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Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) erstellt.

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  • Was bedeutet das Gebäudemodernisierungsgesetz?

    Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bringt Änderungen bei den Regeln für Heizungsanlagen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich jetzt: Muss meine Heizung ausgetauscht werden? Darf ich noch eine Gas- oder Ölheizung einbauen? Welche Technik ist langfristig sinnvoll?

  • BEG: Förderrichtlinie Bundesförderung für effiziente Gebäude

    Förderrechner des ZVSHK - Finden Sie heraus, wie viel staatliche Förderung Sie für Ihre neue Heizung erhalten können: Wärmepumpe, Biomasseheizung, Solarthermie oder den Anschluss an ein Gebäude- bzw. Fernwärmenetz.

  • Wohnung kühlen: Was Verbraucher tun können

    – und wie das SHK-Handwerk unterstützt! Wie lässt sich die Wohnung wirksam kühlen? Tipps von Profis.

Was bedeutet das Gebäudemodernisierungsgesetz?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bringt Änderungen bei den Regeln für Heizungsanlagen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich jetzt: Muss meine Heizung ausgetauscht werden? Darf ich noch eine Gas- oder Ölheizung einbauen? Welche Technik ist langfristig sinnvoll?

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) empfiehlt: Lassen Sie sich vor einer Entscheidung immer von einem qualifizierten SHK-Fachbetrieb beraten. Denn welche Heizung passt, hängt vom Gebäude, vom Energieverbrauch, von vorhandenen Anschlüssen, von Fördermöglichkeiten und von den künftigen Betriebskosten ab.

1. Bestehende Heizungen dürfen in der Regel weiter betrieben werden

Funktionierende Heizungsanlagen müssen nicht allein wegen des neuen Gesetzes sofort ausgetauscht werden. Bestehende Anlagen können grundsätzlich weiter betrieben, gewartet und repariert werden.

Ein Austausch kann aber sinnvoll sein, wenn die Anlage sehr alt, störanfällig oder ineffizient ist. Moderne Heiztechnik kann Energie sparen, Betriebskosten senken und den Wohnkomfort verbessern.

2. Mehr Technologieoffenheit beim Heizungstausch

Mit dem GModG wird die bisherige pauschale Vorgabe, neue Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbaren Energien zu betreiben, ersetzt. Verbraucherinnen und Verbraucher haben damit wieder mehr Auswahl zwischen verschiedenen Heizsystemen.

§ 42 GModG beschreibt die Optionen für den Ersatz einer Heizungsanlage in bestehenden Gebäuden oder Gebäudenetzen. Genannt werden insbesondere:

  • Gas-, Heizöl- und Flüssiggasheizungen,
  • Wärmepumpen,
  • Solarthermie,
  • Biomasse,
  • Wasserstofflösungen,
  • Hybridheizungen,
  • KWK-Anlagen,
  • Stromdirektheizungen,
  • Wärmenetzanschlüsse und
  • innovative Heizungslösungen.

Welche Lösung sinnvoll ist, muss im Einzelfall geprüft werden.

3. Gas- und Ölheizungen bleiben möglich, aber mit neuen Anforderungen

Neue Gas- und Ölheizungen bleiben nach dem GModG grundsätzlich zulässig. Allerdings müssen sie künftig schrittweise mit steigenden Anteilen klimafreundlicher Brennstoffe betrieben werden. Diese Regelung wird häufig als „Bio-Treppe“ bezeichnet.

Nach der derzeitigen Regelung sind für neue Gas- und Ölheizungen folgende Mindestanteile vorgesehen:

  • ab 2029: mindestens 10 Prozent,
  • ab 2030: mindestens 15 Prozent,
  • ab 2035: mindestens 30 Prozent,
  • ab 2040: mindestens 60 Prozent.

Dazu können zum Beispiel Biomethan, Bioheizöl, biogenes Flüssiggas oder Wasserstoffanteile zählen, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Wichtig für Verbraucher: Auch wenn der Einbau einer Gas- oder Ölheizung möglich bleibt, sollten die künftigen Brennstoffkosten, CO₂-Kosten und die Verfügbarkeit klimafreundlicher Brennstoffe sorgfältig berücksichtigt werden.

