöffnet (und wird nur in der Ausbrandphase gedrosselt)
    3. Brennholz:
      - trocken,
      - unbehandelt,
      - wenig Rindenanteil,
      - kleine Scheite mit Spaltflächen
    4. Anzündvorgang:
      - Scheite überkreuzt stapeln,
      - richtige Brennstoffmenge,
      - dickere Scheite nach unten, dünnere nach oben,
      - nicht die Feuerraumwände berühren,
      - ausreichend kleines Anzündholz oben auflegen,
      - mit ein bis zwei hochwertigen Anzündern von oben zünden.

    23.    Was sind die schwersten Fehler bei der Bedienung von Holzfeuerstätten?

    • Es dürfen keine ungeeigneten Brennstoffe verwendet werden. In der Bedienungsanleitung sind alle für die Feuerstätte geeigneten Brennstoffe aufgelistet. Bei Scheitholz sollte auf die Qualität geachtet werden. Es sollte auf jeden Fall trocken unbehandelt und zu kleinen Holzscheiten gespalten sein.
    • Jede Verbrennung benötigt Sauerstoff. Zu den schweren Fehlern zählt das frühzeitige drosseln der Verbrennungsluft.
    • Die richtige Menge Brennstoff: Häufig wird zu wenig Holz aufgelegt, dann kommt die Feuerstätte nicht auf Temperatur und die Emissionen steigen. Nicht selten wird auch zu viel aufgelegt. Die Feuerstätte leidet dann unter zu hohen Temperaturen, die Verbrennung ist häufig unvollständig, weil viele Brenngase unverbrannt in den Schornstein abziehen, was ebenfalls hohe Emissionen bedeutet.

    24.    Was kann man machen, wenn man sich durch Nachbars Rauch belästigt fühlt?
    Als erstes sollte man den Nachbarn freundlich ansprechen. Oft ist es uns nicht bewusst, dass wir andere belästigen oder falsch Heizen. Sind die Fronten schon verhärtet, kann man sich mit anderen Nachbarn zusammenschließen oder den bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger darauf ansprechen.
    Wenn gar nichts mehr hilft, sollte man sich an die zuständige Stadt oder Gemeinde wenden. Hier gibt es ggf. ein Schiedsamt, eine Beschwerdestelle oder andere Möglichkeiten.
    Der Gang vor Gericht sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein und wenn, dann nur in besonders schweren Ausnahmefällen.  

    25.    Wie werden die gesetzlichen Vorgaben vor Ort durchgesetzt?
    Die Verordnung 1. BImSchV (Erste Bundesimmissionsschutzverordnung) gilt für die Errichtung, die Beschaffenheit und den Betrieb von mittleren und kleinen Feuerungsanlagen, worunter u.a. auch die holzbefeuerten  Einzelraumfeuerungsanlagen zählen. Die 1. BImSchV beinhaltet auch die Rechte und Pflichten der Betreiber.
    Überprüfungen und auch die Betreiberberatung werden vom Schornsteinfeger durchgeführt.

    26.    Ist eine automatische Abbrandsteuerung sinnvoll?
    Ja, weil eine automatische Abbrandsteuerung die Bedienung der Verbrennungsluft     automatisch übernimmt und damit einer Fehlbedienung vorbeugt. Das     Abbrandverhalten     wird damit optimiert, d.h. die Emissionen werden gesenkt und z.T. auch die Effizienz erhöht,     weil weniger Brennstoff benötigt wird. Die Technik wird in Zukunft Standard sein. Den     Mehrpreis nehmen die meisten Kunden bei einer handwerklichen erstellen hochwertigen     Anlage gerne in Kauf.

    27.    Warum wird die Scheibe beim Heizen schwarz?
    Der häufigste Grund für schwarze Scheiben ist eine zu geringe Brennraum-Temperatur. Diese wiederum kann u.a. folgende Ursachen haben:

    • Zu wenig Sauerstoff für die Verbrennung, d.h. die Luftzufuhr über den Luftregler ist gedrosselt.
    • Zu wenig Energie im Brennraum, d.h. der Brennstoff ist zu feucht oder es wurde zu wenig aufgelegt.
    • Die Zündungsphase dauert zu lange, d.h. es wurde zu wenig Anzündholz verwendet oder zu große Scheite aufgelegt, die langsam anbrennen oder auch hier kann feuchtes Holz die Ursache sein.


    Öfen und Kamine

    28.    Warum wünschen sich so viele Menschen einen Ofen oder einen Kamin?
    Kamine und Öfen sehen nicht nur gut aus, sondern geben auch eine angenehme Wärme ab. Der Blick ins Feuer ist beruhigend und gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit. Die Faszination der Flammen bewegt etwas in uns, seit jeher.

    29.    Wie modern sind Deutschlands Öfen und Kamine?
    Etwa die Hälfte der deutschen Feuerstätten ist älter als 20 Jahre, über ein Viertel ist sogar älter als 30 Jahre. Nur etwa jede fünfte Feuerstätte erfüllt die Anforderungen der 1. BImSchV und wurde nach 2010 eingebaut. Die Zahlen sprechen für sich: Deutschlands Erneuerbare Nr. 1 im Wärmemarkt wird in Anlagen erzeugt, die zu über 80 % nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.  

    30.    Sind Holzfeuerstätten für Niedrigenergiehäuser geeignet?
    Häuser mit sehr effektiver Wärmedämmung benötigen nur wenig Wärme, um selbst an kalten Wintertagen angenehm temperiert zu sein. Kamine mit großflächigen Sichtscheiben geben häufig viel Wärme in kurzer Zeit ab und sind hier ungeeignet. Die Lösung für Niedrigenergiehäuser sind Speicherfeuerstätten, wie Grundöfen oder Geräte mit Wassertechnik. Diese Anlagen haben die Fähigkeit, die Wärme über einen längeren Zeitraum gestreckt abzugeben und ggf. auch auf mehrere Räume zu verteilen. Ein Grundofen wärmt noch lange nachdem das Holz im Ofen ausgebrannt ist.