4. Nicht nur Anschaffungskosten vergleichen

Die günstigste Heizung beim Einbau ist nicht automatisch die günstigste Lösung über die gesamte Nutzungsdauer. Entscheidend sind die Gesamtkosten über viele Jahre.

Der ZVSHK empfiehlt deshalb, vor einer Entscheidung eine fachliche Bewertung des Gebäudes und der vorhandenen Heizungsanlage vom SHK-Fachbetrieb vornehmen zu lassen.

5. Fördermöglichkeiten prüfen

Für viele Heizungsmodernisierungen können Förderprogramme infrage kommen. Die Bedingungen können sich jedoch ändern und hängen von der gewählten Technik sowie vom Gebäude ab.

BEG-Förderung vor der Entscheidung prüfen

Bei jeder Heizungsmodernisierung sollte geprüft werden, ob Fördermittel aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude, BEG, genutzt werden können. Die BEG ist das zentrale Förderprogramm des Bundes für energetische Sanierungen und den Austausch von Heizungsanlagen.

Wichtig für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Unterscheidung:

Das GModG regelt, welche Heiztechnik rechtlich zulässig ist.
Die BEG regelt, welche Maßnahmen finanziell gefördert werden.

Das bedeutet: Eine Heizung kann nach dem GModG erlaubt sein, ohne automatisch förderfähig zu sein. Insbesondere fossile Öl- oder Gasheizungen werden in der Regel nicht als Einzelmaßnahme gefördert. Förderfähig können dagegen zum Beispiel klimafreundliche Heizsysteme und Effizienzmaßnahmen sein, etwa:

  • Wärmepumpen,
  • Biomasseheizungen,
  • Solarthermieanlagen,
  • Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz,
  • Hybridlösungen mit erneuerbaren Energien,
  • Heizungsoptimierung,
  • hydraulischer Abgleich,
  • Dämmmaßnahmen,
  • Fenstertausch,
  • Lüftungstechnik,
  • Effizienzhaus-Sanierungen.

Die Förderbedingungen, Fördersätze und technischen Anforderungen können sich ändern. Maßgeblich sind immer die Vorgaben zum Zeitpunkt der Antragstellung. Außerdem muss der Förderantrag in der Regel gestellt werden, bevor Aufträge verbindlich vergeben werden.

Der ZVSHK empfiehlt deshalb: Verbraucherinnen und Verbraucher sollten vor einer Investitionsentscheidung gemeinsam mit einem SHK-Fachbetrieb und gegebenenfalls mit einer Energieeffizienz-Expertin oder einem Energieeffizienz-Experten prüfen, welche technische Lösung zum Gebäude passt und welche Förderung genutzt werden kann.

6. Fachgerechte Planung bleibt entscheidend

Eine neue Heizung sollte immer zum Gebäude passen. Besonders wichtig sind:

  • Optimierung der Heizungsanlage einschließlich der Ermittlung der Heizlast des Gebäudes, hydraulischem Abgleich und Absenkung der Temperaturen im Heizungsnetz nach Fachregel "Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand" (Fördervoraussetzung!)
  • Beachtung des Warmwasserkomforts
  • Auslegung des Wärmeerzeugers nach den o.g. Daten
  • Eventuell: Abstimmung mit anderen Gewerken, zum Beispiel Elektro

Nur eine fachgerecht geplante und installierte Anlage arbeitet effizient, zuverlässig und wirtschaftlich. Fragen Sie den SHK-Fachbetrieb in Ihrer Nähe 

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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Ihre funktionierende Heizung muss nicht sofort raus.
  • Gas- und Ölheizungen bleiben grundsätzlich möglich.
  • Für neue Gas- und Ölheizungen gelten künftig steigende Anforderungen an klimafreundliche Brennstoffe.
  • Wärmepumpen, Hybridlösungen, Biomasse, Solarthermie und Wärmenetze bleiben wichtige Optionen.
  • Entscheidend sind nicht nur die Anschaffungskosten, sondern die langfristigen Betriebskosten.
  • Vor jeder Entscheidung sollte ein SHK-Fachbetrieb das Gebäude und die Heizungsanlage prüfen. 

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Das Gebäudemodernisierungsgesetz eröffnet Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr technische Wahlmöglichkeiten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine fachgerechte Beratung. Das SHK-Handwerk steht bereit, Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Auswahl einer passenden, effizienten und zukunftssicheren Heizlösung zu unterstützen. 

BEG: Förderrichtlinie Bundesförderung für effiziente Gebäude

Förderrechner des ZVSHK - Finden Sie heraus, wie viel staatliche Förderung Sie für Ihre neue Heizung erhalten können: Wärmepumpe, Biomasseheizung, Solarthermie oder den Anschluss an ein Gebäude- bzw. Fernwärmenetz.

  • Wichtig: Zusätzliche, detaillierte Informationen finden Sie auf der Webseite des Zentralverband Sanitär Heizung Klima:
    www.zvshk.de/beg/

Wohnung kühlen: Was Verbraucher tun können

– und wie das SHK-Handwerk unterstützt! Wie lässt sich die Wohnung wirksam kühlen? Tipps von Profis.

Heiße Sommer, Tropennächte und aufgeheizte Innenräume werden für viele Haushalte zunehmend zur Belastung. Gerade in Dachgeschosswohnungen, schlecht gedämmten Gebäuden oder Wohnungen mit großen Fensterflächen kann sich Hitze über Tage stauen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher stellt sich deshalb die Frage: Wie lässt sich die Wohnung wirksam kühlen - möglichst energieeffizient, bezahlbar und ohne unnötige Eingriffe in die Bausubstanz?

Neben einfachen Verhaltensmaßnahmen gibt es technische Lösungen, die vom SHK-Handwerk – also Fachbetrieben für Sanitär, Heizung und Klima – geplant, installiert und gewartet werden können. Der folgende Beitrag zeigt, was Verbraucher selbst tun können und welche Leistungen SHK-Fachbetriebe rund um Kühlung, Lüftung und Raumklima anbieten.


1. Hitze gar nicht erst in die Wohnung lassen

Der wichtigste Grundsatz lautet: Kühlen beginnt nicht erst mit einem Klimagerät. Am effektivsten ist es, die Hitze möglichst früh draußen zu halten. Denn ist die Wohnung erst einmal aufgeheizt, braucht es deutlich mehr Energie und Zeit, um sie wieder abzukühlen.

Richtig lüften

Viele Verbraucher lüften im Sommer intuitiv falsch: tagsüber, wenn es draußen heiß ist. Dadurch gelangt warme Luft in die Wohnung und heizt Wände, Möbel und Böden zusätzlich auf.

Besser ist:

  • früh morgens und spät abends lüften, wenn die Außentemperatur niedriger ist
  • querlüften, wenn möglich, also gegenüberliegende Fenster öffnen
  • tagsüber Fenster geschlossen halten, besonders auf der Sonnenseite
  • bei hoher Luftfeuchtigkeit nur gezielt lüften, damit die Raumluft in der Wohnung nicht schwül wird

Besonders wirksam ist eine Nachtlüftung, wenn die Außentemperaturen deutlich fallen. In stark aufgeheizten Stadtgebieten ist dieser Effekt allerdings begrenzt, weil sich Straßen und Gebäude nachts nur langsam abkühlen.

Sonnenschutz konsequent nutzen

Außenliegender Sonnenschutz ist deutlich wirkungsvoller als innenliegende Vorhänge. Der Grund: Gelangt Sonnenstrahlung erst durch das Fenster in den Raum, wird sie dort in Wärme umgewandelt. Ein Vorhang kann dann zwar blenden verhindern, die Wärme ist aber bereits im Raum.

Geeignete Maßnahmen sind:

  • Rollläden
  • Außenjalousien
  • Markisen
  • Sonnensegel
  • reflektierende Fensterfolien
  • innenliegende Verdunkelungsrollos als einfache Ergänzung

Mieter sollten bauliche Veränderungen wie Außenrollläden, Markisen oder fest montierte Folien mit dem Vermieter abstimmen. Innenliegende Lösungen sind meist einfacher umsetzbar, aber thermisch weniger effektiv.


2. Wärmequellen in der Wohnung reduzieren

Auch innerhalb der Wohnung entsteht Wärme. Viele Geräte geben im Betrieb Abwärme ab – teils mehr, als man vermutet.

Elektrogeräte bewusst nutzen

Computer, Spielekonsolen, Fernseher, Backöfen, Wäschetrockner und ältere Leuchtmittel können Räume zusätzlich aufheizen. An heißen Tagen lohnt es sich, Wärmequellen zu reduzieren.

Praktische Tipps:

  • Backofen und Herd möglichst wenig nutzen
  • stattdessen kalte Küche, Mikrowelle oder Grill im Außenbereich verwenden
  • Wäsche möglichst nicht in der Wohnung trocknen
  • Stand-by-Geräte ausschalten
  • LED-Leuchten statt Halogenlampen verwenden
  • Computer und Unterhaltungselektronik nur bei Bedarf laufen lassen

Luftbewegung schafft gefühlte Abkühlung

Ventilatoren senken die Raumtemperatur nicht. Sie bewegen lediglich Luft. Trotzdem können sie das Wärmeempfinden deutlich verbessern, weil Schweiß auf der Haut besser verdunstet.

Wichtig ist:

  • Ventilatoren nur nutzen, wenn Personen im Raum sind
  • nicht dauerhaft auf den Körper richten
  • nachts mit niedriger Stufe betreiben
  • bei sehr hohen Temperaturen und gesundheitlich empfindlichen Personen vorsichtig einsetzen

Ein Ventilator kann sinnvoll sein, ersetzt aber keine echte Kühlung, wenn sich Räume dauerhaft stark aufheizen.


3. Mobile Klimageräte: schnelle Hilfe mit Einschränkungen

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher greifen bei Hitze zu mobilen Klimageräten. Diese Geräte sind im Handel leicht erhältlich und benötigen meist keine feste Installation. Sie haben jedoch technische Nachteile.

Monoblockgeräte

Bei vielen mobilen Klimageräten wird warme Abluft über einen Schlauch aus dem Fenster geführt. Dadurch entsteht im Raum ein Unterdruck, sodass warme Außenluft durch Ritzen oder geöffnete Fenster nachströmt. Das reduziert die Effizienz erheblich.

Nachteile von Monoblockgeräten:

  • vergleichsweise hoher Stromverbrauch
  • oft laut
  • Abluftschlauch muss nach außen geführt werden
  • Fensterabdichtung erforderlich
  • begrenzte Kühlleistung
  • Kondensat muss abgeführt oder entleert werden

Für einzelne Räume und kurzfristige Hitzespitzen können solche Geräte helfen. Für dauerhaftes und effizientes Kühlen sind sie meist nicht die beste Lösung.

Split-Klimageräte

Effizienter sind Split-Klimageräte. Sie bestehen aus einem Innengerät und einem Außengerät. Die Wärme wird über einen Kältemittelkreislauf nach außen abgeführt. Solche Anlagen arbeiten deutlich leistungsfähiger und leiser als viele mobile Geräte.

Vorteile:

  • bessere Energieeffizienz
  • geringere Geräuschbelastung im Innenraum
  • wirksame Raumkühlung
  • teilweise auch zum Heizen nutzbar
  • bessere Regelbarkeit

Allerdings müssen Split-Geräte fachgerecht geplant und installiert werden. Zudem sind Genehmigungen oder Zustimmungen erforderlich, etwa bei Mietwohnungen, Eigentümergemeinschaften oder denkmalgeschützten Gebäuden. Fragen Sie den SHK-Fachbetrieb in Ihrer Nähe.


4. Wärmepumpe zum Kühlen nutzen

Viele moderne Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Für Verbraucher, die bereits eine Wärmepumpe besitzen oder eine neue Heizungsanlage planen, ist das besonders interessant.

Passive Kühlung

Bei der passiven Kühlung wird die relativ kühle Temperatur des Erdreichs oder Grundwassers genutzt, etwa bei Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Der Verdichter läuft dabei meist nicht oder nur sehr reduziert. Das spart Energie.

Geeignet ist passive Kühlung besonders bei:

  • Fußbodenheizungen
  • Wandheizungen
  • Deckenheiz- und Kühlsystemen
  • gut gedämmten Gebäuden

Die Kühlleistung ist begrenzt, kann aber für angenehme Temperierung sorgen.

Aktive Kühlung

Bei aktiver Kühlung arbeitet die Wärmepumpe ähnlich wie ein Klimagerät im Umkehrbetrieb. Sie entzieht dem Gebäude Wärme und gibt sie nach außen ab. Das kann wirksamer sein, benötigt aber mehr Strom.

Zu beachten ist: Nicht jede Wärmepumpe und nicht jedes Heizsystem eignet sich automatisch zum Kühlen. Vor allem bei Flächenheizungen muss die Taupunktproblematik beachtet werden. Wird eine Fläche zu kalt, kann Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensieren. Deshalb sind Fachplanung, Regelung und Feuchteschutz wichtig. Lassen Sie sich beraten vom SHK-Fachbetrieb.


5. Flächenkühlung: komfortabel, leise und zugfrei

Eine besonders angenehme Form der Raumkühlung ist die Flächenkühlung über Boden, Wand oder Decke. Dabei werden große Flächen leicht temperiert. Anders als bei Klimageräten entsteht keine starke Luftbewegung.

Vorteile der Flächenkühlung

  • hoher Komfort
  • kaum Zugluft
  • leiser Betrieb
  • gleichmäßige Temperierung
  • gut kombinierbar mit Wärmepumpen
  • optisch unauffällig

Grenzen der Flächenkühlung

Flächenkühlung ist eher eine Temperierung als eine schnelle Abkühlung. Sie eignet sich besonders für gut gedämmte Gebäude und für Nutzer, die dauerhaft ein angenehmes Raumklima wünschen. In unsanierten Dachgeschosswohnungen mit hoher Sonneneinstrahlung kann die Kühlleistung begrenzt sein.

Besonders wichtig ist die Taupunktüberwachung. Das SHK-Handwerk plant hier passende Sensorik und Regelungstechnik, damit kein Kondenswasser an Bauteilen entsteht.


6. Kontrollierte Wohnraumlüftung und Raumklima

Eine Lüftungsanlage kann ebenfalls einen Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz leisten – allerdings ersetzt sie keine Klimaanlage. Moderne Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung können im Sommer oft mit einem Bypass betrieben werden. Dadurch wird verhindert, dass kühle Nachtluft unnötig über den Wärmetauscher erwärmt wird.

Was Lüftungsanlagen leisten können

  • kontinuierlicher Luftaustausch
  • Feuchteschutz
  • bessere Luftqualität
  • Pollenfilterung
  • sommerlicher Bypassbetrieb
  • Unterstützung der Nachtauskühlung

In sehr warmen Nächten ist der Kühleffekt begrenzt. Dennoch kann eine Lüftungsanlage helfen, das Raumklima stabiler und hygienischer zu halten.


7. Welche Leistungen bietet das SHK-Handwerk?

Das SHK-Handwerk ist für Verbraucher ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um technische Lösungen zur Kühlung und Verbesserung des Raumklimas geht. Fachbetriebe übernehmen nicht nur die Installation, sondern auch Beratung, Auslegung, Wartung und Optimierung.

Beratung und Bestandsaufnahme

Am Anfang steht eine Analyse der Wohnsituation. Ein SHK-Fachbetrieb prüft unter anderem:

  • Raumgröße und Nutzung
  • Fensterflächen und Sonneneinstrahlung
  • Dämmstandard des Gebäudes
  • vorhandene Heizungsanlage
  • Lüftungsmöglichkeiten
  • elektrische Anschlussmöglichkeiten
  • gewünschtes Komfortniveau
  • bauliche und rechtliche Rahmenbedingungen

Auf dieser Basis kann der Fachbetrieb einschätzen, ob eine mobile Lösung, ein Split-Klimagerät, eine Wärmepumpe mit Kühlfunktion, Flächenkühlung oder eine Lüftungsanlage sinnvoll ist.

Planung von Klimaanlagen

Bei Split- und Multisplit-Klimaanlagen ist eine fachgerechte Planung entscheidend. Das SHK-Handwerk unterstützt bei:

  • Auswahl der passenden Kühlleistung
  • Platzierung von Innen- und Außengeräten
  • Schallschutz
  • Kondensatabführung
  • Leitungsführung
  • Installieren der Kältemittelleitungen und Durchführung einer Dichtheitsprüfung
  • elektrischer Einbindung
  • Regelung und Bedienung

Gerade bei Mehrfamilienhäusern ist auch die Abstimmung mit Vermieter, Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft wichtig. Außengeräte dürfen nicht einfach beliebig angebracht werden.

Installation von Wärmepumpen mit Kühlfunktion

Wer ohnehin über eine neue Heizung nachdenkt, sollte die Kühloption direkt mitprüfen lassen. SHK-Betriebe können Wärmepumpensysteme so planen, dass neben dem Heizen auch eine Kühl- oder Temperierfunktion möglich ist.

Dazu gehören:

  • Auswahl geeigneter Wärmepumpentechnik
  • Prüfung von Flächenheizungen
  • hydraulischer Abgleich
  • Regelungstechnik
  • Taupunktüberwachung
  • Integration in Smart-Home-Systeme
  • Kombination mit Photovoltaik

Besonders attraktiv ist die Kombination von Kühlung und eigener Solarstromerzeugung: Gerade dann, wenn Kühlbedarf besteht, liefert eine Photovoltaikanlage häufig viel Strom.

Nachrüstung von Flächenkühlung

In Neubauten lässt sich Flächenkühlung besonders gut integrieren. Aber auch bei Sanierungen kann eine Nachrüstung möglich sein, etwa über:

  • Deckenmodule
  • Wandheiz- und Kühlsysteme
  • Trockenbausysteme
  • modernisierte Fußbodenheizungen

Ein SHK-Fachbetrieb prüft, ob die vorhandene Gebäude- und Anlagentechnik dafür geeignet ist.

Lüftungstechnik und Raumluftqualität

SHK-Betriebe planen und installieren auch zentrale oder dezentrale Wohnraumlüftungen. Für Verbraucher kann das besonders interessant sein, wenn neben sommerlicher Hitze auch Themen wie Feuchtigkeit, Schimmelvermeidung, Pollenbelastung oder schlechte Luftqualität eine Rolle spielen.

Leistungen sind beispielsweise:

  • Planung dezentraler Lüftungsgeräte
  • Installation zentraler Lüftungssysteme
  • Filterwechsel
  • Reinigung und Wartung
  • Einstellung von Volumenströmen
  • Einbindung von Feuchte- und CO₂-Sensoren

Wartung und Effizienzcheck

Kühl- und Lüftungssysteme müssen regelmäßig gewartet werden, damit sie hygienisch, sicher und effizient arbeiten. Das betrifft insbesondere Klimaanlagen und Wärmepumpen.

Typische Wartungsarbeiten:

  • Filterreinigung oder Filterwechsel
  • Kontrolle von Kondensatabläufen
  • Reinigung von Wärmetauschern
  • Prüfung der Regelung
  • Dichtheitskontrollen bei Kältemittelsystemen
  • Funktionsprüfung
  • Effizienzoptimierung

Eine schlecht gewartete Anlage verbraucht mehr Energie, arbeitet lauter und kann hygienische Probleme verursachen.

Mit einem Klick zum SHK-Fachbetrieb in Ihrer Nähe.


8. Mieter, Eigentümer, Hausbesitzer: Was ist zu beachten?

Nicht jeder Verbraucher kann frei entscheiden, welche Kühltechnik eingebaut wird. Die Möglichkeiten hängen stark von der Wohnsituation ab.

Mieter

Mieter können einfache Maßnahmen wie richtiges Lüften, innenliegenden Sonnenschutz, Ventilatoren oder mobile Klimageräte meist selbst umsetzen. Bei baulichen Veränderungen ist jedoch die Zustimmung des Vermieters erforderlich.

Das gilt insbesondere für bauliche Veränderungen wie z.B.:

  • Wanddurchbrüche
  • fest installierte Klimageräte
  • Außengeräte an Fassade oder Balkon
  • Markisen
  • außenliegende Rollläden
  • Veränderungen an Fenstern oder Fassade

Vor dem Kauf einer fest installierten Anlage sollte die Genehmigung schriftlich eingeholt werden.

Wohnungseigentümer

In Eigentümergemeinschaften sind zusätzliche Regeln zu beachten. Außengeräte von Klimaanlagen können das äußere Erscheinungsbild verändern und Geräusche verursachen. Häufig ist daher ein Beschluss der Eigentümergemeinschaft erforderlich.

Hauseigentümer

Hauseigentümer haben den größten Spielraum. Sie können Kühlung, Sonnenschutz, Lüftung, Wärmepumpe und Photovoltaik ganzheitlich planen lassen. Gerade bei Sanierung oder Heizungstausch lohnt es sich, den sommerlichen Wärmeschutz frühzeitig mitzudenken.


9. Energieeffizienz: Kühlen ja, aber richtig

Kühlung kostet Energie. Deshalb sollten Verbraucher nicht nur auf den Anschaffungspreis achten, sondern auch auf Betriebskosten, Effizienz und Nutzungsverhalten.

Wichtige Empfehlungen:

  • Räume nicht stärker kühlen als nötig
  • Türen zu nicht gekühlten Bereichen geschlossen halten
  • Sonnenschutz parallel nutzen
  • Filter regelmäßig reinigen
  • Geräte nicht im Dauerbetrieb ohne Bedarf laufen lassen
  • energieeffiziente Geräte wählen
  • Fachplanung statt überdimensionierter Anlagen

Eine zu groß dimensionierte Klimaanlage ist nicht automatisch besser. Sie kann häufiger takten, schlechter entfeuchten und ineffizient laufen. Eine fachgerechte Auslegung ist daher entscheidend.


10. Praktische Checkliste für Verbraucher

Wer seine Wohnung besser vor Hitze schützen möchte, kann schrittweise vorgehen:

1. Lüftungsverhalten prüfen
Morgens und abends lüften, tagsüber Fenster schließen.

2. Sonnenschutz verbessern
Außenliegende Lösungen bevorzugen, innenliegende ergänzen.

3. Interne Wärmequellen reduzieren
Elektrogeräte, Backofen, Beleuchtung und Wäschetrockner bewusst nutzen.

4. Ventilatoren sinnvoll einsetzen
Für Luftbewegung sorgen, aber Energieverbrauch und Komfort beachten.

5. Mobile Klimageräte kritisch prüfen
Nur mit guter Fensterabdichtung und für begrenzte Einsatzbereiche nutzen.

6. Fachbetrieb hinzuziehen
Bei dauerhafter Hitze fachliche Beratung zu Split-Klima, Wärmepumpe, Lüftung oder Flächenkühlung einholen.

7. Genehmigungen klären
Besonders bei Mietwohnungen und Eigentümergemeinschaften.

8. Wartung einplanen
Kühl- und Lüftungsanlagen regelmäßig kontrollieren lassen.


Fazit: Die beste Kühlung ist eine Kombination aus Verhalten, Sonnenschutz und Technik

Verbraucher können viel tun, um ihre Wohnung im Sommer kühler zu halten: richtig lüften, Sonneneinstrahlung vermeiden, Wärmequellen reduzieren und Luftbewegung nutzen. Diese Maßnahmen sind oft günstig und schnell umsetzbar.

Wenn die Hitze dennoch dauerhaft zur Belastung wird, kommen technische Lösungen ins Spiel. Das SHK-Handwerk bietet hierfür ein breites Leistungsspektrum: von der Beratung über die Planung und Installation von Klimaanlagen, Wärmepumpen mit Kühlfunktion, Flächenkühlungen und Lüftungsanlagen bis hin zu Wartung und Effizienzoptimierung.

Besonders sinnvoll ist ein ganzheitlicher Ansatz. Denn die beste Lösung ist selten ein einzelnes Gerät, sondern die passende Kombination aus sommerlichem Wärmeschutz, effizienter Technik und fachgerechter Nutzung. So lässt sich der Wohnkomfort deutlich verbessern – ohne unnötig hohe Energiekosten und mit Blick auf langfristige Nachhaltigkeit.